Fairtrade-Stadt Aachen: Kampagne „Ich bin fairliebt“ ist gestartet

  • In der Fairtrade-Stadt ist am Freitag (14. September) die Kampagne „Ich bin fairliebt“ gestartet. Sie zielt darauf ab, die Idee des fairen Handelns in der Aachener Bevölkerung noch bekannter zu machen.
  • Mit einem gemeinsamen ‚Fairtrade-Logo weisen bereits 24 GeschĂ€ftsleute, Gastronomiebetriebe und Unternehmen darauf hin, dass sie fair gehandelte Produkte anbieten. Weitere wollen folgen.
  • BĂŒrgermeister Norbert Plum weist in seinem Grußwort auf die Bedeutung des fairen Handelns hin, gerade auch mit Blick auf die Menschen, die nach Europa flĂŒchten, weil sie in ihren HeimatlĂ€ndern keine Perspektiven mehr sehen.

Foto: Das Lastenrad, umringt von denen, die fair gehandelte Produkte mit ihrer Kampagne „Ich bin fairliebt“ in der Aachener Bevölkerung noch bekannter machen wollen. © Stadt Aachen/Jasmin Cool

„Die Stadt Aachen ist seit 2011 als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet“. Diese Tatsache hob BĂŒrgermeister Norbert Plum in seinem Grußwort zum Auftakt der Aachener Fairhandels-Kampagne unter dem Motto „Ich bin fairliebt“ heraus, die bis Anfang Oktober lĂ€uft.

Mit kritisch-mahnenden Worten erinnerte BĂŒrgermeister Plum an die FlĂŒchtlinge, die auf zum Teil lebensgefĂ€hrlicher Reise nach Europa kommen und warum sie ihre HeimatlĂ€nder verlassen. „Wir mĂŒssen an die Fluchtursachen heran, wir mĂŒssen etwas dagegen tun, dass die Menschen ihre HerkunftslĂ€nder verlassen“, sagte Plum. Sie brĂ€uchten eine Perspektive fĂŒrs Bleiben, faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen sind eine wichtige Grundlage dafĂŒr. „Und genau hierzu können die Aachener, die Deutschen insgesamt beitragen“, davon ist der BĂŒrgermeister ĂŒberzeugt. Er forderte alle dazu auf, fair gehandelte Produkte zu kaufen, wo immer es möglich ist.

Plum sieht die Stadt Aachen auf einem guten und richtigen Weg und dankte allen, die die Idee des fairen Handels in Aachen durch ihr Tun bekannter machen, darunter Initiativen, Vereine, GeschĂ€ftsleute und Gastronomiebetriebe. Sie sorgen dafĂŒr, dass immer mehr Menschen beim Einkauf darauf achten, dass die gewĂŒnschten Produkte fair gehandelt worden sind.

Eine Aktion, viele Akteure

Die Kampagne „Ich bin fairliebt“ in Aachen ist ein Beitrag im Rahmen der bundesweiten „Fairen Wochen“ (www.faire-woche.de) vom 14. bis 29. September 2018. Sie ist eine Aktion der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Aachen, in der der MAC (MĂ€rkte- und Aktionskreis City), das Eine-Welt-Forum, Misereor, das BĂŒndnis „Fairhandel(n)“, die Stadt Aachen, der Weltladen Aachen, DEHOGA (Verband der Hotel- und Gastronomiebetriebe) sowie GeschĂ€ftsleute in der Altstadt vertreten sind.

Die e Kampagne soll den Fairtrade-Gedanken öffentlichkeitswirksam unterstĂŒtzen. Der Konsum fair gehandelter Produkte soll gefördert werden. FachgeschĂ€fte, Gastronomiebetriebe und Unternehmen, die fair gehandelte Produkte verkaufen, sollen bekannter werden. Und es gilt, die Stadt Aachen als attraktive und vielfĂ€ltige Einkaufsstadt weiter aufzuwerten. Elmar Wiezorek, Leiter des Fachbereichs Umwelt, unterstrich, wie wichtig es sei, den fairen Handel fĂŒr die Menschen in der Stadt erlebbar zu machen. Er versteht die aktuelle Kampagne als eine „neue InitialzĂŒndung“, um die Idee des fairen Handelns bei immer mehr Menschen bekannter zu machen.

Bunter Mix aus Aktionen und Werbung

Die Initiatoren haben sich bei der Vorbereitung der diesjĂ€hrigen Kampagne auf einen bunten Mix aus Aktionen und Werbung verstĂ€ndigt, um die Idee des fairen Handelns bekannter zu machen. Geworben wird mit CityCards in GaststĂ€tten und LĂ€den, auf LitfaßsĂ€ulen und mit so genannten SwingCards in Bussen. Der so genannte Aachen CafĂ© Amistad wird in einigen LĂ€den gĂŒnstiger verkauft. Es gibt eine Promotion-Aktion mit einem Kampagnen-Lastenfahrrad direkt mit den beiteiligten GeschĂ€ften in der Stadt (Termine und Orte siehe weiter unten).

Mittel- und langfristig sollen sich die Fairtrade-Betriebe in Aachen noch enger vernetzen und mit weiteren gemeinsamen Aktionen auf ihr Engagement beim fairen Handeln hinweisen. Ein gemeinsames Logo wird an allen GeschÀften und GaststÀtten zu finden sein, wo es fair gehandelte Produkte gibt.

Gemeinsames Logo: 24 sind schon dabei, weitere wollen teilnehmen

Die ersten 24 GeschĂ€fte, Gastronomiebetriebe und Unternehmen sind bereits mit dem gemeinsamen Logo gekennzeichnet und auf dem Online-Stadtplan „Fairhandeln in Aachen“ zu finden: Accept Reisen, BĂ€ckerei MOSS, Bio-Supermarkt Vital, Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, Blumen Nicolaye, Chico Mendes, Contigo Fairtrade Shop, denn’s Biomarkt, Fair-Handels-Markt St. Donatus, Gepa Verkaufsstelle Misereor, Gut PaulinenwĂ€ldchen, Hanf Kiste – igeda, InMemoriam Bestattungshaus, jarula Naturtextilien, La Volotte Wolleladen, Lana Outletshop, Lotus Collection, miila Baby- und Kinderladen, Sport & Mode Gruber, Via Naturkostladen, Weltladen Aachen, Weltweit am Dom, Yucca Design, zeitlos herrenmode. Weitere haben ihre Teilnahme angekĂŒndigt.

Lastenfahrrad auf Tour durch die Stadt

Das Lastenfahrrad fÀhrt mit einem Team von Promotern und Infomaterial und ProbierpÀckchen wÀhrend der Fairen Wochen bis zum 29. September durch Aachen, unter anderem zu folgenden Orten:

  • ·         15. September: Weltladen, Jakobstraße

    ·         18. September: Wochenmarkt Brand

    ·         21. September: Blumen Nicolaye im Hirschcenter und Yucca Design, Kockerellstraße

    ·         22. September: Einhard-Gymnasium und Contingo – Weltweit am Dom, KrĂ€merstraße

    ·         24. September: miila Baby- und Kinderladen, Jakobstraße

    ·         25. September: Accept Reisen, Lothringer Straße, und Lotus Collection, Annastraße

    ·         28. September: Rewe im Kapuziner Karree

Die Fair-Handels-Kampagne wird von der Stadt Aachen sowie mit ZuschĂŒssen von Engagement Global, Katholischer Fonds, Brot fĂŒr die Welt und freiwilligen BeitrĂ€gen der EinzelhandelsgeschĂ€fte unterstĂŒtzt. Das Lastenraf wird vom Fahrradkurierdienst CLAC kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt.

Weitere Informationen zur diesjÀhrigen Kampagne gibt es bei Siegbert Gossen, Weltladen Aachen e.V., Telefon 0171 / 279 17 34, siegbert.gossen@freenet.de