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Suermondt-Ludwig-Museum Aachen im Mai 2022

01.05.2022 - 31.05.2022

Suermondt-Ludwig-Museum

Suermondt-Ludwig-Museum Aachen im Mai 2022

Kunstpause wieder vor Ort!
Ein Werk in 15 Minuten
Dienstags von 13.00 – 13.15 Uhr
Lust auf Abwechslung in der Mittagspause und neue Bekanntschaften? Dann machen Sie doch eine Kunstpause im Suermondt-Ludwig-Museum!
Dort erwartet Sie ein Speed-Dating der besonderen Art: In nur 15 Minuten lernen Sie ein Meisterwerk der Kunstgeschichte kennen.

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DI, 03.05., 13.00 – 13.15 UHR
Otto Marseus van Schrieck (Nijmegen 1619/20 – 1678 Amsterdam)
Waldbodenstillleben mit Wiesel
Öl auf Leinwand

Geheimnisvoll und faszinierend – so könnte man die Waldstillleben (auch „Sottobosco genannt) von Otto Marseus van Schrieck beschreiben, der sich für die Natur in all ihren Facetten begeisterte. Sein Interesse als Maler und Naturforscher, der Pflanzen und Tiere selbst züchtete, galt vor allem den Nacht- und Schattengeschöpfen, dem Ungeziefer wie Schlangen, Kröten, Mäuse oder Wiesel, die er in zoologischer Exaktheit wiedergab.
Fast alles in seinen Bildern entstammte auch aus der Natur: die Farben mit denen er die Erde darstellte, wurden aus Erde gewonnen, die Steine malte er aus geriebenem Stein, die Pflanzen aus Pflanzenfarbe. Mit seiner Naturliebe ging er sogar einen Schritt weiter und entwickelte eine neue Technik Schmetterlinge abzubilden: anstatt sie einfach nur zu malen, drückte Van Schrieck die Schuppen echter Schmetterlingsflügel auf den Malgrund, so dass sie schimmerten und glänzten. Ein absolutes Highlight in seinen Bildern, im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit Sarvenaz Ayooghi

DI, 10.05., 13.00 – 13.15 UHR
Lucas Cranach d.Ä. (Kronach 1472 – 1533 Weimar)
Judith mit dem Haupt des Holofernes, 1531
Öl auf Pappelholz
Leihgabe der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin, seit 1884

Mutige Frauen gelten nicht erst in der Moderne als besondere Vorbilder, sondern auch bereits in früheren Jahrhunderten. Ein Beispiel ist die Gestalt der Judith, deren Geschichte in den apokryphen Schriften des Alten Testaments geschildert wird. Demnach rettet die schöne Witwe ihre von Holofernes und seinen Truppen belagerte Stadt Bethulia, indem sie den Assyrer trunken macht und ihm das Haupt abschlägt. Lucas Cranach, Renaissancemaler am kurfürstlichen Hof in Sachsen, Freund Luthers und Anhänger der Reformation hat mit seiner Judith eine wichtige Symbolfigur für den protestantischen Schmalkaldischen Bund, der gegen den katholischen Karl V. antrat, geschaffen. Mindestens 13 weitere Darstellungen dieser damals beliebten Frauengestalt in eleganter Kleidung, die der Mode am wettinischen Hof entsprach, fertigten Cranach und seine Werkstatt in den Jahren 1526 und 1537 an. Sie zeigen die Bedeutung dieser Ikonografie in der Reformationszeit.

Mit Dr. Dagmar Preising

DI, 17.05., 13.00 – 13.15 UHR
Alexander Keirincx
Waldlandschaft mit Fluss und Weg, um 1620
Öl auf Eichenholz

Durch die Wälder, durch die Auen… Knorrige Baumstämme und Gestrüpp säumen einen sumpfigen Flusslauf, an dem Reisende vorüberziehen.
Dieses Gemälde ist ein typisches Beispiel für die zunehmende Autonomie der Landschaft im 17. Jahrhundert, die sich vom ausschließlichen Hintergrunddasein
emanzipiert und allmählich über Figuren und Architektur die Oberhand gewinnt. Gerade die Waldlandschaft mit ihrer nur über Blickschneisen, passierbaren Undurchdringlichkeit übte auf Maler wie Gillis van Coninxloo oder Abraham Govaerts eine besondere Faszination aus. Alexander Keirincx, dem dieses Bild zugeschrieben ist, erreichte nach Stationen in Antwerpen, Utrecht und Amsterdam schließlich sogar England, wo er unter anderem Ansichten von königlichen Burgen und Schlössern schuf. Neben einem botanischen Interesse haben aber auch noch die Wanderer, der dahinfließende Strom und die abgestorbenen Baumstümpfe eine symbolische Bedeutung auf dem Lebensweg, die erkundet werden will.

Mit Vincent Rudolf

DI, 24.05., 13.00 – 13.15 UHR
Salomon van Ruisdael (Naarden 1600/03 – 1670 Haarlem)
Segelbarken, um 1650
Öl auf Eichenholz

Ruhe, Stille, Weite. Salomon van Ruisdael verstand es wie kein anderer die glatte Wasseroberfläche mit ihren Spiegelungen und die unendliche Weite des Horizonts wiederzugeben. Für einen Augenblick steht die Zeit still, obwohl alles doch irgendwie in Bewegung ist. Es ist ein Spiel mit Nähe und Ferne, Licht und Schatten, das Ruisdael an solchen Seestücken fasziniert haben muss. Ab den 1650er Jahren konzentrierte er sich auf dieses Genre und änderte seine Kompositionen vom Quer- zum Hochformat. So konnte er sich der ganzen vertikalen Bildfläche bedienen, bei der zwei Drittel von Himmel und Wolken bestimmt werden. Kaum zu glauben, dass dieses Werk einst zu einem querformatigen Tafelbild gehörte, woraus es im Laufe der Zeit herausgesägt wurde.

Mit Sarvenaz Ayooghi

DI, 31.05., 13.00 – 13.15 UHR
Humpen mit Emailmalerei
süddeutsch, 17. Jh.
Städtische Sammlung Aachen

Leben in verrückten Zeiten, uns aus gegebenen Anlässen nicht unbekannt: Die den Unwägbarkeiten des Lebens ausgelieferten Menschen der Vergangenheit reagierten auf die Fährnisse des Schicksals schon damals mit Ironie und Spott. Das kalt mit Emailfarben auf die Glaswandung unseres Humpens aufgemalte Medaillon mit männlicher, langhaariger Büste und langschaftigem Stiefel als Kopfbedeckung weist eine erklärende Aufschrift auf: „Die Mode lässt nicht gut/Ein Stiefel ist kein Hut/Doch weiln das Recht auf dieser Erden gar ofte muß verkehret werden, so sieht auch das nicht tumm [= dumm]/warum? Es kehrt sich alles um“. Wird im Fall des großen süddeutschen Glasgefäßes aus dem 17. Jahrhundert am Textanfang plakativ und vorgeblich auf die Kleidungsmode angespielt, so handelt es sich natürlich in Wahrheit um eine Parodie auf Rechts- und Herrschaftsver-hältnisse im absolutistischen Zeitalter. Die ungewöhnliche Darstellung geht möglicherweise auf eine Illustration in einem Band des fünfbändigen humoristischen Romanzyklus „Gargantua und Pantagruel“ (1532-1564) des französischen Schriftstellers und Humanisten Francois Rabelais (ca. 1494-1553) zurück. Bemerkenswerterweise ist das markante Erkennungszeichen des amerikanischen Performance-Künstlers und Aktivisten für Anachronismus Vermin Love Supreme (*1961) der auf dem Kopf getragene große Stiefel. Jedenfalls sollte man angesichts von Krisen nicht “den alten Stiefel weitermachen…”

Mit Michael Rief

Fotos im Anhang

Internationaler Museumstag
15.05.2022, 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Das Programm wird zeitnah auf unserer Website eingestellt:

Internationaler Museumstag 2022

Kuratorinführung
Sonntag, 22.05.2022, 12.00 Uhr
Trinitarische Pietà
Mit Dr. Dagmar Preising

Anmeldung erforderlich unter: museumsdienst@mail.aachen.de oder
Tel.: 0241 432-4998

Öffentliche Themenführungen / Dauerausstellung
Museumseintritt zzgl. Führung 2,00 Euro
Treffpunkt Museumskasse

Sonntag, 01.05.2022 15.00 Uhr:
„Das Suermondt Ludwig Museum – Vom Wohnpalast zum Kunstpalast:
ein Spaziergang durch Raum und Zeit“
Mit Julia-Anna Preisler

Samstag, 07.05.2022 15.00 Uhr:
„Das Stillleben als eigenständige Gattung“
Mit Veronika Grundei

Sonntag, 08.05.2022 12.00 Uhr:
„Schöner als die Wirklichkeit – Stillleben und ihre geheimen Botschaften“
Mit Sylvia Böhmer

Samstag, 14.05.2022 15.00 Uhr:
„Von der Farbsymbolik des Mittelalters zum Gestaltwert der Farbe in der Moderne“
Mit Dr. Gudrun Liegt-Raditschnigg

Sonntag, 15.05.2022 12.00 Uhr:
„Farbe – über Herstellung, Bedeutung und Entwicklung“
Mit Kathrin Philipp-Jeiter

Samstag, 21.05.2022 15.00 Uhr:
„Von Angesicht zu Angesicht – Portraitmalerei vom 16. bis zum 20. Jahrhundert“
Mit Alexandra Simon-Tönges

Samstag, 28.05.2022 12.00 Uhr:
„Die Asservatenkammer: Fälschung, Täuschung, Upcycling“
Mit Juliane Becker

Sonntag, 29.05.2022 12.00 Uhr:
„Das Suermondt Ludwig Museum – Vom Wohnpalast zum Kunstpalast:
ein Spaziergang durch Raum und Zeit“
Mit Julia-Anna Preisler

Öffentliche Senioren*innenführung / Dauerausstellung
Museumseintritt zzgl. Führung 2,00 Euro
Treffpunkt Museumskasse

Donnerstag, 19.05.2022 11.00 Uhr:
„Zeit im Bild. Ein Rundgang durch die Epochen“
Mit Dr. Gudrun Liegl-Raditschnigg

Digitale Führung
Skulptur, Malerei und Kunsthandwerk: Ein Museumsbesuch von zuhause aus!
Via Zoom wird ein digitaler Rundgang durch die Räume des Museums angeboten: Raumansichten sowie Abbildungen ausgewählter Werke der Sammlung werden live in einer Zoom-Führung vorgestellt. Die Teilnehmenden können sich, wie in einer analogen Führung auch, aktiv durch Beiträge und Fragen beteiligen.

Donnerstags, 18.00 Uhr

05.05.2022 mit Alexandra Simon-Tönges
12.05.2022 mit Juliane Becker
19.05.2022 mit Lydia Konnegen
26.05.2022 wegen Feiertag keine digitale Führung

Die öffentlichen digitalen Führungen finden via Zoom statt. Der benötigte Einwahllink wird Ihnen nach der Anmeldung zugeschickt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung erbeten unter:
Museumsdienst Aachen
Tel. 0241/432-4998
oder: museumsdienst@mail.aachen.de

Servicezeiten:
Dienstag, Donnerstag u. Freitag
09:00 – 14:00 Uhr
Mittwoch
09:00 – 12:00 Uhr
14:00 – 17:00 Uhr

SERVICE:
Suermondt-Ludwig-Museum
Wilhelmstr. 18, 52070 Aachen
Tel.: +49 241 47980-40
Fax: +49 241 37075
info@suermondt-ludwig-museum.de
www.suermondt-ludwig-museum.de

Das Suermondt-Ludwig-Museum ist der „Salon“ der Aachener. In einem prachtvollen Stadtpalais aus dem 19. Jahrhundert sind kostbare Sammlungen untergebracht. Herausragend ist die mittelalterliche Skulpturensammlung, eine der bedeutendsten in Deutschland. Auch holländische Meister der Barockzeit sind hier exzellent vertreten. Dazu gibt es eine kleine, feine Sammlung von Gemälden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, ein Kupferstichkabinett und eine riesige Kollektion kunsthandwerklicher Stücke.

 


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Foto: Stadt Aachen


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Details

Beginn:
01.05.2022
Ende:
31.05.2022
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Suermondt-Ludwig-Museum
Wilhelmstraße 18
Aachen, 52070 Deutschland
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