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Suermondt-Ludwig-Museum Aachen im Dezember 2021

01.12.2021 - 09.01.2022

Suermondt-Ludwig-Museum

Suermondt-Ludwig-Museum Aachen im Dezember 2021

Im Suermondt-Ludwig-Museum finden im November aus organisatorischen Gründen keine öffentlichen Führungen mehr statt.

Aus Wachs, Wolle, Holz und Textil: Die Tiroler Weihnachtskrippe

05.12.21 09.01.2022

Eröffnung: So, 5.12. um 11 Uhr

Kaminraum

 

1908 erwarb das Suermondt-Museum aus dem Kunsthandel eine große, in der Gegend um Innsbruck entstandene Kirchenkrippe mit 130 Figuren. Die menschlichen Figuren und Engel sind in der Regel etwa 34 cm hoch und bestehen aus Wachsköpfen mit eingesetzten Glasaugen und Perücken aus Flachs oder Wolle sowie textiler Bekleidung über einem Holz- und Drahtgestell mit geschnitzten Händen. Die Tiere sind in Holz geschnitten und bunt bemalt. Galt die Krippe bei Ankauf noch als Werk des frühen 18. Jahrhunderts, so stellte sich bei der Bearbeitung heraus, dass es sich um Produkte des „Kirchenbarocks“ handelt, das sich unter Weiterführung von Spätbarockformen weit bis in das 19. Jh. erstreckt. Zwei Soldaten mit zeittypischen     hohen Stehkrägen und charakteristischen, 1798 eingeführten und bis etwa 1808 gebräuchlichen Kammhelmen der österreichischen Infanterie, die in den zahlreichen Bürger-Corps der Napoleonischen Kriege noch einige Jahre weiter getragen wurden, gestatten es, die Statuetten auf die Zeit um 1800-1820 zu datieren.

In Krippen fanden während der Nutzungsdauer immer wieder auch Figuren und Architekturteile aus anderen Zusammenhängen Eingang. Die Schafe sind charakteristische Werke von der Hand des Johann Kleisner (vulgo Plätz, 1814-1885), aus Zirl, Ochs, Esel und Hund entstanden möglicherweise im Grödnertal. In unserem Fall wurde auch ein gemalter orientalischer Landschaftshintergrund (Johann Leitl 1775-1863 in Thaur?) integriert, der eigentlich nicht zum alpinen Erscheinungsbild der Figuren (Hirten in Tiroler Tracht) passt. Hinzu kamen noch holzgeschnitzte Hirten unbekannten Ursprungs und sogar drei neapolitanische Figuren (nicht mit ausgestellt). Die meisten Bestandteile stammen möglicherweise aus der 1888 verkauften Krippe der Pfarrkirche Zirl.

Die Krippen in Kirchen und Privathäusern wurden und werden vor Weihnachten aufgestellt, am 6. Januar um die Hl. Könige mit ihrem prächtigen Gefolge vermehrt und am 2. Februar („Mariä Lichtmess“) komplett abgebaut.

 

Weihnachtskrippe, Kernbestand um 1800-1820, spätere Zugänge, Innsbrucker Umland (vermutlich Zirl/Thaur). Erworben 1908 von Gebhard Sagmeister, Bregenz, Inv.Nr. GK 1503 und KK 1503. Die Krippe, die in der Vergangenheit in der Domschatzkammer aufgebaut war, soll ab jetzt jedes Jahr im SLM zu sehen sein.

 

Die Besichtigung der Krippe ist kostenlos.

 

 

Kunstpause

Ein Werk in 15 Minuten

Dienstags von 13.00 – 13.15 Uhr

Lust auf Abwechslung in der Mittagspause und neue Bekanntschaften? Dann machen Sie doch eine Kunstpause im Suermondt-Ludwig-Museum.

Dort erwartet Sie ein Speed-Dating der besonderen Art: In nur 15 Minuten lernen Sie ein Meisterwerk der Kunstgeschichte kennen.

@suermondtludwig auf Facebook und Instagram

 

Di, 07.12., 13.00 – 13.15 Uhr

Apotheose des heiligen Nikolaus, 1740

Unbekannter Maler

Öl auf Leinwand

 

Sein Name ist Kult: Heiliger Nikolaus. Er zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligen unserer Zeit. Mit 19 Jahren erhielt er die Priesterweihe, wurde später zum Bischof von Myra ernannt. Seine entwendeten Gebeine wurden von Piraten 1087 nach Bari gebracht, wo eine Grabeskirche zur weiteren Verehrung errichtet wurde. Im Jahr 1222 sprach man ihn beim Konzil in Oxford heilig.

Jedes Jahr am 6. Dezember kommt die Erinnerung an ihn zurück, wenn er seine legendären Hausbesuche macht, für die Kinder traditionell ihre Schuhe und Stiefel freiwillig putzen, um morgens mit Süßigkeiten belohnt zu werden. Doch woher kommen Stiefelbrauch und Nikolaus-Kult, und was für ein Mensch war er überhaupt? Denn eines ist sicher: Es gab ihn wirklich, den heiligen Nikolaus!

Mit Sarvenaz Ayooghi

 

 

 

di, 14.12., 13.00 – 13.15 Uhr

Jusepe de Ribera (1591-1652)

Anbetung der Hirten, 1629

Öl auf Leinwand

 

Einige Werke in den Sammlungen des Suermondt-Ludwig-Museums stammen aus dem mediterranen Bereich, so die großformatige Anbetung der Hirten des Spaniers Ribera, der frühzeitig nach Italien ging und sich in Neapel niederließ. Dort orientierte er sich an den Werken Caravaggios, die sich durch eine neuartige realistische Bildgestaltung und Hell-Dunkel-Effekte auszeichnen. So wurde Ribera zum bedeutendsten Naturalisten der Neapolitanischen Malerschule, ein Aspekt, der sich insbesondere in den Physiognomien der sechs Hirten widerspiegelt. Die kontrastreiche Lichtregie Riberas diente der Emotionalisierung des Betrachtenden, und das jugendliche Aussehen des Joseph entsprach den bildpropagandistischen Überlegungen der mit dem Konzil von Trient (1545-63) eingeleiteten Katholischen Reform.

Mit Dr. Dagmar Preising

 

 

 

 

Di, 21.12., 13.00 – 13.15 Uhr

Weihnachtskrippe (siehe auch längerer Text oben)

Kernbestand um 1800-1820, spätere Zugänge, Innsbrucker Umland

(vermutlich Zirl/ Thaur), erworben 1908 von Gebhard     Sagmeister, Bregenz

 

Gehma Krippele schaugn!

Von Italien ausgehend verbreitete sich seit dem späten Mittelalter der Brauch, mit Figuren die Weihnachtsgeschichte nachzustellen und entsprechend auszuschmücken. In Tirol hat die Präsentation der Weihnachtskrippe noch große Tradition. Nicht nur in Kirchen, sondern auch in Privathaushalten werden jedes Jahr Krippenberge mit einer Vielzahl von Statuetten belebt. Nachbarn besuchen sich gegenseitig unter der Aufforderung „Gehma Krippele schaugn!“, um sich die aufgebaute und jährlich leicht variierte oder erweiterte Szene anzusehen und mit den jeweiligen stolzen Besitzern bei einem „Kaschteler“ (im Wandschrank aufbewahrter selbstgebrannter Obstschnaps) fachzusimpeln über die Krippe und den Hochprozentigen. Die 130 Figuren umfassende Tiroler Weihnachtskrippe des Suermondt-Ludwig-Museum aus der Biedermeierzeit (ca. 1800-1820) besteht aus ca. 34 cm hohen Figuren, die Wachsköpfe mit eingesetzten Glasaugen und Wolle bzw. Hanffasern als Haare aufweisen. Die den Körper bildenden Holz- und Drahtgestelle sind mit textilen Gewändern „ummantelt“. Geschnitzte Tiere (Schafe, Ziegenbock, Hund, Esel, Ochs, Bär, Wolf, Gämsen, Elefant, Kamel), Gebäudeteile und ein gemalter Landschaftshintergrund vervollständigen das Diorama. Die Kirchenkrippe ist im Innsbrucker Umland (Axams, Zirl usw.) entstanden, möglicherweise ist sie mit der 1888 aus der Pfarrkirche Zirl verkauften identisch.

Mit Michael Rief

 

 

Highlights der Sammlung/Die Neuinszenierung der Sammlung

Öffentliche Führungen in der Dauerausstellung

jeweils Samstag, 15.00 Uhr: 4. Dezember /11. Dezember/18. Dezember

und Sonntag 12.00 Uhr: 5. Dezember/12. Dezember/19. Dezember und 26. Dezember

Dauer: 1 Stunde

Preis: € 2,00 zzgl. Museumseintritt

 

 

 

Familienangebot zur Weihnachtszeit

„Auf zur Krippe!“

Hirten, Engel und Könige; Dromedare, Elefant und Esel

 

Das SLM zeigt ab dem 5. Dezember bis zum 9. Januar 2022 im Kaminzimmer eine besondere Figuren-Krippe: In einer hügeligen Landschaft mit vielen Miniaturbauwerken tummeln sich die Figuren der Weihnachtsgeschichte. 130 Figuren sind auf dem Weg zu Maria, Josef und dem Jesuskind. Sie sind aus Holz, Draht, Wachs und Filz geformt und tragen teilweise aufwändige Trachten und Gewänder. Diese „Tiroler Krippe“ wird in einer halbstündigen Führung vorgestellt, im Anschluss daran gibt es ein einstündiges Kreativangebot.

Das Familienangebot richtet sich an Grundschulkinder und ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel.

 

Termine

So, 12.12.2021 / 11 Uhr

So, 19.12.2021 / 11 Uhr

So, 26.12.2021 / 11 Uhr

So, 02.01.2022 / 11 Uhr

So, 09.01.2022 / 11 Uhr

 

Preis:

3,00 Euro p.P.

 

Fotos im Anhang / Die Krippenfotos stammen von Andreas Steindl.

 

Bitte informieren Sie sich auf http://suermondt-ludwig-museum.de/besuch/besucherinformation/ zum jeweils aktuellen Stand der Corona-Regeln.

 

SERVICE:

Suermondt-Ludwig-Museum

Wilhelmstr. 18, 52070 Aachen

Tel.: +49 241 47980-40

Fax: +49 241 37075

info@suermondt-ludwig-museum.de

www.suermondt-ludwig-museum.de

 

Das Suermondt-Ludwig-Museum ist der „Salon“ der Aachener. In einem prachtvollen Stadtpalais aus dem 19. Jahrhundert sind kostbare Sammlungen untergebracht. Herausragend ist die mittelalterliche Skulpturensammlung, eine der bedeutendsten in Deutschland. Auch holländische Meister der Barockzeit sind hier exzellent vertreten. Dazu gibt es eine kleine, feine Sammlung von Gemälden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, ein Kupferstichkabinett und eine riesige Kollektion kunsthandwerklicher Stücke.

 


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Foto: Stadt Aachen


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Details

Beginn:
01.12.2021
Ende:
09.01.2022
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Suermondt-Ludwig-Museum
Wilhelmstraße 18
Aachen, 52070 Deutschland
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