Karlspreis-Rahmenprogramm in Aachen 2022

Ein umfangreiches Rahmenprogramm soll die Aachener*innen auf den Karlspreis 2022 einstimmen

(v.l.n.r.) Olaf Müller, Leiter des städtischen Kulturbetriebs, Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, Bernd Vincken, Geschäftsführer der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen, sowie die städtische Protokollchefin Claudia Wellen-Spix, stellten das Programm zur Karlspreisverleihung 2022 vor.

  • Mit dem Rahmenprogramm werden die Bürgerinnen eingeladen, gemeinsam mit den Karlspreis-Verantwortlichen und zahlreichen renommierten Referentinnen über die Zukunft Europas und die großen Herausforderungen dieser Zeit zu diskutieren.
  • Noch vor dem Beginn des Veranstaltungsprogramms in Aachen wird eine Karlspreis-Delegation gemeinsam mit den Preisträgerinnen zu politischen Gesprächen über die Situation in Osteuropa in Berlin sein und dort unter anderem mit Staatsministerin Claudia Roth, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und den Vorsitzenden der großen Bundestagsfraktionen zusammentreffen.
  • Es umfasst rund 40 Veranstaltungen, Projekte und Auftritte aus unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel Ausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen, Workshops, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Lesungen und Preisverleihungen.

22.4.2022: Am Himmelfahrtstag, 26. Mai, werden die belarussischen führenden politischen Aktivistinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Die Festrede hält Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. Wie in den Jahren zuvor haben die Stadt Aachen und die Karlspreisstiftung im Vorfeld der Auszeichnung wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm zusammengestellt, das auf die Verleihung des Karlspreises vorbereiten soll. Dieses Programm stellte heute (22. April) der Vorsitzende des Karlspreisdirektorium, Dr. Jürgen Linden, in einem Pressegespräch im Haus Löwenstein vor.

Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo erhalten den Karlspreis für ihren mutigen und ermutigenden Einsatz gegen die brutale staatliche Willkür, Folter, Unterdrückung und die Verletzung elementarer Menschenrechte. Es ist eine Wahl des Aufbruchs, denn die drei treten für das ein, was den Kern des europäischen Projekts ausmacht: Menschenrechte, Frieden und Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Solidarität. Mit dem Rahmenprogramm werden die Bürgerinnen eingeladen, gemeinsam mit den Karlspreis-Verantwortlichen und zahlreichen renommierten Referentinnen über die Zukunft Europas und die großen Herausforderungen zu dieser Zeit zu diskutieren. Die Veranstaltungen knüpfen wie üblich an Persönlichkeit und Wirken der Preisträgerinnen an. Wichtige Themen, die auch bei ihrer Wahl und in der Begründung des Direktoriums eine zentrale Rolle gespielt haben, werden aufgegriffen; Themenschwerpunkt ist vor allem die aktuelle Situation in Osteuropa.

Fester Bestandteil des Karlspreises

Das Rahmenprogramm zur Karlspreisverleihung gehört seit 1991 zum festen Bestandteil des Karlspreises. Seitdem wurden bislang über 1000 Programmpunkte konzipiert und umgesetzt, unter anderem zu den Staaten: (damalige) Tschechoslowakei, Frankreich, Spanien, Norwegen, Österreich, Niederlande, Polen, Großbritannien, USA, Ungarn, Vatikan, Irland, Italien, Luxemburg, Litauen, Belgien, Portugal, Rumänien und Deutschland.

Noch vor dem Beginn des Veranstaltungsprogramms in Aachen wird eine Karlspreis-Delegation gemeinsam mit den Preisträgerinnen am 25./26. April zu politischen Gesprächen über die Situation in Osteuropa in Berlin sein und dort unter anderem mit Staatsministerin Claudia Roth, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und den Vorsitzenden der großen Bundestagsfraktionen zusammentreffen.

Das aktuelle Programm beginnt am Dienstag, 26. April, und endet am 29. Mai. Es umfasst rund 40 Veranstaltungen, Projekte und Auftritte aus unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel Ausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen, Workshops, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Lesungen und Preisverleihungen. Zahlreiche Veranstaltungen finden dieses Jahr in digitaler Form statt und bieten somit einem Publikum in der Region und weit darüber hinaus die Möglichkeit, an dem vielfältigen Programm teilzunehmen.

Zum Umdenken gezwungen

Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch, dass der aktuelle Karlspreis ein ganz besonderer Karlspreis sei, der direkt unter dem Einfluss und unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine stehe. „Was wir dort momentan erleben, zwingt uns zum Umdenken und lässt den Krieg und seine ‚gute Kehrseite‘, den Frieden, in den Mittelpunkt des gesamten Karlspreises und damit auch des Rahmenprogramms rücken.“

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen erklärte in einem Statement, dass ihr beim diesjährigen Rahmenprogramm vor allem die Veranstaltung mit Pulse of Europe am Herzen liege. Sie sagte: „In Anlehnung an das Bürgerbeteiligungsformat „Europäische Hausparlamente“ wird den Bürgerinnen und Bürgern Aachens hier eine Stimme verliehen, um gemeinsam Wege für ein friedliches und geeintes Europa zu entwickeln. Die offenen Gesprächsrunden sind ein deutliches Zeichen für ein offenes dialogisches Europa. Auch in Belarus sind diese Stimmen laut geworden – ihnen haben vor allem Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo ein Gesicht gegeben. Ihr Einsatz für Demokratie, Freiheit und Recht beeindruckt mich bis heute.“

Europäischer Karlspreis für die Jugend

Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises wird am 24. Mai bereits zum 15. Mal der Europäische Karlspreis für die Jugend vergeben, der mit insgesamt 15.000 Euro dotiert ist. Im Rahmen des zuvor vom Europäischen Parlament und der Karlspreisstiftung ausgeschriebenen Wettbewerbs haben sich hunderte Jugendliche aus allen Mitgliedsländern der EU mit der Rekordzahl von über 460 Projekten, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen, für die Auszeichnung beworben. Die Preisverleihung wird von hochrangigen Repräsentant*innen des Europäischen Parlaments und des Internationalen Karlspreises zu Aachen vorgenommen

Die Karlspreisträgerinnen 2022 an der RWTH Aachen Im Hörsaalzentrum der RWTH werden die designierten Karlspreisträgerinnen am 25. Mai über die aktuelle Situation in Belarus und Osteuropa sprechen und diskutieren. Gerade diese lebhaften Gespräche insbesondere mit den Studierenden sind vielen Karlspreisträgerinnen und Karlspreisträgern sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Karlspreis LIVE

Das große Open-Air-Event auf dem Katschhof zählt zu den festen Traditionen des Rahmenprogramms. Nach Corona-bedingter Aussetzung der üblichen Aktivitäten werden die Besucher*innen diesmal wieder zu einem vielfältigen Programm rund um die Preisverleihung eingeladen. Putins Krieg gegen das ukrainische Volk, seine brutalen Angriffe gegen ein friedliches Land, unschuldige Menschen, die Souveränität eines Staates und sein Angriff auch auf die europäischen Werte sowie Lukaschenkos schamlose Unterstützung, die Beihilfe zum Überfall auf die Ukraine, die Unterdrückung des belarussischen Volkes und die Verachtung von Recht und Humanität haben die Karlspreis-Verantwortlichen dazu veranlasst, den Internationalen Karlspreis 2022 als Aufruf der Europäer für Frieden, Freiheit, Demokratie und Recht zu gestalten. Dies spiegelt sich insbesondere auch in den Aktivitäten auf dem Katschhof wider.

Zeichen der unverbrüchlichen Gemeinschaft Europas

Auch bei Karlspreis LIVE steht vor allem die politische Botschaft im Mittelpunkt, den Karlspreis als Zeichen der unverbrüchlichen Gemeinschaft Europas zu begehen. So finden bereits am Mittwochnachmittag Gespräche mit prominenten Gästen des Karlspreises statt. Ab 15.30 Uhr stimmt die Ukrainerin Tamara Lukasheva musikalisch auf die Preisverleihung ein. Weitere Auftritte folgen. Die Schauspielerin Annette Schmidt und Jochen Deuticke lesen Texte und Gedichte belarussischer Autoren, aber auch Aufzeichnungen und Erfahrungsberichte von Akteuren der belarussischen Freiheitsbewegung, bevor sich ab 19 Uhr die Jugendkarlspreisträgerinnen und die designierten Karlspreisträgerinnen 2022, Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und – stellvertretend für ihre inhaftierte Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich, der Öffentlichkeit vorstellen. Zum Abschluss spielt ab 20 Uhr der belarussische Musiker Lavon Volski.

Am Christi Himmelfahrtstag folgt nach der Preisverleihung eine politische Kundgebung, auf der hochrangige politische Repräsentanten gemeinsam mit den Preisträgerinnen ein generationsübergreifendes Zeichen des Vereinten Europas für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte setzen.

Hinweise zur Teilnahme

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Rahmenprogramms eingeladen. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutzregeln, im Einzelfall auch ergänzende Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Der Karlspreis online

Alle Termine des Karlspreisrahmenprogramms findet man digital unter www.aachen.de/karlspreis und www.karlspreis.de sowie ab sofort in Form einer gedruckten Broschüre an den üblichen Auslagestellen in der Stadt.

Darüber hinaus finden Sie den Karlspreis auch auf den folgenden Social-Media-Kanälen:

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(v.l.n.r.) Olaf Müller, Leiter des städtischen Kulturbetriebs, Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, Bernd Vincken, Geschäftsführer der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen, sowie die städtische Protokollchefin Claudia Wellen-Spix, stellten das Programm zur Karlspreisverleihung 2022 vor.


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