Büchel: Bagger rücken am Büchel an

Parkhaus Büchel: Der Abrissbagger steht bereit

22.10.2021: Die Arbeiten bei den Abrissarbeiten am Büchel sind schon weit fortgeschritten.

21.9.2021: Parkhaus Büchel: Der Abrissbagger steht bereit

  • Der Longfrontbagger ist vor Ort und soll nächste Woche mit dem Abriss beginnen.
  • Die Sicherungsarbeiten an benachbarten Bestandsgebäuden laufen noch, führen aber nicht mehr zu Behinderungen.
  • Die neu entstehende Freifläche wird ab Frühjahr mit der „ZwischenZeit“ bespielt.
Inhalt

21.9.2021: Den Beschluss zum Abriss des Büchel-Parkhauses gab es bereits 1989. Anders als die Mauer zwischen BRD und DDR fallen die Mauern des zentralen Innenstadt-Parkhauses aber erst mehr als dreißig Jahre später, so spät dass viele Aachener*innen schon nicht mehr an den Fall dieser Mauern geglaubt haben. Doch nun steht der Longfrontbagger – so der Fachbegriff für das eingesetzte Spezialgerät – vor Ort. Über Nacht wurde er mit einem Schwertransporter zum Büchel gefahren. In den nächsten Wochen soll er sich durch die Betonstruktur des Parkhauses hindurcharbeiten. Ein kleiner Wermutstropfen ist dabei: Der tonnenschwere Greifer, mit dessen Hilfe das Bauwerk Stück für Stück abgeknabbert werden soll, ist heute nicht mitgeliefert worden. Das Unternehmen hat aber zugesagt, den Bagger nächste Woche zum Einsatz zu bringen.

Vorgestellt haben die nächsten Schritte mit großer Freude am Dienstagmorgen, 21. September, in prominenter Besetzung Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Baudezernentin Frauke Burgdorff, SEGA-Geschäftsführer Christoph Vogt, der Vorsitzende des SEGA-Aufsichtsrats Marc Beus und der Leiter des Gebäudemanagements Klaus Schavan.

Sibylle Keupen und Frauke Burgdorff wiesen gemeinsam darauf hin, dass der nächste, spürbare Schritt zum „neuen Stück Stadt“ auf dem besten Weg sei. Basis ist ein Konzept, das unter dem Namen „Wiese“ weniger auf Bebauung als auf freie Flächen setzt. „Ich möchte mich jetzt schon insbesondere bei den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Gewerbetreibenden im Umfeld der Baustelle bedanken. Sie haben den Abbruch bisher mit bewundernswerter Geduld ertragen!“, so die Oberbürgermeisterin. Jetzt gelte es, noch eine Zeit lang durchzuhalten, denn die Aussichten seien motivierend. „Ich freue mich schon auf den Start der ZwischenZeit Büchel! In den nächsten Jahren wird dieser Ort hier von verschiedenen Initiativen und Vereinen wie auch den Hochschulen gestaltet und bespielt werden. Das bringt wieder Leben an den Büchel“. Da ist sich die Oberbürgermeisterin sicher.

Das Gebäude ist bereits perfekt für den Abriss vorbereitet. Die Einbauten sind aus dem Parkhaus entfernt, Schadstoffe fachgerecht ausgebaut und entsorgt, letzte Sicherungsarbeiten an benachbarten Bestandsgebäuden laufen noch, stören aber das schwere Abbruchgerät bei seiner Arbeit nicht und können voraussichtlich so rechtzeitig abgeschlossen werden, dass sie den weiteren Bauablauf nicht mehr behindern.

Marc Beus, Lokalpolitiker und Aufsichtsratsvorsitzender der Städtischen Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA), die den Auftrag hat, das Altstadtquartier Büchel zu entwickeln, ergänzt unterstützend: „Das Ergebnis langer Jahre der Diskussion um den Büchel wird jetzt erstmals vor Ort deutlich sichtbar: Das ungeliebte Parkhaus verschwindet!“ Beus, von Beruf selbst Architekt, ist Realist. „Die Aufgabe, den Beton aus der Innenstadt herauszubekommen, steht uns noch bevor, aber“, davon ist Beus überzeugt, „mit dem Engagement und dem Durchhaltewillen, mit dem alle Beteiligten die Bauarbeiten bislang begleitet haben, schaffen wir den Rest auch noch.“

Neben den zeitaufwendigen Entkernungsarbeiten besteht eine der weiteren anspruchsvollen Maßnahmen in der baulichen Trennung des Parkhauses von unmittelbar angrenzenden Nachbargebäuden. Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen, und von der SEGA mit der Steuerung der Abbrucharbeiten beauftragt, ist zufrieden. Mit einer Umstellung des Bauablaufs konnte Zeit für die Ertüchtigung schadhafter Bauteile an den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden Büchel 41 und Nikolausstraße 17 gewonnen werden. „Mit der parallel zum Abbruch kurzfristig geplanten und umgesetzten Ertüchtigung der Bestandsgebäude gelingt uns gerade ein kleines Kunststück“, so Schavan. „Derzeit lassen wir schadhafte Fugen und Steine an der Rückwand der Nikolausstraße 17 von Fachfirmen, begleitet von Fachingenieuren, ausbessern und ersetzen, damit hier wieder dauerhaft Standsicherheit gegeben ist.“ Der Bagger wird sich nun – anders als zunächst geplant – von der Mitte aus zunächst nach rechts und später nach links in das Parkhaus hineinarbeiten. Eine mögliche Staubentwicklung wird durch den Einsatz von Wasserkanonen reduziert. Nach dem Abbruch folgt dann noch die Herstellung einer funktionsfähigen Entwässerung der Fläche und die Verfüllung der Baugrube, bevor dann – etwas später – die neu gewonnenen Freiflächen für die Nutzung in der ZwischenZeit Büchel hergerichtet werden.

Christoph Vogt, Geschäftsführer der SEGA blickte dabei schon weiter nach vorne: „Der Abbruch ist ja nur ein erster – wenngleich wichtiger – baulicher Schritt hin zum neuen Altstadtquartier Büchel.“ Diese Sicht ist verständlich, denn seine Aufgabe und die seines SEGA-Teams ist es, die endgültige Planung voranzutreiben. „Die Planer für die Konkretisierung des städtebaulichen Konzeptes mit dem Schwerpunkt einer öffentlichen Freifläche sind beauftragt, und die Koordination mit den vielen beteiligten Stellen der Verwaltung läuft sehr zielorientiert. Damit sind wir jetzt so weit, dass die SEGA bald wieder auf die Stadtmacher*innen, also diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Vergangenheit mit Ideen und eigenen Plänen eingebracht haben, zugehen und sie in die nächsten Schritte einbinden kann.“

Im Frühjahr wird es dann so weit sein: Die Stadt gewinnt eine neue Freifläche. Das Projekt Altstadtquartier Büchel und schon der Abbruch des Parkhauses wird gefördert aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Aktuelle Nachrichten und Entwicklungen rund um den Büchel gibt es jederzeit auf www.buechel-aachen.de.


“Unsere Rendite ist das Quartier” Wie die Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen ihre Immobilien bewirtschaftet

26.5.2021: „Einen Mehrwert für das Quartier schaffen und Veränderungen sichtbar machen, das sind die Ziele, die die Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA) von Anfang an im Blick hatte“ so der Geschäftsführer der SEGA, Christoph Vogt. Nach diesem Motto handelt die Entwicklungsgesellschaft nicht nur bei der Entwicklung des neuen Altstadtquartiers am Büchel, sondern auch bei der Bewirtschaftung ihrer Immobilien. Gleich auf mehreren Ebenen übernimmt die SEGA als Eigentümerin von acht Immobilien, neben dem Büchel-Parkhaus, Verantwortung für die Entwicklung im Quartier und möchte so auch gutes Beispiel für andere Eigentümer*innen sein. Im Oktober 2020 ist die SEGA am Büchel in die eigenen Räume in der Mefferdatisstraße 16-18 eingezogen und wirkt von hier aus ins Quartier. „Durch die Nutzung der eigenen Räumlichkeiten sind wir direkt vor Ort ansprechbar und sparen zudem die Miete für extern angemietete Büroräume“ so Vogt weiter.

Möglichkeitsräume für Kreativität schaffen

Die Veränderungen an vielen Stellen sichtbar zu machen, gelingt durch die Mitgestaltung von Zwischennutzungen und durch künstlerische Interventionen. Im leeren Parkhaus gab es auch nach der Schließung noch Leben. Es diente außer für das sehr erfolgreiche Graffiti-Event “Parking:Art” auch als Ort für kleinere Veranstaltungen und als Kulisse für ein Tanzvideo. “Wir hatten im Parkhaus noch viel mehr vor – leider ist uns die Pandemie dazwischengekommen“ bedauert der SEGA-Geschäftsführer. In den beiden leeren Gebäuden der SEGA in der Antoniusstraße, gab es dafür zusätzlich temporär Kunst zu bestaunen und zu kaufen.

Pionier*innen der Stadtgestaltung in der Mefferdatisstraße – die “Meffis”

In vier bislang leerstehenden Erdgeschoss-Ladenlokalen in der Mefferdatisstraße 14-16 entstehen ein Coworking-Bereich, ein Makerspace mit Atelier und Werkstatt, eine Café-Bar und eine Kleinkunstbühne. Entwickelt wird dieser Stützpunkt für Begegnung, gesellschaftliches Engagement und kreative Entfaltung von den „Meffis“, einem Zusammenschluss von zivilgesellschaftlichen Organisationen und studentischen Initiativen, bestehend aus über 130 aktiven Personen. Die „Meffis“ sehen sich als Pioniere, die zusammen mit Stadt, Hochschule und SEGA die ersten Schritte ins neue Altstadtquartier Büchel gehen. Einen lebendigen Eindruck hierzu finden Sie im gerade erschienenen Film von CreativeNRW unter https://www.creative.nrw.de/news/artikel/die-gamechanger-4-designmetropole-aachen.html „Die Mefferdatisstraße ist genau der richtige Ort für unsere Büchelpioniere. Das sieht auch der SEGA-Aufsichtsrat so. Dessen Mitglieder mussten nicht lange überzeugt werden“ sagt Marc Beus, der Vorsitzende des SEGA-Aufsichtsrats. „Im Gremium waren wir, quer durch alle hier vertretenen Parteien, schnell der Meinung, dass hier die richtigen Kräfte ans Werk kommen, die von Anfang an positive Ausstrahlung und den Schwung der Erneuerung ins Quartier bringen“ bestätigt Beus.Damit das Ganze für die Pionier*innen finanziell zu stemmen ist, stellt die SEGA diese Räume für eine reduzierte Miete zur Verfügung. Die „Meffis“ werden durch die Anrechnung von sogenannten „Viertel Stunden“ Leistungen für das Gemeinwohl im Viertel erbringen, die gemeinsam mit der SEGA definiert werden. „Als städtische Gesellschaft, die sich zum einen mit Steuermitteln finanziert und zum anderen im Sinne des Gemeinwohls agiert, müssen und wollen wir uns dabei natürlich wirtschaftlich verhalten. In meinen Augen steht das aber nicht im Widerspruch dazu, die Bestandsgebäude mit Nutzungen zu belegen, die temporär weniger Mieterträge einbringen – insbesondere, wenn reguläre Vermietungsbemühungen ohne Erfolg blieben. Da wir als Gesellschaft auch insbesondere die Entwicklung des gesamten Quartiers und die Interessen aller Anlieger im Blick haben, sind wir überzeugt davon, dass es niemandem nützt, wenn die Einheiten wegen der Hoffnung auf bessere Mieten leer stehen und trotz laufender Fixkosten keinerlei Mieten einbringen, das Stadtbild eventuell sogar negativ beeinträchtigen“, ergänzt Christoph Guth, Prokurist der SEGA und verantwortlich für kaufmännische und administrative Angelegenheiten. Letztlich verhalte man sich durch die Vermeidung von Leerstand, auch auf unkonventionellem Wege wirtschaftlicher. „Das ist im Grunde auch jedem Immobilieneigentümer klar, wir wollen aber das Sankt-Florians-Prinzip hier am Büchel unterbrechen und einen Anfangspunkt setzen“, pflichten Beus und Vogt ihm bei.


Parkhaus-Abriss: SEGA-Hotline für Bürger*innen am Büchel 

22.5.2021: Die Abrissarbeiten am Büchel nehmen Fahrt auf. Im und rund ums alte Parkhaus herrscht schon seit einigen Wochen geschäftiges Treiben. Das kann bereits aktuell wie auch in den kommenden Wochen und Monaten zu Einschränkungen und Lärmbelästigungen für die Menschen vor Ort führen.
Die Städtische Entwicklungsgesellschaft SEGA hat daher insbesondere für die Anwohner*innen am Büchel, aber auch für alle anderen Bürger*innen, die womöglich durch die Arbeiten betroffen sind, Kontaktmöglichkeiten eingerichtet. „Wir haben stets ein offenes Ohr für unsere Nachbarn am Büchel und wollen auch dann gemeinsam Lösungen finden, wenn es vielleicht einmal rund um den Parkhaus-Abriss knirscht“, verspricht SEGA-Geschäftsführer Christoph Vogt.
Infos zum Altstadtquartier Büchel und Kontaktmöglichkeiten finden Sie jederzeit unter www.buechel-aachen.de. Außerdem hat die SEGA eine Telefonhotline eingerichtet. Jeden Donnerstag sind die Mitarbeiter*innen der SEGA von 16 bis 18 Uhr über 0241/942605-29 persönlich erreichbar.


Bagger rücken bald am Büchel an: Das marode Parkhaus wird nun Stück für Stück „abgeknabbert“

12.5.2021: Am Büchel kommt in den nächsten Wochen modernstes Gerät zum Einsatz, um die stolze Menge von 25.000 Tonnen Beton und Stahl Stück für Stück „abzuknabbern“. Alle Aufträge an die Spezialfirmen sind mittlerweile erteilt, die Entkernungsarbeiten haben bereits begonnen, bevor voraussichtlich Mitte Juni die großen Bagger anrücken.

  • Meilenstein für Aachen: Nach jahrzehntelangen Diskussionen beginnen die Abrissarbeiten des alten Parkhauses im Herzen der City, um Platz für ein neues Stück Stadt mit viel Grün und Aufenthaltsqualität zu schaffen.
  • Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen verspürt Rückenwind für die Stadtentwicklung: „Der Büchel symbolisiert die Aufbruchstimmung in unserer Stadt.“
  • Die Abbrucharbeiten verursachen in den kommenden Wochen vor Ort Einschränkungen und Belastungen. Die federführende Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA) steht als Ansprechpartnerin für Anwohner*innen und Bürger*innen zur Verfügung.

Die Abrissbirne rollt an diesem Tag in einem unscheinbaren kleinen Holzkarren am Büchel an. Und sie – die ganz offiziell „Pyrus communis“ (Gallert`s Butterbirne) heißt – symbolisiert bereits die Zukunft des Altstadtquartiers. Denn „sie“ ist ein Baum und kein Bagger. Genauer gesagt: ein Birnbaum. Der grüne Aufschlag mit Augenzwinkern ist Teil der „Initiative Wanderbaum Aachen“, die am Büchel in diesen Tagen ihren Start feiert. Bei den Bauexperten hat die klassische Abrissbirne unterdessen längst ausgedient.

OBin Keupen: „Ein Meilenstein für Aachen.“

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen würdigte den offiziellen Start der Arbeiten im Rahmen eines Pressetermins am Mittwoch (12. Mai) als Meilenstein für die Aachener Innenstadtentwicklung: „Wir reißen ein Parkhaus ab und gestalten anschließend alle gemeinsam ein neues Stück Stadt. Was lange Zeit ein viel diskutierter Wunsch vieler Menschen war, wird nun endlich greifbare Realität! Der Büchel steht für die Aufbruchstimmung mitten in unserer Stadt. Hier werden wir zusammen mit vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern viel bewegen können und damit Impulse in die gesamte Innenstadt senden. Mit den wegweisenden politischen Entscheidungen zum Schwerpunkt „Wiese“ im Rücken bin ich zuversichtlich, dass das Altstadtquartier der Zukunft mit viel Grün und einer hohen Aufenthaltsqualität zu einer lebendigen grünen Mitte wächste..“ Die nun startenden Abrissarbeiten seien Auftakt für eine spannende Entwicklung im Herzen der Altstadt.

Stadtbaurätin Burgdorff: „Aachen erhält eine neue Adresse.“

Frauke Burgdorff, städtische Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität, sagt: „Ich freue mich außerordentlich, dass wir uns am Büchel geschlossen als Aachener Stadtgesellschaft, über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg und Dank des Engagements vieler Menschen innerhalb und außerhalb der Verwaltung auf diesen für die Stadt neuen kooperativen Weg ,Stadt machen am Büchel‘ begeben haben. Wir haben bis heute bereits eine ganze Menge erreicht: Wir haben die Zusage des Bundes, dass unser Büchel-Projekt über das Programm ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ mit bis zu 5,5 Millionen Euro gefördert wird. Wir blicken stolz auf eine fachlich auf höchstem Niveau abgelaufene Planungswerkstatt mit den außergewöhnlich qualifizierten Planungsbüros aus Deutschland zurück, die uns den Weg für die vor kurzem gefasste Leitentscheidung ‚Wiese‘ weist. Dieses städtebauliche Konzept arbeiten wir nun aus. ‚Wiese‘ steht natürlich für mehr Grün am Büchel, aber eben nicht nur: Der Begriff steht für attraktiven öffentlichen Raum im Herzen der Stadt, der jede und jeden künftig dazu einlädt, dort zu verweilen. Eine junge Adresse, die Freude macht.“

SEGA-Geschäftsführer Vogt: „Sind stets für die Bürger*innen ansprechbar“

Die Verantwortung für den Abriss und die künftige Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel liegt federführend in den Händen der Städtischen Entwicklungsgesellschaft (SEGA), die selbst mit ihrer Geschäftsstelle nur wenige Meter von der Baustelle entfernt in der Mefferdatisstraße beheimatet ist. SEGA-Geschäftsführer Christoph Vogt sagt: „Viele Monate der Vorbereitungen und Untersuchungen liegen hinter uns. Die Aufträge sind nun erteilt. Die Entkernungsarbeiten im Parkhaus laufen. Das alte Büchel-Parkhaus verschwindet aus dem Stadtbild und macht Platz für etwas Neues. Wir wissen: Die kommenden Wochen und Monate bringen besondere Belastungen für die Aachener Innenstadt und die Menschen, die in direkter Nähe zum Büchel leben und arbeiten.” Vogt versichert: “ Wir tun unser Bestes, um die Belastungen so gut wie möglich in einem erträglichen Rahmen zu halten.“ Und sollte es doch einmal an der ein oder anderen Stelle haken, sei die SEGA ansprechbar und habe ein offenes Ohr für alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Betroffene. Vogt: „Sprechen Sie uns an und lassen Sie uns – sollte es erforderlich sein – gemeinsam Lösungen finden.“ Voraussichtlich ab Herbst soll auf dem Gelände des ehemaligen Parkhauses dann die gut 5000 Quadratmeter große Freifläche hergerichtet werden, die als „ZwischenZeit Büchel“ ab Frühjahr 2022 temporär bespielt, als Aufenthaltsfläche genutzt und begärtnert werden kann. Die Planungen hierzu laufen von Seiten der SEGA bereits auf Hochtouren.

Modernes -Abbruchgerät kommt zum Einsatz

Damit Komplikationen so weit wie möglich ausgeschlossen werden können, sind in den vergangenen zwei Jahren intensive Untersuchungen und Planungen erfolgt. Projektleiter Frank Schneiderwind und Klaus Schavan, Geschäftsführer des städtischen Gebäudemanagements behalten bei den komplexen Fragestellungen den Überblick: „Wir haben unzählige Aspekte – von der Statik bis zu den Schadstoffen, von der Beweissicherung der umliegenden Gebäude bis zu Baugrundfragen, vom Thermalwasser bis zu archäologischen Sondierungen im Umfeld – berücksichtigen müssen und daraufhin das genaue Vorgehen entworfen. Nach den vorbereitenden Arbeiten können bald die sichtbaren Abrissarbeiten starten. Dabei kommt modernes Abbruchgerät zum Einsatz, das das Parkhaus von West nach Ost Stück für Stück ‚abknabbert‘. In einem ersten Schritt wird das Parkhaus von den denkmalgeschützten Nachbarhäusern in der Nikolausstraße gelöst.
In der Hochphase der Abrissarbeiten rechnen Stadt und SEGA mit bis zu 25 bis 30 Lkw-Fahrten pro Tag, um den Parkhaus-Schutt abtransportieren zu können. Um die Staubbelastung gering zu halten, werden zusätzlich Wasserkanonen eingesetzt. Die Arbeiten werden montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr stattfinden, freitags bis spätestens 15 Uhr. Als Fahrtweg ist die alte Zufahrt zum Parkhaus vorgesehen – also rollen die Lkw über Peterstraße, Ursulinerstraße und Buchkremerstraße hin zum Büchel. Dann fahren sie über eine eigens eingerichtete Baustraße die Fußgängerzone Dahmengraben kreuzend wieder in Richtung Peterstraße ab. Es kommt am Büchel zu keinen grundsätzlichen Straßensperrungen. Der Kfz- wie auch der Radverkehr wird trotz der Abrissarbeiten weiterhin rollen können. Mit kurzzeitigen Behinderungen durch den Baustellenverkehr ist natürlich dennoch zu rechnen. Zudem wird während der Zeit der Abbrucharbeiten ein absolutes Halteverbot in der Straße Büchel direkt gegenüber vom Parkhaus eingerichtet.

Weitere Infos zum „Wanderbaum“

Der erste Wanderbaum Aachens ist die “Abrissbirne”. Die Initiative Wanderbaum Aachen ist ein von Bürger:innen initiiertes Projekt des gemeinnützigen VCD Aachen-Düren: https://wanderbaumallee-aachen.de/. Der Birnbaum (Pyrus communis `Gallert`s Butterbirne`) im typischen Wanderbaum-Wagen wird von der Städtischen Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA) im Zuge der Quartiersentwicklung Büchel finanziert. Die “Abrissbirne” ist Symbol für den Umbruch vom Parkhaus zur öffentlichen Grünfläche und will dabei das Augenmerk auf Stadtgrün und andere, temporäre Nutzungsformen lenken. Gebaut hat den ersten Wanderbaum Aachens die low-tec gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH, weitere Baumgestelle sind bereits ehrenamtlich in Arbeit.
Weitere Infos zum Altstadtquartier Büchel und Kontaktadressen zur SEGA finden Sie im Internet auf www.buechel-aachen.de.


Bald geht’s los: Das Parkhaus Büchel wird abgerissen

7.5.2021: Nach jahrzehntelangen Diskussionen steht der Start der Abrissarbeiten des alten Büchel-Parkhauses kurz bevor. Im Herzen der City entsteht so Raum für ein neues Stück Stadt, das künftig mit viel Grün und Aufenthaltsqualität punktet.

Parkhaus-Abriss: Einschränkungen in der Nikolausstraße

Im Rahmen von fortschreitenden Vorarbeiten für den Abbruch des Büchel-Parkhauses müssen Fernwärmeleitungen verlegt werden. Während der Arbeiten, die im Auftrag der Regionetz Aachen vorgenommen werden, muss ab Montag, 10. Mai, bis voraussichtlich Ende Mai die Nikolausstraße gesperrt werden.  

Wegen weiterer privater Bauvorhaben in der Büchel-Umgebung und Sperrungen in der Mefferdatisstraße erfolgt die Zufahrt zum zentralen Abschnitt der Nikolausstraße in dieser Zeit über die Komphausbadstraße, Bädersteig und Antoniusstraße.    

Weitere Informationen zum Abbruch des Parkhauses und Kontaktadressen zur Städtischen Entwicklungsgesellschaft SEGA finden Sie im Internet auf www.buechel-aachen.de.  


Konzept „Wiese“: Politik fasst Richtungsentscheidung für den Büchel

16.4.2021: Der Büchel wird zur Wiese – und noch zu sehr viel mehr: Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am gestrigen Donnerstag (15. April) fraktionsübergreifend entschieden, dass am Büchel das städtebauliche Konzept mit dem Fokus „Wiese“ umgesetzt werden soll. Dieses wird nun der weiteren Rahmenplanung für den Büchel zugrunde gelegt.

Die städtebaulichen Studien mit den drei unterschiedlichen Schwerpunkten Wohnen, Wissen, Wiese sind von November 2020 bis Januar 2021 im Rahmen einer kooperativen Planungswerkstatt erarbeitet worden. Vorangegangen war dieser Werkstatt das Sondierungsverfahren „Stadt machen am Büchel“, an dem sich im vergangenen Jahr viele Aachener Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Akteure der Stadtgesellschaft beteiligt haben. Stadtbaurätin Frauke Burgdorff zeigt sich erfreut über den nächsten Meilenstein, der nun erreicht worden ist: „Ich bin davon überzeugt: Aachen kann am Büchel etwas ganz Neues zaubern, das anders ist als das bisherige und sich zugleich in das Gesamtbild unserer schönen Innenstadt einfügt.“ Die Verwaltung und die städtische Entwicklungsgesellschaft SEGA werden nun auf Grundlage des politischen Beschlusses Hand in Hand die zukünftige städtebauliche Struktur am Büchel weiterentwickeln und konkretisieren. „Von Seiten der Stadt Aachen sind wir sehr froh, dass es nun eine Entscheidung gibt, die sogar einhellig von der Politik gefällt worden ist. Für uns als Planerinnen und Planer ist es unheimlich wichtig, dass wir klare Leitplanken haben, in denen wir arbeiten können. Wir haben in Aachen schon vielfach bewiesen, dass wir schöne öffentliche Räume können – ob am Katschhof, ob am Elisengarten. Der Büchel der Zukunft wird diese Tradition fortsetzen.“

Auch SEGA-Geschäftsführer Christoph Vogt blickt nach dem Richtungsentscheid voller Tatendrang nach vorne: „Der Büchel kommt jetzt richtig in Bewegung! Wir haben mit den Vorbereitungen für den Abbruch des Parkhauses begonnen, schon bald wird das Parkhaus Geschichte sein und uns steht mitten in der City eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung, um ein neues Stück Stadt zu gestalten. Das Thema öffentliche Freifläche mit einer hohen Aufenthaltsqualität wird ein zentraler Baustein des Büchels der Zukunft werden. Die SEGA freut sich darauf, dieses Ziel zusammen mit allen Partnern und der Politik nun mit Volldampf anzusteuern. Aachen wird am Büchel eine neue attraktive Adresse bilden. Davon bin ich überzeugt!“
Weitere Infos stehen online im Ratsinformationssystem der Stadt zur Verfügung: http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=4535
Aktuelle Nachrichten und Entwicklungen rund um den Büchel gibt es zudem jederzeit auf www.buechel-aachen.de.

„Nationale Projekte des Städtebaus“: Bund will Stadt mit 5,5 Millionen Euro für den Büchel unterstützen

  • Große Freude in Aachen: Eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte erhält Zuschlag für besondere Bundesförderung.
  • Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: „Das ist eine super Botschaft für unsere Stadt!“
  • Das Altstadtquartier Büchel gehört zu einem von bundesweit 24 Projekten, die nun mit insgesamt 75 Millionen Euro unterstützt werden.
    98 Städte und Gemeinden hatten sich beworben.

17.3.2021: Eine höchst erfreuliche Nachricht hat heute Morgen (17. März) die Stadt Aachen erreicht: Bundesminister Horst Seehofer hat die diesjährige Auswahl der „Nationalen Projekte des Städtebaus“ bekanntgegeben und angekündigt, die Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel mit bis zu 5,5 Millionen Euro zu fördern. Aachen ist damit eine von vier Kommunen in NRW, die den Zuschlag bekommen haben. Mit der Höhe der Fördersumme steht die Stadt bundesweit an dritter Stelle.

OBin Keupen: „Wir spüren die Aufbruchstimmung!“

„Das ist eine super Botschaft für unsere Stadt!“, freut sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen in einer ersten Reaktion. „Wir spüren in Aachen längst die Aufbruchstimmung rund um den Büchel. Der Abriss des Parkhauses steht bevor, die Planungswerkstatt war ein großer Erfolg, viele wegweisende politische Entscheidungen wurden getroffen, weitere stehen an. Vor allem sind viele Stadtmacherinnen und Stadtmacher mit im Boot und wollen ganz konkret dabei sein. Sie wollen mitmachen, mitgestalten, mit planen, mit bauen. Dass dieses hohe Engagement aller Beteiligten hier vor Ort nun auch auf Bundesebene solch ein Echo ausgelöst hat, bestärkt uns darin, den Weg ‚Stadt machen am Büchel‘ weiter zu beschreiten.“

Stadtbaurätin Burgdorff: „Aachen kann Bundesliga!“

Die städtische Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität, Frauke Burgdorff, ergänzt: „Ich freue mich außerordentlich, dass Aachen, wenn es zusammenhält, auch Bundesliga kann! Die Aachener Politik hat sich geschlossen hinter das Projekt gestellt und Rückendeckung bei Land und Bund geleistet. Danke dafür! Genauso herzlich bedanken möchte ich mich aber auch bei denjenigen, die hier vor Ort die inhaltliche Arbeit geleistet haben, beim städtischen Projektleiter Nils Jansen ebenso wie bei Christoph Guth und Antje Eickhoff, die von Seiten der städtischen Entwicklungsgesellschaft SEGA hervorragende Arbeit geleistet haben.“

Stadt machen am Büchel

Am Büchel soll ein besonderes Stück Stadt auf Augenhöhe entstehen. Es wird gemeinsam mit vielen engagierten Menschen und Institutionen entwickelt. Mit diesem Ansatz hat es auch die Anforderungen der Ausschreibung passgenau getroffen. So heißt es denn auch in der Projektübersicht des Bundesministeriums: „Wissen, Wohnen, Wiese“ sind die Schlagworte, unter denen im Herzen der Aachener Altstadt in einem kooperativen und beispielgebenden Entwicklungsprozess ein nutzungsgemischtes, urbanes Quartier entstehen soll, das von der Stadtgesellschaft gewollt und getragen wird.
Basis der Entwicklung ist das Sondierungsverfahren „Stadt machen am Büchel“, das die Stadt Aachen im Frühjahr 2020 ins Leben gerufen hat. Stadtbaurätin Burgdorff fasst zusammen: „Ein Parkhaus blockiert seit Jahrzehnten die Entwicklung der Altstadt. Wir reißen es ab und bauen ein neues urbanes Quartier. Die Stadtgesellschaft selbst entwickelt Programm, Städtebau und Investitionsstrategie. Dieses Projekt bietet die einmalige Chance, Antworten auf die Frage zu finden, wie eine große Wunde in der alten Stadt mit zeitgenössischen baukulturellen Antworten geheilt werden kann.“

Die nächsten Schritte

Nach der heutigen grundsätzlichen Zusage des Bundes, das Projekt zu fördern, erfolgt in Phase 2 die Erarbeitung der detaillierten Zuwendungsanträge. In diesem fortlaufenden Prozess wird nun – und auf Grundlage anstehender wegweisender Entscheidungen der Aachener Kommunalpolitik – herausgearbeitet, wie der Büchel der Zukunft mit den Fördermillionen Gestalt annimmt.

Nationale Projekte des Städtebaus

Nationale Projekte des Städtebaus sind national und international wahrnehmbare, größere städtebauliche Projekte mit deutlichen Impulsen für die jeweilige Gemeinde oder Stadt, die Region und die Stadtentwicklungspolitik in Deutschland insgesamt. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und der Beteiligungsprozesse aus, leisten einen Beitrag zur Realisierung der baupolitischen Ziele des Bundes und weisen Innovationspotenzial auf. Nationale Projekte des Städtebaus sind Projekte, mit denen in der Regel Aufgaben und Probleme von erheblicher finanzieller Dimension gelöst werden. Im Vordergrund stehen die großen Herausforderungen, vor denen Städte und Gemeinden in Deutschland derzeit stehen (z.B. Bestandserhalt, Konversionen, nachhaltige Quartiersentwicklung).
Insgesamt werden 24 Projekte für zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro vom Bund gefördert. Auf die Förderung hatten sich 98 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben.


Büchel: Digitaler Info-Abend zum Abriss des Parkhauses am 5. März 

24.2.2021: Rund um den Büchel und das in die Jahre gekommene Parkhaus tut sich seit Monaten eine Menge. „Wir reißen ein Parkhaus ab und bauen ein neues Stück Stadt“ lautet das Motto, unter dem viele Menschen mit viel Engagement an der Zukunft des Altstadtquartiers mitwirken. Nun steht ein Meilenstein an: Ab April beginnen die Abrissarbeiten am Parkhaus – nach jahrzehntelanger Vorgeschichte ein wichtiger Moment für die Innenstadt. 

Aus diesem Anlass laden die Stadt Aachen und die städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA) am Freitag, 5. März, zu einem Info-Abend ein. Wegen der Corona-Pandemie findet dieser in Form einer digitalen Veranstaltung mit einer Live-Übertragung im Internet statt. Wer daran teilnehmen möchte, kann die Live-Übertragung über den YouTube-Kanal der Stadt Aachen verfolgen.


„Stadt machen am Büchel“: Mit reichlich kreativem Input blicken Stadt und SEGA auf wichtige Wochen fürs Quartier

  • Kooperative Planungswerkstatt: Drei Teams bestehend aus externen Expert*innen und Stadtplaner*innen der Verwaltung haben viel diskutierte Vorentwürfe zu den Schwerpunktthemen Wissen, Wohnen, Wiese für den Büchel entwickelt.
  • Rund 160 Menschen verfolgen Digitalveranstaltung auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen. Viele geben Feedback und beteiligen sich so am öffentlichen Büchel-Prozess.
  • Stadtbaurätin Frauke Burgdorff zieht zufrieden Bilanz: „Wir haben nun drei hervorragende Alternativen in der Hand!“ Diese werden von nun an in der Politik diskutiert, die letztlich entscheidet, welcher Schwerpunkt am Büchel entwickelt werden soll.

25.1.2021: Über sieben Stunden öffentliche Übertragung im Internet, zahlreiche weitere Stunden in Beratungs- und Empfehlungsrunden, dazu viele Tage und Wochen der Vorbereitung und der intensiven Auseinandersetzung mit der Zukunft des prominenten Altstadtquartiers im Herzen der Aachener City: Der Büchel bewegt Stadtplaner*innen ebenso wie Bürger*innen, Politiker*innen und externe Expert*innen. Das Motto für heute, morgen und übermorgen schwebt über allem: „Wir reißen ein Parkhaus ab und bauen gemeinsam ein neues Stück Stadt“.

Werkstatt-Start im November 2020

Vor diesem Hintergrund fand in den vergangenen Wochen die Kooperative Planungswerkstatt zum Büchel statt. Drei Teams, bestehend aus bogevischs buero München, De Zwarte Hond Köln und Studio Schultz Granberg aus Berlin haben seit Ende November 2020 gemeinsam mit Planer*innen aus der Stadtverwaltung spannende städtebauliche Vorschläge zu den Schwerpunktthemen Wissen, Wohnen, Wiese für den Büchel entwickelt. Diese wurden Mitte Januar zunächst in einer Zwischenpräsentation öffentlich vorgestellt. Mit dem vielfältigen Feedback aus dieser Veranstaltung wurden die Vorschläge noch einmal geknetet und geschliffen. Am vergangenen Samstag (23. Januar) lief schließlich die Endpräsentation über die Bildschirme. Denn coronabedingt wuchtete das Organisationsteam die gesamte Planungswerkstatt kurzerhand in den digitalen Raum. Den eigentlich vorgesehenen Face-to-Face-Austausch vor Ort, den direkten Kontakt auch mit den Bürgerinnen und Bürgern erlaubte die Pandemielage diesmal nicht. „Umso zufriedener blicken wir auf das, was wir dennoch über die öffentlichen Live-Streams an spannender Diskussion, an gelungener Beteiligung und an tollen Präsentationen hinbekommen haben“, zog Frauke Burgdorff, städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, zwei Tage nach der finalen Online-Veranstaltung zur Büchel-Planungswerkstatt zufrieden Bilanz. Über drei Stunden hinweg verfolgten rund 160 Menschen den Live-Stream, viele beteiligten sich rege an der Diskussion, stellten Fragen, bewerteten die Entwürfe, gaben Anregungen.
Neben dem gelungenen Ablauf der Digitalveranstaltung freut das Organisationsteam vor allem das, was die drei Teams der Planungswerkstatt hervorbrachten. „Wir haben nun drei hervorragende Alternativen mit den Schwerpunkten Wissen, Wohnen, Wiese in der Hand, die bis Ende der Woche noch final geschärft werden. Diese Alternativen werden ab Anfang Februar in der Politik diskutiert. Von dieser Diskussion erhoffen wir uns, dass die programmatische Grundhaltung, der Schwerpunkt für die Zukunft des Büchels festgelegt wird, der uns die städtebaulichen Leitplanken für die weitere Entwicklung gibt“, so Burgdorff weiter.

Wichtige Erkenntnisse gesammelt

Auf Christoph Vogt, Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft SEGA, kommt in den folgenden Jahren die spannende Aufgabe zu, die Entwicklung des Büchel-Quartiers zu realisieren. Der Fokus liegt dabei zunächst auf dem zentralen Grundstück, auf dem derzeit noch das Parkhaus steht. „Wir wissen durch die Planungswerkstatt nun, wie viel Volumen wir auf den kommunalen Grundstücken realisieren können und haben eine sehr gute Idee, welche Grundstruktur dort öffentliche Räume haben soll, und welche Erschließungen für den Büchel sinnvoll, möglich und notwendig sind.“
Isabel Strehle, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur, ist stolz auf die Ergebnisse der Planungswerkstatt. „In den drei Teams, die sich nun mehrere Wochen intensiv mit dem Büchel auseinandergesetzt haben, ist das Know-how von außen in Person renommierter Architekten mit dem Know-how von innen mit Stadtplanerinnen und -planern aus der Stadtverwaltung zusammengekommen.
Nach den öffentlichen Präsentationen der Planungswerkstatt hat sich am Samstagnachmittag das Empfehlungsgremium nicht-öffentlich mit den drei Vorentwürfen auseinandergesetzt. Dem Gremium gehören neben Vertretern der Ratsfraktionen externe Expertinnen und Experten – die „Freunde des Büchels“ – sowie Stadtbaurätin Burgdorff und SEGA-Chef Vogt an. „Es ging an dieser Stelle nicht darum, einen Gewinner zu küren“, betonte Burgdorff. Vielmehr stand und steht die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Entwürfen im Vordergrund, die das Gremium wie folgt zusammenfasst:

  • Wissen: Das in der Präsentation zentral am Büchel platzierte Forum ist aus Sicht des Gremiums absolut inspirierend und so auch in der vorangegangenen Debatte mit den Ideengeber*innen und den Stadtmacher*innen gewünscht. Die Ansätze, innovative Mobilitätskonzepte vorzusehen, sind aus Sicht des Gremiums ebenfalls wichtig und richtig. Die im Entwurf vorgesehenen öffentliche Räume fließen um die Gebäude und könnten einen guten Beitrag zur Verwebung des neuen Stadtbausteins mit der Nachbarschaft leisten.
  • Wohnen: Die These, dass an diesem Ort Menschen Wurzeln schlagen sollten, bewertet das Gremium als gleichermaßen überraschend und stark. Gemeinschaftliche Wohnformen sollen der Vereinzelung in der Stadt entgegentreten. Die Trennung der vom Wohnen-Team genannten markanten „Pow!-Häuser“ im Büchel-Viertel lassen Raum für die unterschiedlichsten Stadtmacher*innen und für die vielen Wissensthemen. Die klare Wegeführung lenkt die Stadtnutzer- und Besucher*innen vom Bahkauv zum Alten Kurhaus.
  • Wiese: Hier ist der öffentliche Raum Dreh- und Angelpunkt der Entwicklung, die nach Idee des Wiese-Teams im Prozess – in verschiedenen Phasen gedacht wird. Das Quartier kann so langsam wachsen und die Gebäude können Schritt für Schritt mit den gewünschten und möglichen Inhalten gefüllt werden. Sowohl das Themen Ernährung als auch das Thema Wasser werden ins Herz der Stadt geholt, würdigt das Gremium.

Weitere Informationen:

Beide Veranstaltungen zur Kooperativen Planungswerkstatt Büchel sind weiterhin auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen abrufbar.

Zwischenpräsentation vom 13. Januar: https://youtu.be/AWSb5Gx3gKA.

Endpräsentation vom 23. Januar: https://youtu.be/B3XjHHp-8CE.

Der Büchel braucht Ihre Meinung! Machen Sie mit bei der Umfrage der Studierenden im Bereich Stadtplanung der RWTH Aachen und helfen Sie dabei das Viertel mitzugestalten. Mit Ihrer Hilfe wollen diese Meinungen sammeln, um sie dann in die künftigen Entwicklungen einbinden zu können. https://www.soscisurvey.de/ffg-aachen/

Viele weitere Informationen zum Büchel finden Sie im Internet auf www.buechel-aachen.de.


Büchel-Planungswerkstatt: Endpräsentation am 23. Januar digital verfolgen!

19.1.2021: Der Büchel bleibt weiter in Bewegung: Am Samstag, 23. Januar, werden ab 10 Uhr live die weiterentwickelten Entwürfe der Kooperativen Planungswerkstatt vorgestellt – wie schon bei der Zwischenpräsentation in der vergangenen Woche coronabedingt komplett digital auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen: https://youtu.be/AWSb5Gx3gKA. Schon ab 9.15 Uhr wird dort ein Einführungsfilm zu „Stadt machen am Büchel“ gezeigt. Ende der öffentlichen Veranstaltung ist um 13 Uhr.

Es sind spannende Projekte zu erwarten, an denen drei renommierte Büros derzeit gemeinsam mit Stadtplaner*innen der Verwaltung final feilen. Begleitet wird der Prozess von einem Empfehlungsgremium, bestehend aus der Aachener Politik und externen Expert*innen. Die Stadtverwaltung und die SEGA sind durch Stadtbaurätin Frauke Burgdorff und Geschäftsführer Christoph Vogt ebenfalls im Empfehlungsgremium vertreten.

Seit dem 20. November 2020 erarbeiten die drei Teams, bestehend aus bogevischs buero München, De Zwarte Hond Köln und Studio Schultz Granberg aus Berlin gemeinsam mit Planer*innen aus der Stadtverwaltung städtebauliche Vorschläge zu den Schwerpunktthemen Wissen, Wohnen, Wiese für den Büchel. Die öffentliche Präsentation der Zwischenergebnisse lieferte bereits spannende Einblicke und Szenarien, welche Entwicklungspotenziale am Büchel liegen. Eine Aufzeichnung dieser Veranstaltung ist weiterhin unter dem Link https://youtu.be/B3XjHHp-8CE abrufbar. Gefordert ist ein robuster Vorentwurf, der die Leitplanken für den städtebaulichen Rahmenplan liefert, der darauf aufbauend im Frühjahr/Sommer erarbeitet wird.

Klicken Sie also gerne am 23. Januar ab 10 Uhr in den Live-Stream rein und seien Sie Teil des spannenden Prozesses „Stadt machen am Büchel“: https://youtu.be/AWSb5Gx3gKA.


Wissen, Wohnen, Wiese: Büchel-Teams stellen Zwischenergebnisse vor

14.01.2021: „Stadt machen am Büchel“: Mit einer digitalen Premiere und viel Rückenwind segelt die Kooperative Planungswerkstatt ihrem Ziel entgegen. Nach der Präsentation der Zwischenergebnisse am gestrigen Mittwoch (13. Januar) in einem vierstündigen Livestream auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen gehen die drei Planungsteams nun – mit jeder Menge konstruktivem Feedback im Gepäck – in den kommenden Tagen noch einmal an ihre Entwürfe und sorgen für den letzten Feinschliff.
Die Endpräsentation der Planungswerkstatt findet am Samstag, 23. Januar, ebenfalls öffentlich und online auf dem städtischen Youtube-Kanal statt. Die genaue Startzeit der Digital-Veranstaltung wird in Kürze mitgeteilt. Eine Aufzeichnung der gestrigen Veranstaltung ist unterdessen unter dem Link https://youtu.be/B3XjHHp-8CE weiterhin online abrufbar.
Drei Planungsteams, bestehend aus bogevischs buero München, De Zwarte Hond Köln und Studio Schultz Granberg aus Berlin gemeinsam mit Planer*innen aus der Stadtverwaltung, haben sich seit Ende November 2020 unter den drei großen Überschriften „Wissen“, „Wohnen“ und „Wiese“ intensiv mit dem Büchel beschäftigt. Durchschnittlich gut 100 Zuschauerinnen und Zuschauer haben die gestrige Online-Zwischenpräsentationen und die Diskussionen verfolgt. Ebenso rege wurden die Vorstellungen zum Büchel kommentiert und Fragen in Richtung der Teams und des Empfehlungsgremiums für die Planungswerkstatt gestellt.
Gefordert ist ein robuster Vorentwurf, der die Leitplanken für den städtebaulichen Rahmenplan am Büchel liefert, der darauf aufbauend im Frühjahr/Sommer erarbeitet wird. Ein Empfehlungsgremium aus jeweils einer Vertreterin bzw. einem Vertreter der Ratsfraktionen, der städtischen Entwicklungsgesellschaft SEGA, der Stadtverwaltung und renommierten externen Expert*innen – den „Freunden des Büchels“ – begleitet den Prozess und bewertet die Ergebnisse.


„Stadt machen am Büchel“: Einladung zur kooperativen Planungswerkstatt im digitalen Format

4.1.2021: Die Entwicklungen am Büchel nehmen im neuen Jahr weiter Fahrt auf. Am Mittwoch, 13. Januar, können Bürger*innen online an der Präsentation der Zwischenergebnisse der Kooperativen Planungswerkstatt teilnehmen.

Seit dem 20. November 2020 erarbeiten drei Teams, bestehend aus bogevischs buero München, De Zwarte Hond Köln und Studio Schultz Granberg aus Berlin gemeinsam mit Planer*innen aus der Stadtverwaltung städtebauliche Vorschläge zu den Schwerpunktthemen Wissen, Wohnen, Wiese für den Büchel.

Gefordert ist ein robuster Vorentwurf, der die Leitplanken für den städtebaulichen Rahmenplan liefert, der darauf aufbauend im Frühjahr/Sommer erarbeitet wird. Ein Empfehlungsgremium aus jeweils einer Vertreterin bzw. einem Vertreter der Ratsfraktionen, der städtischen Entwicklungsgesellschaft SEGA, der Stadtverwaltung und renommierten externen Expert*innen – den „Freunden des Büchels“ – begleitet den Prozess und bewertet die Ergebnisse.

Am 13.01 findet um 13:15 Uhr eine Einführung in die Aufgabenstellung und in die Themenschwerpunkte statt.

Die eigentliche Zwischenpräsentation startet dann um 14:00 Uhr und geht bis 18:00 Uhr.

Die Endpräsentation kann dann am 23. Januar von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr verfolgt werden und um 16:00 Uhr wird dann das Ergebnis der Werkstatt öffentlich vorgestellt.

Alle Veranstaltungen werden auf dem städtischen youtube Kanal zu sehen sein. Hier können Sie im Chat auch Fragen stellen und Anregungen geben.

BITTE BEACHTEN SIE FOLGENDE INFORMATIONEN ZUR VERANSTALTUNG:

Alle Teilnehmenden sollten sicherzustellen, dass Sie eine stabile Internetverbindung haben, um die Filme und Diskussionen der Live-Veranstaltung in guter Qualität mitverfolgen zu können.

Für die öffentliche Veranstaltung am Mittwoch, den 13.Januar 2021 ab 13:15 Uhr bitten wir Jede/n, die/der an einem spannenden Austausch interessiert ist sich vor Beginn der Veranstaltung, mit einem Google-Konto auf Youtube anzumelden, um die Kommentarfunktion nutzen zu können. Wir freuen uns!

Alle weiteren Infos finden Sie auf der folgenden Webseite

Die drei Planungsteams haben im Anschluss an die Zwischenpräsentation zehn Tage Zeit, ihre Entwürfe weiterzuentwickeln und dabei Hinweise und Kritik des Empfehlungsgremiums, aber ebenso Anregungen aus dem Chatroom einzuarbeiten.

Die ebenfalls öffentliche Schlusspräsentation ist dann für Samstag, den 23. Januar, angesetzt. Beide Präsentationen werden auf dem städtischen Youtube-Kanal zu sehen sein. Stadt und SEGA freuen sich über viele interessierte Teilnehmer*innen und Rückmeldungen im Chatroom.

Schon jetzt sind neun Videoclips auf dem Youtube-Kanal der Stadt zu sehen. Darin beleuchten Akteur*innen der Planungswerkstadt die Chancen und Herausforderungen, die mit der Entwicklung des Altstadtquartiers Büchels verbunden sind.

Den Link für die Übertragung und den genauen Ablauf der Veranstaltung finden alle Interessierte ab dem 10. Januar auf der SEGA-Homepage www.buechel-aachen.de.


Stadtmacherinnen und Stadtmacher tauschten ihre Projektvorstellungen zur Zukunft des Büchels aus

  • Mehr als dreißig Investitionswillige sowie potenzielle Mieterinnen und Mieter diskutierten über Wohnen, Wissen, Gewerbe, Grün und Natur am Büchel.
  • Unter den Teilnehmenden fanden sich professionelle Immobilienentwickler, örtliche Einzelhändler, Baugemeinschaften und soziale und kulturelle Initiativen.
  • Nutzungen unterschiedlicher Art sollen den Charakter prägen.

5.9.2020: Mehr als dreißig Menschen, die für sich am Standort Büchel als Bauherrinnen und Bauherren oder auch als Mieterinnen und Mieter eine Zukunft sehen, haben sich letzten Freitag und Samstag in der Citykirche getroffen. Im Vorfeld hatten sie bereits konkret formulierte Investitions- oder Nutzungsinteressen in das Sondierungsverfahren zum Büchel eingebracht.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und der Städtischen Entwicklungsgesellschaft (SEGA) nutzten diese „Stadtmacherinnen und Stadtmacher“ die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich über ihre Projekte und Ideen auszutauschen. Unter den Teilnehmenden fanden sich professionelle Immobilienentwickler, örtliche Einzelhändler und Baugemeinschaften ebenso wie soziale und kulturelle Initiativen. Sie formulierten Raumprogramme von 50 bis 3000 Quadratmetern. 

Kernpunkt des Freitagabends war ein Vortrag von Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027 in Stuttgart, der an verschiedenen internationalen Beispielen zeigte, dass mit Mut und Geduld herausragende Projekte aus der Mitte der Stadtgesellschaft umsetzbar sind. 

Am Samstag nutzten die Teilnehmenden nach einer Einführung durch Oberbürgermeister Philipp und Stadtbaurätin Frauke Burgdorff die Gelegenheit, einander im Rahmen eines Speed-Datings – coronagerecht mit Maske und Abstand – auf potenzielle Synergien und Entwicklungspartnerschaften zu prüfen und dabei gleichzeitig den eigenen Blick auf das Projekt zu erweitern. Daran anschließend entwarfen und bauten sieben Projektgruppen jeweils ihr eigenes kleines Modell des zukünftigen Büchels. Gemeinsam war allen, dass sie sich eine Konstellation wünschten, die ihren eigenen Ansatz erweitern und einen Ort der Vielfalt schaffen soll. 

Unterstützung fand der Workshop bei den „Freunden des Büchel“, vier erfahrenen Planerinnen und Planern, die die Planungswerkstatt im November und die nächsten Prozessschritte begleiten werden. Auch der zukünftige Geschäftsführer der SEGA, Christoph Vogt, und Prokurist Christoph Guth, die beide im Oktober offiziell ihre Arbeit aufnehmen werden, wurden vorgestellt und nutzten die Veranstaltungen für rege Gespräche. 

Für diesen ersten Schritt ziehen sowohl die Teilnehmenden als auch Stadtverwaltung und SEGA ein sehr positives Fazit. Besonders vielversprechend ist die vielfache Anfrage der Teilnehmenden, die Gespräche untereinander und mit den Planenden fortzusetzen. Dazu wird derzeit ein Format entwickelt.  

Vorausgegangen war den Workshops von Freitag und Samstag ein Ideengebertreffen am Donnerstagabend, bei dem Ideen und Vorschläge ohne eigenes Investitions- oder Nutzungsinteresse vorgestellt wurden. 

Das Sondierungsverfahren ist nicht beendet – Einreichungen von konkreten Projekten und Investitionsideen sind weiterhin herzlich willkommen.


Stadtmacherinnen und Stadtmacher tauschten ihre Projektvorstellungen zur Zukunft des Büchels aus

  • Mehr als dreißig Investitionswillige sowie potenzielle Mieterinnen und Mieter diskutierten über Wohnen, Wissen, Gewerbe, Grün und Natur am Büchel.
  • Unter den Teilnehmenden fanden sich professionelle Immobilienentwickler, örtliche Einzelhändler, Baugemeinschaften und soziale und kulturelle Initiativen.
  • Nutzungen unterschiedlicher Art sollen den Charakter prägen.

2.9.2020: Mehr als dreißig Menschen, die für sich am Standort Büchel als Bauherrinnen und Bauherren oder auch als Mieterinnen und Mieter eine Zukunft sehen, haben sich letzten Freitag und Samstag in der Citykirche getroffen. Im Vorfeld hatten sie bereits konkret formulierte Investitions- oder Nutzungsinteressen in das Sondierungsverfahren zum Büchel eingebracht.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und der Städtischen Entwicklungsgesellschaft (SEGA) nutzten diese „Stadtmacherinnen und Stadtmacher“ die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich über ihre Projekte und Ideen auszutauschen. Unter den Teilnehmenden fanden sich professionelle Immobilienentwickler, örtliche Einzelhändler und Baugemeinschaften ebenso wie soziale und kulturelle Initiativen. Sie formulierten Raumprogramme von 50 bis 3000 Quadratmetern. 

Kernpunkt des Freitagabends war ein Vortrag von Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027 in Stuttgart, der an verschiedenen internationalen Beispielen zeigte, dass mit Mut und Geduld herausragende Projekte aus der Mitte der Stadtgesellschaft umsetzbar sind. 

Am Samstag nutzten die Teilnehmenden nach einer Einführung durch Oberbürgermeister Philipp und Stadtbaurätin Frauke Burgdorff die Gelegenheit, einander im Rahmen eines Speed-Datings – coronagerecht mit Maske und Abstand – auf potenzielle Synergien und Entwicklungspartnerschaften zu prüfen und dabei gleichzeitig den eigenen Blick auf das Projekt zu erweitern. Daran anschließend entwarfen und bauten sieben Projektgruppen jeweils ihr eigenes kleines Modell des zukünftigen Büchels. Gemeinsam war allen, dass sie sich eine Konstellation wünschten, die ihren eigenen Ansatz erweitern und einen Ort der Vielfalt schaffen soll. 

Unterstützung fand der Workshop bei den „Freunden des Büchel“, vier erfahrenen Planerinnen und Planern, die die Planungswerkstatt im November und die nächsten Prozessschritte begleiten werden. Auch der zukünftige Geschäftsführer der SEGA, Christoph Vogt, und Prokurist Christoph Guth, die beide im Oktober offiziell ihre Arbeit aufnehmen werden, wurden vorgestellt und nutzten die Veranstaltungen für rege Gespräche. 

Für diesen ersten Schritt ziehen sowohl die Teilnehmenden als auch Stadtverwaltung und SEGA ein sehr positives Fazit. Besonders vielversprechend ist die vielfache Anfrage der Teilnehmenden, die Gespräche untereinander und mit den Planenden fortzusetzen. Dazu wird derzeit ein Format entwickelt.  

Vorausgegangen war den Workshops von Freitag und Samstag ein Ideengebertreffen am Donnerstagabend, bei dem Ideen und Vorschläge ohne eigenes Investitions- oder Nutzungsinteresse vorgestellt wurden. 

Das Sondierungsverfahren ist nicht beendet – Einreichungen von konkreten Projekten und Investitionsideen sind weiterhin herzlich willkommen.


„Stadt machen am Büchel“: Jetzt anmelden zum Zoom-Webinar am 8. Juni

„Stadt machen am Büchel“: Mit diesem Slogan rufen Stadtverwaltung und das Büchel-Team dazu auf, das neue Altstadtquartier aktiv mitzugestalten – ob als künftige/r Investor*in, als Mieter*in oder in anderer kreativer Art und Weise. Im Rahmen dieses Sondierungsverfahrens findet am Montag, 8. Juni, ab 18.30 Uhr über die Videokonferenz-App Zoom ein Webinar „Stadt machen am Büchel” statt. Bürgerinnen und Bürger können sich noch bis zum 7. Juni für das Webinar anmelden.  

Büchel
Der Gestaltungsplan zeigt das städtebauliche Konzept für das Altstadtquartier Büchel nach dem Entwurf des Büros Chapman Taylor.

Die städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, Frauke Burgdorff, und ihr Team Altstadtquartier Büchel informieren über das Verfahren und die weiteren Schritte. Interessierte Stadtmacher*innen haben die Gelegenheit direkt Ihre Fragen zu stellen. Das Webinar bietet eine gute Alternative, um miteinander ins Gespräch zu kommen, da aufgrund der Corona-Regeln derzeit öffentliche Veranstaltungen in gewohnter Weise noch nicht möglich sind.  

Die Anmeldung erfolgt über das Serviceportal der Stadt Aachen: https://serviceportal.aachen.de/suche/-/egov-bis-search/service/1237066. Im Anschluss an die Anmeldung bekommen Sie dann den Code für die Zoom-Konferenz und weitere Anweisungen zugesendet.  

Weitere Infos zum Altstadtquartier Büchel finden Sie im Internet unter www.aachen-buechel.de.  


Entwicklung des neuen Altstadtquartiers Büchel: Jetzt haben die Bürger das Wort

Viel ist in den vergangenen Wochen und Monaten über das Altstadtquartier Büchel diskutiert worden. Dort, im Herzen Innenstadt und somit in direkter Nähe zum Rathaus und zum UNESCO-Weltkulturerbe Aachener Dom, soll ein attraktives Viertel mit hoher Lebensqualität entstehen. Aus einem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2015 ist das renommierte Büro Chapman Taylor mit seinem Entwurf als Sieger hervorgegangen. Dieser Entwurf sieht vor, dass der Bereich zwischen Büchel, Kleinkölnstraße, Großkölnstraße und Mefferdatisstraße in vier Baublöcken mit einem hohen Anteil von Wohnbebauung entwickelt werden soll.

Politik hat die weiteren Schritte beschlossen

Nach einer Überarbeitung der Pläne hat die Politik im Mai 2017 die weiteren Verfahrensschritte beschlossen. So soll das Quartier nun in mehreren Abschnitten detailliert nach den Vorgaben des Gewinnerentwurfs geplant und entwickelt werden. Dafür wird nun das Bebauungsplanverfahren für das neue Altstadtquartier Büchel auf den Weg gebracht. Um die planungsrechtlichen Grundlagen zur Erschließung des Gebietes zu schaffen, haben der Planungsausschuss und die Bezirksvertretung Aachen-Mitte beschlossen, die Öffentlichkeit frühzeitig an den Planungsschritten zu beteiligen. Alle Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit, die Pläne in der Zeit vom 3. bis zum 14 Juli einzusehen. Eine Informationsveranstaltung findet darüber hinaus am Montag, 10. Juli, von 18 bis 19 Uhr in der Citykirche, Großkölnstraße, statt.

Die Ziele des städtebaulichen Konzepts für das Altstadtquartier Büchel lauten unter anderem:

  • Der Abriss des Parkhaus Büchels
  • Die Bündelung des Rotlichtbezirks in einem zentralen Bordellgebäude im östlichen Bereich der Antoniusstraße
  • Die Realisierung von mindestens 50 Prozent Wohnanteil, davon 30 Prozent geförderter Wohnungsbau
  • Ein hoher Anteil (15 bis 30 Prozent) von Begrünung im Quartier ist ebenso vorgesehen wie die Schaffung von neuen öffentlichen Wegeverbindungen inklusive eines Platzes mit einer hohen Aufenthaltsqualität
  • Die Errichtung einer Kindertagesstätte im Viertel

Übergreifendes städtebauliches Ziel für den gesamten Bereich ist die Aufwertung, städtebauliche Neuordnung und Schaffung einer Kerngebietsnutzung mit einem hohen Anteil an Wohnungen. Daneben bestehen für die einzelnen Teilbereiche unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte: Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen sowie Gastronomiebetriebe insbesondere in den Erdgeschossen entlang des Büchels, der Mefferdatis-, der Kleinköln-, der Großköln-, der Nikolausstraße sowie der westlichen Antoniusstraße.

Weitere Infos:

Die Planungsverwaltung beteiligt die Öffentlichkeit an der Bauleitplanung und stellt ihre Überlegungen zum Bebauungsplan in der Zeit von Montag, 3., bis Freitag, 14. Juli, im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, aus. Zusätzlich findet am Montag, 10. Juli, eine Anhörung zum „Bebauungsplan Nr. 999 – Antoniusstraße / Mefferdatisstraße“ von 18 bis 19 Uhr in der Citykirche, Großkölnstraße, statt. Vorgesehen ist in dem Gebiet eine sogenannte kerngebietstypische Nutzungsmischung mit einem hohen Anteil an Wohnungen.

Informationen zu diesem Verfahren können während der Beteiligungsphase auf der Internetseite www.aachen.de/bauleitplanung abgerufen werden.


Mehr auf der folgenden Seite

Foto: aachen50plus.de


Lesen Sie mehr - Kategorie: Gesundheit und Soziales

Lesen Sie mehr auf dieser Webseite

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner