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Neuer  Hingucker am Büchel: Das frisch verpackte Parkhaus macht neugierig auf die Zukunft

  • Ein Meilenstein: Mit dem 1. Juli 2020 ist das Kapitel Parkhaus(-Nutzung) am Büchel Geschichte. Der Blick nach vorne verspricht eine aufregende Zeit, viel Raum für Kreativität und ein großes Gemeinschaftsprojekt für die Aachener Stadtgesellschaft.
  • Attraktive Verpackung des jahrzehntealten Betonkomplexes: Banner mit einer Gesamtlänge von 200 Metern verleihen dem Parkhaus einen neuen, frischen Look bis zum Start der Abrissarbeiten Anfang 2021.
  • Neues Talkformat „Büchel Live“ geht an den Start. Die Homepage www.buechel-aachen.de bündelt alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten.

Diese Verpackung kann sich sehen lassen: Schnörkellos, schick und mit einer gewissen urbanen Lässigkeit kommen die Banner daher, die seit diesen Tagen das ehemalige Parkhaus Büchel verhüllen. „Damit starten wir in die nächste Phase“, sagte die städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, Frauke Burgdorff, bei der Vorstellung des vorübergehend verpackten Parkhauses. „Doch genau genommen ist es ab dem heutigen Tag eigentlich gar kein Parkhaus mehr“, ergänzte Burgdorff.

Ein Symbol des Aufbruchs

Denn mit dem 30. Juni 2020 endete die jahrzehntelange Nutzung als Pkw-Abstellort endgültig. „Für uns ist das ein Wendepunkt. Denn mit dem heutigen Tag endet das Sondierungsverfahren. Die Einreichungen machen uns schon heute Hoffnung, dass hier wirklich ein neues Stück Stadt entstehen kann. “, erläuterte die Stadtbaurätin. Denn der Büchel ist in Bewegung. Mit dem 1. Juli haben Stadt und die 100-prozentige städtische Tochter SEGA (Stadtentwicklungsgesellschaft) das Gebäude übernommen und geschlossen. „Auf diese fast 4000 Quadratmeter Fläche des Parkhausgrundstücks fokussieren wir uns nun“, erklärte Burgdorff. Von dort aus soll das neue Altstadtquartier wachsen. Parallel laufen selbstverständlich zahlreiche weitere Planungen, die das gesamte Büchel-Areal in den Blick nehmen.

Stadt, SEGA und Politik arbeiten seit Monaten im engen Schulterschluss. Gemeinsam, mit einer starken und aktiven Stadtgesellschaft im Rücken, die vor Ort mitmacht, soll am Büchel ein neues, attraktives Stück Stadt entstehen. Davon sind auch der Vorsitzende sowie der stellvertretende Vorsitzende des SEGA-Aufsichtsrates, Ernst-Rudolf Kühn und Marc Beus, überzeugt. Marc Beus findet: „Heute ist ein freudiger und wichtiger Tag für den Büchel. Es hat lange gedauert, bis die Schließung endlich realisiert werden konnte, aber dafür ist es nun auch umso schöner.“ Die SEGA ist seit kurzem Eigentümerin des Parkhauses. „Dies versetzt uns in die Lage, die Entwicklung in diesem Viertel richtig vorantreiben”, so der Aufsichtsrat.

Banner zeigen urbanes Leben

Für die Gestaltung der temporären Parkhaus-Verpackung ist das Büro „Maurer United“ verantwortlich. Marc und Nicole Maurer sind Gründer der Maastrichter Agentur für Architektur und Stadtplanung. Die SEGA hat die Agentur beauftragt, die Öffentlichkeitsarbeit rund um die aktuelle Gebietsentwicklung am Büchel zu organisieren. „Das Büchel-Parkhaus wird ein halbes Jahr lang geschlossen und gesichert, bevor es abgerissen wird. Wir dachten uns: Lasst uns das Parkhaus nutzen, um zu zeigen, dass hier etwas Neues entsteht”, so Nicole und Marc Maurer. „An allen Bauzäunen haben wir Banner angebracht. Einfache geometrische Formen wie Kreise und Quadrate stehen für Bauklötze, mit denen man hier ein neues Stück Stadt entwickeln kann“, erklärt das Duo. Die Silhouetten zeigen die zukünftigen Nutzer: Jung und Alt, spielend, lernend, wohnend, arbeitend, lebend. „Wir haben uns dafür entschieden, die Banner schwarz-weiß zu gestalten, damit die Baustruktur des Parkhauses einmal ganz anders wirkt, etwa wie ein brutalistischer Betonbau.” Insgesamt sind 54 Banner mit einer Gesamtlänge von etwa 200 Metern nötig, um das Parkhaus temporär einzupacken.

Ein weiterer Baustein des Verpackungskonzepts sind die vielfachen Verwendungsmöglichkeiten der Kunststoff-Banner. Mit Beginn der Abrissarbeiten Anfang 2021 wandern die Banner samt Bauzäunen, auf denen sie gespannt worden sind, vor den Gebäudekomplex und sichern so die Baustelle. Ist all das geschafft, könnten – so erste Ideen – Tragetaschen aus dem Material entstehen. Vom Parkhaus-Banner zum Büchel-Beutel – die Vorstellung gefällt den Verantwortlichen.

Der einstige Einfahrtbereich des Parkhauses ist unterdessen mit Holzplatten geschlossen worden. Derzeit verrät  dort das große Banner, dass am Büchel die Zeichen der Zeit auf Veränderung stehen. Die Fläche bietet sich in Zukunft für weitere Projekte an. „Wir haben da auch schon konkrete Ideen und werden bald mehr verraten“, so die Beigeordnete. Auch die Zugänge zum Parkhaus in Richtung Nikolausstraße und Mefferdatisstraße wurden so geschlossen, dass ein unbefugter Zutritt zum Parkhaus nicht möglich ist. Zusätzlich hat die SEGA einen Sicherheitsdienst beauftragt, der das Objekt überwacht.

Und dennoch sind – nach vorheriger Absprache – anderweitige, temporäre Nutzungen des Parkhauses, insbesondere auf dem Parkhaus-Dach erwünscht . Burgdorff: „Einige Veranstaltungen werden wir selber machen. Für die Veranstaltungen von Dritten gilt: Solange sie uns keinen zusätzlichen Aufwand machen, gerne!“

Neues Talkformat „Büchel Live“ geht online

Ein neues Format, dessen ersten Folgen bereits online sind, heißt „Büchel Live“. Auf dem obersten Deck werden an insgesamt drei Tagen Talkshows mit jeweils drei Themenblöcken produziert, die auf den Social-Media-Kanälen der Stadt beworben und komplett auf www.buechel-aachen.de zu sehen sind. In den ersten Folgen spricht die Stadtbaurätin mit Oberbürgermeister Marcel Philipp über das Gesamtprojekt Büchel, das Thema Wirtschaft mit den Aspekten Einzelhandel und Marketing standen mit Andreas Maul (Marketing Club Aachen) und Thomas Mathes (Mathes Einrichtungshaus) im Mittelpunkt, Wohnen lautete der dritte Themenblock mit Thomas Hübner (gewoge) und Dana Duikers (Stadt Aachen / Fachbereich Wohnen, Soziales und Intergration).

In der zweiten Folge „Büchel Live“, die am 1. Juli auf dem Parkhaus-Dach produziert worden ist, ging es mit VHS-Leiterin Beate Blüggel und RWTH-Professor Frank Piller vom Institut für Technologie- & Innovationsmanagement zum Thema Wissen weiter,

Ana Sous (Geschäftsführung Atelierhaus Aachen e.V.) und Tim Berresheim (Musiker und Künstler) unterhielten sich mit Frauke Burgdorff unter der Überschrift „Wirken kreativ“, zum Thema Wiese waren Alexandra Kessler vom Gemeinschaftsgarten HirschGrün und Norbert Kloeter (Honorarprofessor an der FH Aachen, Fachbereich Architektur) zu Gast. Auch diese Talkshow-Folgen werden in Kürze online erscheinen.

Mit Beginn des neuen Zeitalters am Büchel ist parallel die erste Phase des Sondierungsverfahrens „Stadt machen am Büchel“ Ende Juni abgelaufen. „Wir haben viele spannende und auch konkrete Projekteingaben erhalten“, freut sich Frauke Burgdorff über die gute Resonanz. „Diese werten wir nun aus, nehmen mit den potenziellen Stadtmacherinnen und Stadtmachern Kontakt auf und werden uns zum Ende des Sommers zusammensetzen, um dann weiter ausloten zu können, wie wir gemeinsam die Zukunft am Büchel gestalten können.“

Wer nun sagt: Ich habe auch noch ein konkretes Projekt, mit dem ich am neuen Büchel dabei sein möchte – sei es als Investor, als Kreative, als Mieter, als Mitgestalterin – kann sich selbstverständlich weiterhin melden. Alle Infos und Kontakte findet man jederzeit auf www.buechel-aachen.de.


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Foto: Stadt Aachen / Andreas Herrmann


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