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Suermondt-Ludwig-Museum Aachen digital

01.06.2021: 13:00

| Veranstaltungsserie (Alle anzeigen)

Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 13:00 Uhr am Dienstag stattfindet und bis 29.06.2021 wiederholt wird.

Suermondt-Ludwig-Museum
Infos zu Corona- Bitte beachten: Im März 2021 finden aufgrund der aktuellen Bestimmungen fast keine Veranstaltungen statt.

Suermondt-Ludwig-Museum Aachen digital im Mai 2021

In Corona-Zeiten kommt die Kunstpause digital nach Hause. Jeweils dienstags um 13 Uhr wird ein Video online gestellt, in dem Kurator*innen in Kürze erstaunliche Werke erklären. Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

 

In Corona-Zeiten kommt die Kunstpause digital nach Hause. Jeweils dienstags um 13.00 Uhr wird ein Video online gestellt, in dem Kurator*innen in knapp zwei Minuten erstaunliche Werke erklären. Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

@suermondtludwig auf Facebook und Instagram

 

Di, 04.05., 13.00 Uhr @suermondtludwig

„Chambre Privée. Meisterwerke aus dem Wohnzimmer eines Sammlers“:

Offenes Wasser mit Fischerbooten

Jan van Goyen (Leiden 1596 – 1656 Den Haag)

 

Jan van Goyen gehört in vielerlei Hinsicht zu den Vorreitern und Pionieren seiner Malergeneration. Als einer der Ersten malte er Ansichten der heimischen holländischen Landschaft und als einer der Ersten trug er auf dem Bildträger die Farbe „nass in nass“ auf. Er baute demzufolge die verschiedenen Farbschichten nicht wie üblich allmählich aufeinander auf, so dass die Farbe erst trocknen musste, bevor die nächste Farblage aufgetragen werden konnte. Warum er das tat? Die Gründe sind rein wirtschaftlicher Natur: Um der großen Nachfrage auf dem Kunstmarkt gerecht zu werden, bediente er sich dieser schnelleren Technik, um in kurzer Zeit so viel wie möglich zu produzieren und zu verkaufen.

 

Mit Sarvenaz Ayooghi

 

 

 

di, 11.05., 13.00 Uhr @suermondtludwig

Die Kommunion des Heiligen Hieronymus

Christian Wilhelm Ernst Dietrich (Weimar 1712 – 1774 Dresden)

 

Christian Wilhelm Ernst Dietrich, der sich selbst Dietricy nannte, gehört zu den wichtigsten deutschen Malern des 18. Jahrhunderts. Als kursächsischer Hofmaler und Inspektor der Gemäldegalerie sowie Professor der Akademie in Dresden genoss er allerhöchstes Ansehen. Sein Ruhm als Maler gründete auf seiner besonderen Fähigkeit, ältere Meister unterschiedlicher Schulen nachzuahmen und daraus seinen eigenen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln, was ganz dem Kunstverständnis seiner Zeit entsprach. Obwohl vor allem für seine Landschaften bekannt wurde, zählen auch Historien und Porträts zu seinen Werken. Das recht seltene Thema der Kommunion des Heiligen Hieronymus zeigt den bereits neunzigjährigen Hieronymus, der vor seinem nahenden Ende die letzte Kommunion empfängt. Nahendes Ende, letzte Kommunion – diese Kunstpause soll keineswegs schwermütig stimmen. Vielmehr ist Kommunion (von lateinisch für “Gemeinschaft”), ein feierlicher Akt und in der katholischen Kirche der wichtigste Teil der Eucharistiefeier (griech. für Danksagung), bei der Christus dem Gläubigen besonders nahe ist. Angesichts des bevorstehenden Fronleichnamsfestes im Juni, gehen wir näher auf dieses seltene Bildthema und seinen Kontext ein.

 

Mit Wibke Birth

 

Di, 18.05., 13.00 Uhr @suermondtludwig

„Chambre Privée. Meisterwerke aus dem Wohnzimmer eines Sammlers“:

Der Herbst (Prinz Maurits bricht zur Falkenjagd auf), 1615

Adriaen van de Venne (Delft 1589 – 1662 Den Haag)    

                                                                                                                            

Lost and found! Das kleinformatige Gemälde des holländischen Malers Adriaen van de Venne gehörte ursprünglich zu einer Serie der vier Jahreszeiten, die jedoch im Laufe der Zeit auseinandergerissen wurde. Erst 1990 konnte sie auf Grundlage passender Beschreibungen in einem Auktionskatalog von 1725 überzeugend rekonstruiert werden. „Der Frühling“ und „Der Sommer“ befinden sich heute im J.P. Getty Museum in Los Angeles, „Der Winter“ im Worcester Art Museum, während „Der Herbst“ bei unserem Sammler zu Hause ist.

 

Mit Sarvenaz Ayooghi

 

di, 25.05., 13.00 Uhr @suermondtludwig

Downcycling von adeliger Zier und ritterlichem Schutz: Ein schmiedeeiserner Funkenschirm aus einer bäuerlichen Rauchküche.

Funkenhut (Funkenschirm), Tirol (Alpbach), Zusammenstellung 19. Jh. (Teile möglicherweise mittelalterlich), mind. 24 Teile, genietet, Schenkung 2021

 

Ein Funkenhut (Achtung, hat nichts mit rheinischem Karneval zu tun!), als Schenkung eines Aachener Ehepaars in die Sammlung gelangt, stammt aus einem alten Bauernhaus in Alpbach in Tirol. Dort hing er über der offenen Feuerstelle in der Küche. Das Gebilde ist nicht aus einem großen Stück Eisenblech geschmiedet, sondern aus vielen verschieden großen und unregelmäßig geschnittenen Elementen zusammengesetzt. Manche Teile weisen auf den ersten Blick nicht erklärbare runde und kreuzförmige Löcher auf. Bei näherer Betrachtung ergibt sich des Rätsels Lösung: Mehrere Topfhelme, wie sie im 13. und 14. Jahrhundert für Ritterrüstungen üblich waren, hatte man auseinandergenommen, flachgeklopft und patchworkartig aneinandergefügt. Jetzt muss noch geklärt werden, ob es sich tatsächlich um mittelalterliche Helme handelt oder um Nachbildungen aus dem Historismus (19. Jh.).

 

Mit Michael Rief

 


Suermondt-Ludwig-Museum Aachen digital im Juni 2021

 

Di, 01.06., 13.00 Uhr @suermondtludwig

„Chambre Privée. Meisterwerke aus dem Wohnzimmer eines Sammlers“:

Nicolaes Berchem (1620-1683) Hirten und Herde vor einem Flussübergang in südlicher Sonne (Nachholtermin vom 27.04.21)

 

Nicolaes Berchem war zunächst Schüler bei seinem Vater, dem Stilllebenmaler Pieter Claesz, schlug jedoch einen anderen Weg ein und ging u.a. beim Landschaftsmaler Jan van Goyen in die Lehre. Er spezialisierte sich auf pastorale Idyllen, die die Sehnsucht nach Italien beim gehobenen Bürgertum weckten. Diese sogenannten italianisierten Landschaften erfreuten sich großer Beliebtheit bei der Käuferschaft und erbrachten bisweilen den dreifachen Preis einer “normalen” Landschaft mit regionalen Motiven.

 

Mit Sarvenaz Ayooghi

 

di, 08.06., 13.00 Uhr @suermondtludwig

Architekturlandschaft, um 1840

Caspar Scheuren (1810 – 1887)

 

Der aus Aachen stammende, in Düsseldorf lebende Maler bleibt zeitlebens der Romantik verpflichtet. Ist Caspar Scheuren in den ersten Düsseldorfer Jahren künstlerisch an Johann Wilhelm Schirmer orientiert, so sieht er nach der Akademiezeit die Natur als seine Lehrmeisterin an. Dies schlägt sich in zahlreichen Landschaften nieder. Diese Architekturlandschaft verbindet eine realistische Bildauffassung mit phantasievoller Kombinatorik. Das Oktogon des Essener Münsters wird mit der Westseite des Altenberger Domes zu einem Komplex verbunden, und diese Bauteile als Zeugen lang zurück liegender Vergangenheit im Sinne romantischer Vorstellung auf einem Hügel in eine Landschaft heraus gestellt und für die damalige Zeit als vorbildhaft interpretiert.

 

Mit Dagmar Preising

 

Di, 15.06., 13.00 Uhr @suermondtludwig

Arbeiten von Jupp Zeller (Aachen) – neu in der Sammlung!

 

“Man muss stille sein, damit man die “Stehende” oder das “Paar” vernimmt. Keine Pose, kein Effekt werben um Verständnis. Alles ist ehrlich und aussagestark” (Zitat Dr. Vaessen). Der Aachener Künstler Jupp Zeller ist vielen Aachenern heutzutage vor allem durch seinen Seepferdchenbrunnen in Burtscheid bekannt. Darüber hinaus schuf er Denkmäler, Skulpturen und Plastiken, häufig im Auftrag der Kirche und zu christlicher Thematik. Dem Suermondt-Ludwig-Museum wurde vor Kurzem der Nachlass des Künstlers übergeben, der derzeit inventarisiert und aufgearbeitet wird. Darunter befindet sich auch eine Reihe von Gipsvorlagen, anhand derer im Vergleich zum späteren Abguss die Stadien des künstlerischen Entwurfs deutlich werden.

Mit Wibke Birth                                                                                                                          

 

di, 22.06., 13.00 Uhr @suermondtludwig

Stehende Madonna mit Kind, Lindenholz, ehemals bunt bemalt

Eine knapp 50 cm hohe, in Lindenholz geschnitzte und ursprünglich bunt bemalte Marienfigur stand seit dem Erwerb 1907 unbeachtet im Depot des Museums. Erst kürzlich wurde entdeckt, dass ein Kupferstich von Albrecht Dürer (1471-1528) aus dem Jahr 1508 als Vorlage für die Skulptur diente. Die künstlerisch meisterhaft ausgeführten Darstellungen in den Druckgraphiken des großen Nürnberger Meisters wurden schon zu dessen Lebzeiten häufig als Vorbild gewählt. Dies betrifft Gemälde, andere Druckgraphiken, Skulpturen, Reliefs und kunstgewerbliche Objekte. Besonders in der Zeit um 1600, in der ein wahrer “Dürer-Hype” ausbrach und die gekrönten Häupter Europas Werke von Dürer erwerben wollten, entstanden in vielen Medien Kunstobjekte, die stilistische und kompositorische Anleihen am Künstlergenie nahmen. Sowohl in fälscherischer Absicht, aber auch als Verbeugung vor dem angeblichen Universalgenie, wurden die neu geschaffenen Werke sogar mit dem Dürer-Monogramm AD, seinem “Branding”, versehen (selbstverständlich war Dürer niemals bildhauerisch tätig….). Das Aachener Stück, um 1600 geschnitzt, ist eindeutig ein Werk dieser sogenannten “Dürer-Renaissance”. Ein um das Haupthaar Mariens verlaufender Absatz zeugt davon, dass dort ehemals – wie auf dem Kupferstich – wohl eine Edelmetallkrone aufgesetzt war.

 

Mit Michael Rief

 

di, 29.06., 13.00 Uhr @suermondtludwig

Geburt Christi, 1558

Cornelis van Dalem (1530-1573) und Gillis Mostaert (1528-1598), nach Albrecht Dürer (1471-1528)

 

Der 1504 entstandene Kupferstich Albrecht Dürers mit der Geburt Christi wurde von verschiedenen Künstlern nachgestochen und erfreute sich bis in das 19. Jahrhundert großer Beliebtheit. Auch in der niederländischen Malerei fand er Niederschlag. Der aus Antwerpen stammende, ab 1565 in Breda lebende Landschaftsmaler Van Dalem und Gillis Mostaert, der mehrfach auch mit anderen führenden Künstlern in Antwerpen zusammen gearbeitet hat, haben in gemeinsamer Kooperation den Kupferstich Dürers seitenrichtig rezipiert. Es handelt sich um eine relativ getreue Wiedergabe des Originals. Allerdings wurde die Gottesmutter im Stall im Gemälde um mehrere Hirten erweitert. Hier ein

Vorgeschmack auf die große Dürer-Ausstellung (18.07. – 24.10.2021) im Suermondt-Ludwig-Museum!

 

Mit Dagmar Preising


Digitale Wiedereröffnung mit „Inside@Suermondt-Ludwig-Museum”

Im Rahmen seiner digitalen Wiedereröffnung präsentiert das Suermondt-Ludwig-Museum sich jetzt regelmäßig mit der neuen Reihe „Inside@Suermondt-Ludwig-Museum” in den Sozialen Medien Jeden Freitag um 16 Uhr zeigen so die Kurator*innen des Hauses auf Facebook und auf Instagram @suermondtludwig die neuen Räume. Sarvenaz Ayooghi, Wibke Birth, Dr. Dagmar Preising und Michael Rief stellen dabei ihre Lieblingswerke vor und erklären, worauf sie bei der Neugestaltung der Ausstellung Wert gelegt haben.

Bis das Suermondt-Ludwig-Museum an der Aachener Wilhelmstraße wieder öffnen und seine Schätze analog zeigen kann, tritt es ausschließlich online in Erscheinung. In Corona-Zeiten wird jeweils dienstags um 13 Uhr eine „Kunstpause digital“ online gestellt. In den Videos, die sich großer Beliebtheit erfreuen, erklären Kurator*innen kurz und knapp ausgewählte Werke.

„Inside@Suermondt-Ludwig-Museum” bietet in den kommenden Monaten digitale Streifzüge durch die vielfältige Sammlung des Hauses: Malerei vom 15 bis 20. Jahrhundert, italienische und spanische Kunst, eine graphische Sammlung, Skulpturen, Stadtgeschichte und Spezialsammlungen wie Frauenköpfe und Glasmalerei. Spannend ist die Bürgerliche Kunstkammer. Aachens Bürgerschaft hat eine erstaunliche Sammlung zusammengetragen. Fundstücke aus der Natur stehen neben artifiziellen Kunststücken, Fossilien neben griechischen Vasen, Kopien neben Originalen – eine Weltausstellung en miniature. Im didaktischen Bereich gibt es Werkstätten eines Holzschnitzers und Malers. All das wird digital anschaulich erklärt.


SERVICE:

Suermondt-Ludwig-Museum

Wilhelmstr. 18, 52070 Aachen

Tel.: +49 241 47980-40

Fax: +49 241 37075

info@suermondt-ludwig-museum.de

www.suermondt-ludwig-museum.de

 

Das Suermondt-Ludwig-Museum ist der „Salon“ der Aachener. In einem prachtvollen Stadtpalais aus dem 19. Jahrhundert sind kostbare Sammlungen untergebracht. Herausragend ist die mittelalterliche Skulpturensammlung, eine der bedeutendsten in Deutschland. Auch holländische Meister der Barockzeit sind hier exzellent vertreten. Dazu gibt es eine kleine, feine Sammlung von Gemälden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, ein Kupferstichkabinett und eine riesige Kollektion kunsthandwerklicher Stücke.

 


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Foto: Stadt Aachen


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Details

Datum:
01.06.2021
Zeit:
13:00
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Veranstaltungsort

Suermondt-Ludwig-Museum
Wilhelmstraße 18, 52070 Aachen
Aachen, Deutschland
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