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Jazz im Büchel Museum – Michel Reis / Matthieu Bordenave

Jazz im Büchel Museum – Michel Reis / Matthieu Bordenave
Bei der Begegnung des luxemburgischen Pianisten Michel Reis und des südfranzösischen Saxofonisten Matthieu Bordenave ist eine Fertigkeit besonders gefragt: die des einander Zuhörens. Doch will das Duo nicht nur die Möglichkeiten eines intimen Dialogs ausloten. Es lässt einen weiteren Mitspieler zu, den Raum nämlich, in dem gespielt wird. Die Atmosphäre, die er zurückwirft, ist Teil der Musik.
An ihrem gemeinsamen Abend werden Reis und Bordenave improvisieren, aber auch komponierte Stücke aufführen, die zum Teil älteren Datums sind. Sie wollen sie sich neu erschließen, ihnen frische Aspekte abtrotzen.
Michel Reis hat kürzlich erst bei seinem Solo-Auftritt in der Reihe Einsteins Piano in München sein musikalisches Vermögen gezeigt. Der klassisch ausgebildete Klavier-Virtuose hat bereits vierzehn Alben unter eigenem Namen veröffentlicht. Seine Qualitäten als Pianist verglich das deutsche Magazin Jazzthing einst mit denen von Fred Hersch, Brad Mehldau oder Keith Jarrett.
Matthieu Bordenaves Musik kann sehr ätherisch sein, dann wieder von großer erzählerischer Kraft. Der in München lebende Franzose hat sein brillantes Spiel am Tenor und Sopran in eigenen Bands verschiedener Personalstärken eingesetzt, etwa im Trio Archipel und glänzte sonst im Trio Mostly Monk oder in der Formation Fragments of a Tale. Seine beiden letzten Alben „The Blue Land“ (2024) und „La Traversée“ (2022) erschienen beide bei ECM Records.
Von der Virtuosität dieses Duos überzeugte sich Manfred Eicher von ECM beim letzten Konzert des Duos im Jazzclub Unterfahrt in München selbst.
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