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Film ĂŒber das Erwachsenwerden jugendlicher FlĂŒchtlinge

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„Der Ernst des Lebens“ – ein Film ĂŒber das Erwachsenwerden jugendlicher FlĂŒchtlinge

Wie lassen sich HĂŒrden im Berufsleben und Alltag bewĂ€ltigen? Welche Probleme treten eigentlich beim Erwachsenwerden auf? Mit diesen und Ă€hnlichen Fragen muss sich jeder junge Mensch auseinandersetzen. Die Aachener Filmemacher Miriam Pucitta und Michael ChauvistrĂ© wollen mit ihrem neuen Film „Der Ernst des Lebens – Geschichten vom Erwachsenwerden“ erzĂ€hlen, wie schwierig es ist, wenn neben diesen alltĂ€glichen Problemen noch kulturelle und sprachliche Welten aufeinander prallen.

Zusammen mit den niederlĂ€ndischen Filmemachern Sergej Kreso, Remy Kooi, der Projektkoordinatorin Julia Herbergs und den geflĂŒchteten Jugendlichen Abou, Benhur, Ibrahim, Mamin, Mohammed, Tanzid, Youssef, Zahra und Zeyad haben sie den Film gedreht. Er berichtet vom TrĂ€umen, GrĂ¶ĂŸerwerden und von Schwierigkeiten, die es fĂŒr die Jugendlichen in Aachen und Heerlen zu meistern gilt. Die ersten drei Filmen von Pucitta und ChauvistrĂ© mit den Titeln „Wie geht Deutschland?“, „Eine Banane fĂŒr Mathe – angekommen in Deutschland“ sowie „Gemeinsam einsam“ handeln vor allem vom Ankommen in Deutschland. In „Der Ernst des Lebens“ stehen die ganz persönlichen Probleme der Jugendlichen im Fokus.

„Ihre Probleme werden unseren immer Ă€hnlicher. Sie haben die neue Sprache gelernt, gehen zur Schule oder zur Ausbildung, haben sich schon integriert. Doch jetzt geht es weiter, neue Schwierigkeiten tauchen auf“, stellt Miriam Pucitta fest. Die Dokumentation der einzelnen Lebensgeschichten und der Art und Weise, wie die Jugendlichen ihr Leben meistern, ist laut Pucitta „ein Versuch, mit authentischen Geschichten die Ängste der Bevölkerung zu brechen und einen neuen Zugang zwischen ihnen und den GeflĂŒchteten zu schaffen“.

Die Filmemacher schaffen in ihrem Film von jedem Jugendlichen ein individuelles Portrait. Sie filmten in kleinen Gruppen und haben so sehr persönliche Momente festgehalten. Zum Beispiel ist zu sehen, wie Ibrahim zum einen bei Gericht um seine Anerkennung als FlĂŒchtling kĂ€mpfen muss, zum anderen als BĂ€cker bei einer BiobĂ€ckerei arbeitet und seine Aufgabe gefunden hat. Youssef hat in Aachen eine Ausbildung zum Elektriker gemacht und findet seinen Ausgleich als Schauspieler im Stadttheater. Diesen braucht er, weil er am Ende eines Arbeitstages nicht nur gearbeitet haben will.

Jeder der Jugendlichen hat seinen eigenen Lebenslauf, seinen eigenen Weg nach Europa und seine eigene Art und Weise, sich hier zu integrieren.

Dennoch zeigen sie alle gemeinsam, mit welchen Ungewissheiten oder Sprachbarrieren sie zurechtkommen mĂŒssen, welcher Tatendrang und welche UnterstĂŒtzung sie miteinander verbindet und jeden einzelnen stĂ€rker macht. „Sie werden zum Botschafter ihrer eigenen Geschichte. Sie sind ein Vorzeigebeispiel zum Mut machen und zeigen, wie es klappen kann!“, sagt Pucitta. Stolz, Dankbarkeit und Fröhlichkeit sind nur einige Aspekte, die der Film aus dem Leben der Jugendlichen widerspiegelt. Einige von ihnen beteiligten sich schon das vierte Mal an den Dreharbeiten, andere zum ersten oder zweiten Mal.

 

UnterstĂŒtzt wird das Gemeinschaftsprojekt „Der Ernst des Lebens“ von der BĂŒrgerstiftung Lebensraum Aachen, dem Internationalen Zeitungsmuseum sowie dem „Docfest – Documentary/Film Festival Maastricht“. Norbert Greuel von der BĂŒrgerstiftung Lebensraum Aachen betont: „Integration ist nicht nur Aufgabe der GeflĂŒchteten, Integration ist eine Aufgabe fĂŒr jeden.“ Deshalb sind fĂŒr ihn die Filme sehr wichtig. Wenngleich man bei solchen Projekten vor allem auf Spenden angewiesen ist, die in diesem Falle von verschiedenen deutschen sowie niederlĂ€ndischen Fonds erbracht wurden, seien laut Greuel die Finanzen nur am Rande wichtig. Alles in allem freuen sich Pucitta, ChauvistrĂ© und Greuel ĂŒber die gelungene Zusammenarbeit aller Beteiligten, zu denen auch die Musiker Dieter Kaspari und Jos Netto gehören, und dass die jungen Leute so ehrliche Einblicke in ihr Leben gewĂ€hren.

Die Premiere des Films „Ernst des Lebens – Geschichten vom Erwachsenwerden“ lĂ€uft am Sonntag, 29. April, um 11 Uhr (Einlass ab 10 Uhr) in der Aula der RWTH, Templergraben 55. Eine Anmeldung ist erforderlich. Wer dabei sein möchte, kann sich noch bis Freitag, 27. April, 15 Uhr anmelden: Unter der Rufnummer 0241 432-4998 oder per Mail an museumsdienst@mail.aachen.de.

Mehr Infos

 

Details

Datum:
29.04.2018
Zeit:
11:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
, ,

Veranstalter

Stadt Aachen
Website:
http://www.aachen.de

Veranstaltungsort

RWTH HauptgebÀude


Templergraben, Aachen, Deutschland
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