Stadt Aachen gewinnt Europas wichtigsten Mobilitätspreis

CIVITAS Award Ceremony - Foto: Stadt Aachen / Andreas Steindl

Klimaneutralität: Stadt Aachen gewinnt Europas wichtigsten Mobilitätspreis

Europas Vorreiter in Sachen nachhaltige urbane Mobilität und Verkehr sind am gestrigen Mittwochabend (20. Oktober) bei den CIVITAS-Awards 2021 geehrt worden, die erstmals in Aachen stattfanden. Neben der Stadt Aachen wurden Parma (Italien) und Gdynia (Polen) in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet und erhielten die renommiertesten europäischen Preise für nachhaltige Konzepte der urbanen Mobilität.

Im Rahmen eines dynamischen CIVITAS-Forums überreichten hochrangige Mobilitätsexperten die Preise. Für die Stadt Aachen nahmen Isabel Strehle (Leiterin des Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur) und Klaus Meiners (stellvertretender Leiter des Fachbereichs Klima und Umwelt) den Preis entgegen.

Fachjury: Aachen hat bei der Umgestaltung seiner Mobilitätslandschaft einen großen Schritt nach vorn gemacht

Im letzten Jahr hat Aachen bei der Umgestaltung seiner Mobilitätslandschaft einen großen Schritt nach vorn gemacht, wie die Fachjury anerkannte. Die Stadt wurde als Gewinnerin des diesjährigen Preises für die überzeugendsten Ansätze zur Transformation der städtischen Mobilität ausgezeichnet. Seit 2020 wurden in Aachen 4,2 Kilometer Radhauptverbindungen geschaffen, 1076 Fahrradständer gebaut, 150 neue Ladestationen für E-Fahrzeuge errichtet, die ersten Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeuge in Deutschland eingeführt und die Kapazität ihrer Abteilung für Mobilität und Planung erhöht hat.

Aachens Stadtbaurätin Frauke Burgdorff sagte nach der Verleihung, die im DEPOT Talstraße stattfand, sichtlich erfreut: „Aachen ist eine durch und durch europäische Stadt und wir haben mit dem CIVITAS-Preis einen europäischen Preis erhalten. Wir sind unglaublich stolz! Dieser Preis ist eine Aufforderung, noch besser zu werden. Denn es ist ein Preis für Transformation. Das heißt: Es ist kein Preis für all das, was wir bereits geschafft haben, sondern für alles, was wir noch schaffen wollen. Ich freue mich sehr, dass uns die Europäische Kommission anspornt, schneller und besser zu werden, um eine klimaneutrale Stadt zu sein.“

Auch Uwe Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung und Mobilität der Stadt Aachen, sagte, dass man auf diese Transformation wirklich stolz sein könne. Müller weiter: „Der CIVITAS-Transformationspreis für Aachen zeigt, dass Wandel in der Mobilität stattfindet! Die Mobilitätsinfrastruktur wendet sich den Menschen zu: Wir schaffen mehr Raum für sichere, ruhige und umweltfreundliche Mobilität und wir schaffen mehr Aufenthaltsqualität. Der Preis ist Belohnung und Ansporn zugleich: eine Belohnung für unser junges und ambitioniertes Team von ‚Treiberinnen und Treibern‘ der Mobilitätswende, die alle Bereiche der Mobilität angehen; und ein Ansporn, diesen nachhaltigen Prozess für alle fortzusetzen – für die Bürgerinnen und Bürger, die Beschäftigten, die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger, die Besucherinnen und Besucher und nicht zuletzt für die Region. Ich bin wirklich stolz darauf, Teil dieses Wandels in Aachen zu sein!”

Isabel Strehle und Klaus Meiners betonten bei der Entgegennahme des Preises, dass es vor allem eine Auszeichnung für ein großes Team sei, das gemeinsam den Weg der Mobilitätswende in Aachen beschreite. Sie lobten die Entschlossenheit der Politik, die wegweisende Beschlüsse getroffen habe. Mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK), mit dem vielfältigen Mobilitätsprojekt #AachenMoove! und dem von vielen zehntausend Bürgerinnen und Bürgern auf den Weg gebrachten Radentscheid habe man die richtigen Weichen gestellt, um die großen Herausforderungen der Zukunft anpacken zu können.

Das CIVITAS-Projekt

Seit 2004, als das polnische Gdynia an seinem ersten CIVITAS-Projekt (CIVITAS TELLUS) teilnahm, hat die Stadt die Lektionen, die sie durch CIVITAS gelernt hat, in großem Umfang in ihre Mobilitätsmaßnahmen und -politik integriert. Dies hat den Plan für nachhaltige urbane Mobilität (SUMP) der Stadt beeinflusst, ebenso wie die Einführung neuer Busspuren, Lastenfahrräder, fußgängerfreundlicher Zonen, Oberleitungsbusse und sauberer Busse, Mobilitätskampagnen, Datenmanagement und vieles mehr. Bei dieser Erfolgsbilanz ist es klar, warum Gdynia den diesjährigen “Legacy”-Preis gewonnen hat. Die italienische Stadt erhielt den CIVITAS-Preis für Klimanautralität.

Die Preisträger*innen und ihre außergewöhnliche Arbeit wurden am Mittwochabend bei der offiziellen Preisverleihung im Rahmen der diesjährigen CIVITAS Forum Konferenz 2021 gewürdigt. Die Zeremonie wurde von der Stadt Aachen ausgerichtet und vom fünffachen TEDx-Redner Dan Ram moderiert.

Bei der Verleihung wies Matthew Baldwin, Deputy Director-General for Transport and Mobility der Europäischen Kommission auf das außergewöhnliche Niveau der Arbeiten der diesjährigen Preisträger hin: „Ein ist ein besonders spannendes Jahr für mich beim CIVITAS-Forum. Wir können hier all die viele Arbeit sehen, die wir über Jahre geleistet haben und die uns jetzt in Richtung klimaneutraler Städte führt. Wir hoffen, dass wir es so in der EU bis zum Jahr 2030 schaffen, 100 klimaneutrale Städte zu haben.“

Weitere Informationen über die CIVITAS-Preise finden Sie unter: https://civitas.eu/awards.


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