Leitungswasser ist ein gesunder Durstlöscher.

Leitungswasser ist ein gesunder Durstlöscher. Die Qualität wird streng überwacht.

6.7.2022: Ist es eine gute Idee, Wasser aus der Leitung zu trinken? „Ja!“, sagt Dr. Corinna Bank vom Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen. „Leitungswasser ist Trinkwasser und damit eines der am gründlichsten überwachten Lebensmittel in Deutschland.“ Auch in der StädteRegion Aachen fließt qualitativ hochwertiges Wasser direkt aus dem Hahn. Man kann es unbesorgt trinken und auch für Kinder ist es zum Durstlöschen geeignet. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass der Zustand der Hausinstallation die Qualität beeinflussen kann.

Jeder Mensch sollte über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit trinken, rät Dr. Corinna Bank. Bei großer Hitze oder Anstrengung darf es auch mehr sein. Vor allem ältere Menschen müssen darauf achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Und gerade bei Kindern ist es sinnvoll Wasser anzubieten, um sie nicht an gesüßte, kalorienreiche Getränke zu gewöhnen. Hier eignen sich ungesüßter Tee, selbst gemischte (und nur leicht süße!) Saftschorlen oder Wasser pur. Wer sich dazu am Wasserhahn bedient, spart das Schleppen von Flaschen oder Kästen und schont die Umwelt – allein weil Leitungswasser ohne Verpackung direkt ins Haus kommt.

Einige Punkte sollte man bei der Verwendung von Wasser zur Zubereitung von Getränken und Speisen beachten:

  • Wasser ist kein haltbares Lebensmittel: Man sollte es also immer frisch aus der Leitung zapfen.
  • Wasser, das mehr als vier Stunden in den Rohren stand, ist nicht mehr frisch. Wasser zum Trinken oder Kochen sollte man deshalb immer erst mal so lange laufen lassen, bis es kühl aus dem Hahn kommt. Das kann bis zu 30 Sekunden dauern. Wer dieses Wasser nicht ungenutzt lassen will, kann damit zum Beispiel Blumen gießen.
  • Alle Flaschen und andere Behälter, in denen man Wasser aufbewahrt und transportiert, immer gründlich reinigen! Das gilt auch für Filter oder Geräte zum Aufsprudeln. Wer Filtersysteme einsetzt, sollte darauf achten, sie regelmäßig und gründlich zu reinigen, um einer Verkeimung vorzubeugen.

Die deutsche Trinkwasserverordnung macht klare Vorgaben, die auf jeden Fall eingehalten werden müssen. Es gibt strikte Grenzwerte für Schadstoffe und Bakterien, die nicht überschritten werden dürfen. Die örtlichen Gesundheitsämter stellen sicher, dass sie eingehalten werden. Sobald kritische Keime oder Chemikalien auffallen, müssen die Wasserversorger Maßnahmen ergreifen und öffentlich informieren.

Die Qualitätsgarantie gilt allerdings nur bis zum Hausanschluss. Ab der Wasseruhr im Keller ist der Eigentümer verantwortlich dafür, dass das vom Versorger angelieferte Trinkwasser nicht durch schadstoffhaltige Armaturen sowie veraltete oder beschädigte Rohre beeinträchtigt wird. Problematisch sind alte Bleileitungen in teil- oder unsanierten Altbauten oder (bei bestimmten Wasserzusammensetzungen) Kupferrohre. Der Eigentümer oder Vermieter ist verpflichtet, alte Leitungen notfalls auszutauschen. Mögliche Keimbelastungen können auch von der individuellen Hygiene am Hahn abhängen.

Trinkwasser ist grundsätzlich auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung und als zusätzliches Getränk für Babys geeignet. Nur in seltenen Fällen, wie bei einer erhöhten Nitrat- oder Uranbelastung des Trinkwassers, kann die Verwendung von abgepacktem Wasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ erforderlich sein. In der StädteRegion Aachen kann man das Leitungswasser bedenkenlos auch für Säuglinge verwenden – sofern die Hausinstallation nicht dagegenspricht. Bleileitungen dürfen zum Beispiel nicht vorhanden sein.

Das Trinkwasser in der StädteRegion Aachen kommt aus unterschiedlichen Quellen. Das führt dazu, dass der Härtegrad je nach Wohnort unterschiedlich ist. Doch egal, ob es aus Talsperren in der Eifel oder aus dem Grundwasser kommt: Das Gesundheitsamt überwacht die Qualität des Trinkwassers für alle, die in der StädteRegion Aachen leben.


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Foto: pixabay.com


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