Jülich: Kunsthandwerkerinnenmarkt 2022

28. Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich am 17./18. September

Jülich. Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen zu Jülichs kulturellem Höhepunkt des Jahres – sowohl bei den Ausstellerinnen als auch bei den Organisatorinnen: am 17. und 18. September wird der Brückenkopf-Park von 11-18 Uhr zum Anziehungspunkt für tausende Besucher aus der ganzen Region.

7.9.2022: Wie bereits im Vorjahr wird der Markt nicht auf dem Schlossplatz, sondern im Brückenkopf-Park stattfinden. Der kostenpflichtige Freizeit- und Familienpark hat für dieses Wochenende seinen regulären Eintrittspreis deutlich reduziert, so dass Erwachsene fünf und Kinder drei Euro Eintritt zahlen und damit nicht nur den Kunsthandwerkerinnenmarkt besuchen können, sondern das ganze vielfältige Angebot des Parks nutzen können. Zu beachten ist, dass Hunde und Fahrräder im Park nicht gestattet sind.

Zum nunmehr 28. Mal werden an zwei Tagen bis zu 30.000 Gäste in der Stadt erwartet, die sich an einer Vielfalt von kreativen Angeboten, hochwertigen Handarbeiten und ausgefallenen Gewerken erfreuen können – durch Schauen, Probieren, Stöbern, Schmecken und Schmücken, Riechen und Fühlen.  Der Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich bietet eine bunte Palette an schönen und nützlichen Dingen. Geschenkideen für sich und andere garantiert. Es gibt ausgefallene und hochwertige Produkte und dazu hautnahen Anschauungsunterricht. Die Veranstaltung ist eine Bereicherung für Jülich, Highlight des Jahres – und immer eine Reise wert.

Außergewöhnliche Gewerke sind das Markenzeichen des Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarktes. Wo sonst findet man auf einem einzigen Platz eine so vielfältige Demonstration ästhetisch ansprechender Produkte – allesamt handgearbeitete Objekte mit Unikatcharakter. Die Besucher verweilen gern am Stand der Handwerkerinnen und lassen sich von der kreativen Schaffenskraft der Künstlerinnen aus vielen Bundesländern und dem benachbarten Ausland beeindrucken. Es wird gefragt und gestaunt, überzeugt und inspiriert. Der hautnahe Anschauungsunterricht sorgt für die einzigartige Atmosphäre. Nicht selten setzen die Künstlerinnen vor Ort die Wünsche der Besucher und Kunden kreativ um. Die Zahl der Bewerberinnen wird jedes Jahr größer, aus denen rund 200 Frauen einen der begehrten Standplätze erhalten. Dabei gelingt es immer wieder, eine ausgewogene Mischung aus bewährten und neuen Gewerken, alten Techniken und modernen Trends zu präsentieren. Die Besucher wandeln entlang der Wege, an denen sich Stände um Stände reihen, tauchen ein in die Welt der Kunst von edel bis exzentrisch, die sich durch Originalität, Qualität und ausgefallene Kreativität auszeichnet.


28. Kunsthandwerkerinnenmarkt am 17. und 18. September im Brückenkopf-Park Jülich

Jülich. Es wird wieder bunt – beim 28. Kunsthandwerkerinnenmarkt am 17. und 18. September von 11 bis 18 Uhr im Brückenkopf-Park in Jülich. Eine farbenfrohe große Auswahl an schön anzusehenden und gut zu gebrauchenden Dingen ist dort zu finden.

Der Kunsthandwerkerinnenmarkt ist als kultureller Höhepunkt des Jahres eine unumstrittene Bereicherung für die Stadt Jülich. Seit nunmehr 28 Jahren kommen bis zu 30.000 Besuchende aus der ganzen Region in die Herzogstadt, die damit dem guten Ruf der Veranstaltung folgen.

Das Besondere des Kunsthandwerkerinnenmarktes ist vor allem, dass ausschließlich Frauen als Ausstellerinnen teilnehmen dürfen. Sie geben oftmals direkt am Stand Anschauungsunterricht über die Herstellung ihrer Produkte. Phantasie und künstlerisches Geschick bei der Formgebung sind die persönliche Note jeder Anbieterin. Viele Ausstellerinnen setzen auf Anfrage auch kreativ Wünsche der Besuchenden um. Wer Geschenkideen für sich und andere sucht, wird in jedem Fall fündig.

Über 200 Stände werden auch in diesem Jahr in dem durch den Zoo zweigeteilten ehemaligen Landesgartenschau-Gelände rund um das Lindenrondell und den Stadtgarten aufgebaut, an denen die Künstlerinnen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland ihre ausgefallenen und hochwertigen Werke präsentieren.

An insgesamt zwei Tagen werden alte Techniken des Handwerks ebenso präsentiert wie neue Trends zur Gestaltung. Ob Handwerkliches, Schmückendes, Traditionelles oder Modernes – die Frauen präsentieren ihr Kunstwerke mit Liebe zum Detail und zu ausgefallenen Dingen. 

Allen Gewerken gemeinsam sind die Einmaligkeit und der Einfallsreichtum der Kunsthandwerkerinnen mit ihrer Originalität, Qualität und Kreativität. Ansprechende handgearbeitete Objekte mit Unikatcharakter sind hier ebenso zu finden wie Einzigartiges aus edlen Stoffen und Materialien.

Der Kunsthandwerkerinnenmarkt ist ein kreatives Angebot und auch ein Ereignis, das die Stadt Jülich nicht nur im näheren Umfeld, sondern weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt macht. Die Veranstaltung ist seit jeher ein gutes Markenzeichen für die Stadt, eine konkrete Umsetzungsmöglichkeit für persönliche Ziele zahlreicher Ausstellerinnen. Und natürlich basiert der große Erfolg auch auf einem gut durchdachten und mittlerweile über fast drei Jahrzehnte bewährten Konzept sowie großem Engagement bei der Organisation des Marktes – ohne die die kreative Schaffenskraft der Künstlerinnen und Kunsthandwerkerinnen nicht zur Geltung kommen könnten.

Die Arbeiten zeugen auch in diesem Jahr von einem hohen Niveau handwerklichen Könnens und künstlerischer Eigenständigkeit.  Die Ausstellerinnen schätzen das außergewöhnliche Ambiente des Brückenkopf-Parks mit seinen weitläufigen Spazierwegen, an denen sich die Stände der Kunsthandwerkerinnen luftig reihen und so ermöglichen, dass zu dem Kunstgenuss auch die Freude am Aufenthalt in der Natur kommt.

Der große Mix an Eindrücken macht den Markt so beliebt. Für Augen, Ohren und den Gaumen gibt es vielfältigen Genuss. Zu einer Besonderheit ist in den vergangenen Jahren aufgrund großer Nachfrage der „Grüne Markt“ geworden mit diversen Köstlichkeiten aus ökologischem Anbau und eigener Herstellung, aber auch Blumenkunst und farbenfrohe Arrangements, authentische Produkte und eine vollmundige Aromenpalette, Leckereien zum direkten Verzehr und eine schmackhafte Stärkung – der Kunsthandwerkerinnenmarkt ist somit auch im 28. Jahr seines Bestehens wieder ein Event für alle Sinne.

Die Geschäfte der Innenstadt freuen sich ebenfalls über die vielen Menschen, die nach Jülich strömen und öffnen an beiden Tagen ihre Türen. Die Hotels der Stadt sind an diesem ereignisreichen Wochenende stets ausgebucht, zahlreiche Cafés und Restaurants gut besucht und Parkplätze bis weit vor die Tore der Stadt belegt – all das sind deutliche Zeichen dafür, dass Jülich wieder Ausflugsziel für alle die Menschen ist, die sich an Kunst erfreuen, die probieren und stöbern, kaufen und genießen, sich überzeugen und inspirieren lassen wollen.

Da in diesem Jahr die gleichzeitig stattfindende europäische Mobilitätswoche, die Faire Woche, die Klimaschutzwoche und das Jugendfest auf und um dem Schlossplatz ebenfalls viele Menschen anlocken werden, macht den Besuch auf dem Kunsthandwerkerinnenmarkt mit anschließendem Stadtbummel zu einem gelungenen Tagesausflug – oder auch gern zwei.


Jutta Koch aus Jülich freut sich auf den 28. Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich

Jülich. Eine idyllische Ruhe herrscht im Garten von Jutta Koch aus Jülich, in dem viele Pflanzen wachsen. Und doch werden die Blicke sofort weitergelenkt auf viele bunte Stelen, die mehr oder weniger geordnet ihren passenden Platz dazwischen gefunden haben. Entstanden sind die Exponate aus der Hand von Jutta Koch, die sich seit der Beendigung ihres Berufslebens nun ganz auf ihr über viele Jahre als Nebenbeschäftigung ausgeführtes Kunsthandwerk konzentrieren kann. Beim Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt am 17. und 18. September von 11-18 Uhr im Brückenkopf-Park ist sie zum wiederholten Mal dabei.

Schon im Kunststudium hatte sie als junge Frau den Schwerpunkt der Bildhauerei gewählt. „Etwas mit den Händen zu erschaffen war schon immer mein Wunsch“. Als Lehrerin ging das allerdings nur bedingt. Nicht nur die Berufsausübung, auch die Kindererziehung, der Haushalt und der Hausbau in Barmen sorgten dafür, dass für diese gestalterische Ader in ihr viele Jahre lang weder Zeit noch Raum blieben. Im Jahr 2013 allerdings, als die Kinder weitestgehend groß und das Haus fertiggestellt war, brach diese Kreativität wieder durch und Jutta Koch besuchte zur Inspiration einen Workshop in der Langerweher Töpferei. „Und dann hat es mich wieder wie Fieber gepackt. Es war so herrlich, wieder Kunst zu machen, mit den Händen zu arbeiten und Ton zu modellieren“.

Da just zu dieser Zeit das heimische Treppengeländer aus Edelstahl gebaut wurde – „ein Material das ich haptisch faszinierend fand“ – war sofort die Idee geboren, „das doch irgendwie zusammenbringen zu können. Stelen mit farbigen Rundkörpern sind schön, aber ich wollte diese nicht auf rostige Stäbe spießen, sondern den Edelstahl mitwirken lassen. Ich wollte, dass man auch etwas sieht von dem Stab. Der Einsatz von witterungsbeständigen Kautschukringen, die die Elemente sicher an ihrem Platz halten, war eine gute Idee, um die einzelnen Teile mit ausreichend Abstand voneinander zu platzieren und den Edelstahl dazwischen als Teil des Ensembles mit einzubeziehen“, beschreibt die Kunsthandwerkerin die Grundidee zur Erstellung ihrer Werke. Diese sind alle nach demselben Prinzip aufgebaut, gleichen sich aber niemals – zu groß ist die mögliche Anzahl der Variationen in Größen, Farben und Mustern. Zudem wird jede der einzelnen Tonkugeln als Unikat von ihr in der heimischen Werkstatt selber gebrannt und glasiert.

Die ersten Ergebnisse sind im heimischen Garten gelandet, danach wurden Freunde und Bekannte beschenkt. „Überall standen Teile rum und gefielen. Immer wieder wurde ich von den Beschenkten ermutigt, damit doch auf Kunsthandwerkermärkte zu gehen. Und so habe ich mich beworben – mit Erfolg“, freut sich Jutta Koch, dass sie bereits vor Jahren erstmals beim Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt dabei sein durfte. „Das war schon ein großes Erlebnis, kannte ich den Markt doch schon seit vielen Jahren als Besucherin, die dort viele schöne und edle Kunstwerke bestaunt und gekauft hat. Ich habe immer geträumt, da auch einmal zu stehen – nun war ich selber dabei – ein Heimspiel!“

Und Jutta Koch wollte keine halben Sachen machen und bereitete sich akribisch vor. Zunächst musste reichlich angeschafft werden: ein Ofen für die Produktion einer ausreichenden Menge Keramiken, ein Anhänger für den Transport zu den Märkten, Flyer, Werbung, ein stabiles Zelt – „da kam schon einiges zusammen, was erst einmal investiert werden musste“, so Jutta Koch. Stets bekam sie Rückendeckung von ihrem Mann, der ihr die Werkstatt baute und beim Aufbau auf den Märkten im Raum Köln und Mönchengladbach hilft. „Das lief mehrere Jahre parallel zum Berufsleben. Das war manchmal stressig, aber es sorgte dafür, dass ich vor zwei Jahren, als ich aus gesundheitlichen Gründen in den Vorruhestand gehen musste, nicht in ein Loch gefallen bin.“

Seitdem hat sie zwar mehr Zeit für die Werkstatt, aber die Auswahl der Märkte, an denen sie teilnimmt, ist – wie sie sagt – gut dosiert. „Aber für den Jülicher Markt schiebe ich alles beiseite!“ Und so ist sie derzeit im Endspurt, um die bis zu 30.000 erwarteten Besucher mit einer großen Auswahl ihrer Stelen erfreuen und zum Kauf anbieten zu können. Bis zu zehn Stunden Arbeit steckt in jeder dieser Kugeln – ebenso groß ist die Anzahl der erforderlichen Arbeitsschritte vom Tonklumpen bis zur letzten der drei Glasuraufträge. „Ich habe so gelernt, Geduld zu haben. Bezahlt habe ich anfangs mit unzähligen geplatzten Kugeln, weil ich den Prozess beschleunigen wollte“, erinnert sie sich schmunzelnd. „Ich habe am meisten gelernt durch wiederholtes Ausprobieren.“
Und so vergehen Wochen von der ersten Idee bis zum fertigen Objekt. Nur selten nutzt die Kundschaft das Angebot, die einzelnen Objekte selber zusammenstellen zu können – auf die Wirkung der Unikate – von der Kunsthandwerkerin in Kenntnis von Proportionen, Mustern und Farblehre harmonisch und stilsicher zusammengestellt – kann man sich verlassen.

Die dreidimensionalen Arbeiten haben ein Gewicht von rund 30 Kilogramm. „Meistens kommen die Menschen im Anschluss an die Märkte nach Jülich in meine Werkstatt, um sich ihre Kunstwerke abzuholen – oder sie kaufen erst dann, weil sie von der bunten Vielfalt, die sich dort bietet, begeistert sind.“ Mit Bodenankern, in die das Edelstahlrohr gesteckt und verschraubt werden, können die Stelen an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden. „Zieht man das alles in Betracht, sind meine relativ hohen Preise für die Kunstwerke gerechtfertigt – es ist eine langlebige Investition in Kunst, die jeden Garten aufwertet“, so die Künstlerin, die derzeit auch mit Lieferschwierigkeiten und erhöhten Material- bis hin zu Strompreisen zu kämpfen hat.

Derzeit kämpft sie jedoch vor allem gegen die Zeit – denn „erfahrungsgemäß sind die vielen Besuchenden des Kunsthandwerkerinnenmarktes sehr kauffreudig und ich möchte ja niemanden enttäuschen“. Sie freut sich nicht nur auf den Verkauf, sondern auch auf die vielen inspirierenden Gespräche, die sie an ihrem Stand führt. Immer mit dabei hat sie ihr Fotobuch, in dem eine große Produktpalette abgebildet ist – „denn ich kann ja immer nur eine begrenzte Zahl mit auf die Märkte nehmen“.
Während des pandemiebedingten Lockdowns hat sie sich vor zwei Jahren einen Shop in einem Internetportal eingerichtet, so dass viele ihrer kleineren Objekte wie Vasen oder Schalen mittlerweile in ganz Europa von Österreich bis Irland ausgeliefert wurden. Der weiteste Weg, den eine ihrer großen Stelen zurückgelegt hat, führte bis nach Verona in Italien, aber auch deutsche Gärten in Hamburg oder Dresden zieren ihre bunten Stelen aus Jülich – und am 17. und 18. September auch – an ihrem Stand – den Stadtgarten im Brückenkopf-Park Jülich beim 28. Kunsthandwerkerinnenmarkt.

Eckdaten:

  1. Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt, Brückenkopf-Park Jülich
    Samstag und Sonntag, 17. und 18. September 2022, von 11.00-18.00 Uhr
    Eintritt: 5,-/ermäßigt 3,- Euro
    Internet: www.juelich.de/kunsthandwerkerinnenmarkt

Kontakt / Ansprechpartner:
Stadtmarketing Jülich | Julia Huneke
Große Rurstraße 17 | 52428 Jülich | Tel.: 02461-63419
E-Mail: JHuneke@juelich.de

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