Zählen, was zählt! – Insektensommer des NABU

2. Teil der Mitmach-Aktion, 2. – 11. August 2019

Auf geht’s in die nächste Runde! Schon vom 31. Mail bis 9. Juni rief der NABU zur großen Mitmach-Aktion auf, und das mit vollem Erfolg! Über 6.400 Insektenfans beteiligten sich an der Aktion und sie gaben über 3.600 Meldungen ab. Das Zwischenergebnis: Unterm Strich wurden bisher genauso viele Insekten notiert wie 2018. Allerdings machen sich viele Schmetterlinge rar, auch Schwebfliegen zeigen sich seltener. Käfer, Wespen und Bienen legen dagegen zu. Besonders gut geht es den Marienkäfern und den Erdhummeln, der Feldwespe und der Blauen Holzbiene.

Der „Insektensommer“ ist eine bundesweite Aktion, um eine kontinuierliche Erfassung von bei uns lebenden Insekten zu etablieren. Und jeder kann helfen, Daten zur Artenvielfalt und der Häufigkeit der Insekten zu sammeln.

Wieder acht Kernarten besonders im Fokus

Kernarten sind Arten, die (noch!) häufig sind und deren Vorkommen wissenschaftlich besonders aufschlussreich sind. Im 2. Teil des Insektensommers sind das Ackerhummel, Grünes Heupferd, Holzbiene, Schwalbenschwanz 7-Punkt-Marienkäfer, Streifenwanze und die Blaugrüne Mosaikjungfer.

Neu vom NABU: der Insektentrainer!

Nur wie erkennt man die acht Kernarten mit den poetischen Namen? Dafür hat der NABU ganz frisch den Insektentrainer entwickelt, ein Online-Tool, mit dem man sie in Ruhe anschauen und eindeutig bestimmen kann.

Wie funktioniert die Zählaktion?

Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Man notiert alle Insekten, die  innerhalb einer Stunde am selbst gewählten Beobachtungsplatz zu finden sind, egal ob in der Luft, am Boden, an Büschen, Bäumen und Gräsern oder unter Blumentöpfen und Steinen.

Die Beobachtungen werden als sogenannte Punktmeldungen erfasst. Es sollen dabei nur die Insekten von einem eng begrenzten Beobachtungsort gezählt werden. Diesen Ort hat der NABU als Umkreis von höchstens zehn Metern festgelegt – das sind immerhin gut 300 Quadratmeter und damit genügend Raum für viele interessante Insektenfunde. Wer Lust und Zeit hat, kann natürlich an mehreren Orten beobachten, muss dann aber jedes Mal eine separate Meldung abgeben. Gemeldet wird digital unter www.insektensommer.de oder mit der NABU-App „Insektenwelt“ für iOS und Android, die sogar eine pfiffige Fotoerkennung hat.

Welche Orte kommen als Beobachtungspunkte in Frage?

Ob Balkon oder Garten, Wegesrand oder Park – Hauptsache im Freien. Der NABU will auf diese Weise auch herausfinden, in welchen Lebensräumen sich welche Arten besonders wohlfühlen. Im Meldeformular wird dem jeweiligen Beobachtungsort daher ein Lebensraumtyp wie Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich oder Bach und Fluss zugeordnet.

Zählhilfen zum Ausdrucken, Hintergrundwissen und alle weiteren Infos unter www.insektensommer.de

Wer sich intensiver mit dem Thema Insekten beschäftigen und vielleicht dauerhaft aktiv werden möchte, kann gern unter www.nabu-aachen.de mit dem Arbeitskreis Tagfalter und dem Arbeitskreis Wildbienen Kontakt aufnehmen.

NABU-Stadtverband Aachen e.V. (NABU Aachen)

Preusweg 128 a, D-52074 Aachen

Email: info@NABU-Aachen.de

Tel. +49 (0) 241/87 08 91


Mehr auf der Veranstalterseite

Schwalbenschwanz – Foto: Markus Moeller


Lesen Sie mehr - Kategorie: Natur

Lesen Sie mehr auf dieser Webseite