Hitzevorsorge in Aachen und Herzogenrath

Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor starker Wärmebelastung

23.6.2026: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Zeit von Mittwoch, 23. Juni, bis einschließlich Samstag, 27. Juni, seine Warnung aktualisiert und warnt nun vor extremer Wärmebelastung (Stufe 2) für Aachen und die Region in diesem Zeitraum. Sonntag, 28. Juni, ist laut DWD ebenfalls eine starke Wärmebelastung (Stufe 1) möglich. Damit einher geht auch eine entsprechende aufeinanderfolgende Anzahl so genannter tropischer Nächte mit Temperaturen über 20 Grad, in denen sich die Schlafqualität und Erholung verringern. (Erläuterung des Warnstufen, siehe unten.)

22.6.2026: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Zeit von Dienstag, 23. Juni, bis einschließlich Freitag, 26. Juni, eine Warnung vor starker Wärmebelastung (Stufe 1) für Aachen und die Region herausgegeben. Für Samstag, 27. Juni, ist laut DWD ebenfalls eine starke Wärmebelastung (Stufe 1) möglich.

17.6.2026: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für morgen, Donnerstag, 18. Juni, eine Warnung vor starker Wärmebelastung (Stufe 1) in Aachen und der Region herausgegeben. Für Freitag, 19. Juni, bis einschließlich Montag, 22. Juni, ist laut DWD ebenfalls eine starke Wärmebelastung (Stufe 1) wahrscheinlich. Für Freitag, 19. Juni, ist sogar eine extreme Wärmebelastung (Stufe 2) möglich.

Eine starke beziehungsweise extreme Wärmebelastung oder auch Hitze genannt, ist eine ernstzunehmende gesundheitliche Gefahr für jeden Menschen. Deshalb ist das richtige Verhalten bei Hitze entscheidend. Im „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes (www.umweltbundesamt.de/publikationen/hitzeknigge) und auf der Webseite der Stadt Aachen unter www.aachen.de/hitze sind viele Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze sowie nützliche Tipps oder auch eine „Kühle Orte“-Karte zu finden.

Einige konkrete Verhaltensregeln können helfen, die heißen Tage besser zu überstehen:

  • Achten Sie vor allem auf ältere Personen und Kinder, die durch die Hitze besonders belastet sind. Sie brauchen gezielte Aufmerksamkeit.
  • Trinken Sie viel an heißen Tagen, mindestens zwei Liter. Besonders geeignet sind mineralstoffhaltige Getränke wie Wasser oder Tee. Koffein, Getränke mit viel Zucker und Alkohol sind besser zu vermeiden. Sie trocknen den Körper aus. Sehr kalte Getränke belasten den Magen und damit den Kreislauf.
  • Nehmen Sie leichte Kost zu sich, viel Gemüse, Salat und wasserreiches Obst. Vermeiden Sie schwer bekömmliche Speisen.
  • Sport an heißen Tagen sollte besser in den frühen Morgen- oder späteren Nachmittags- und Abendstunden ausgeübt werden. Vermeiden Sie während der Mittagshitze starke körperliche Anstrengungen.
  • Achten Sie auf einen angemessenen Schutz gegen ultraviolette Strahlung. Den besten Sonnenschutz bieten geeignete Kleidung, ein Sonnenhut und Sonnenbrille. Haut, die nicht mit Kleidung bedeckt ist, muss gut mit einem Sonnenschutzmittel eingerieben werden. Schützen Sie sich und andere.
  • Schützen Sie Räume frühzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung. Am besten abdunkeln mit Sonnenschutz von außen, um eine Aufheizung zu vermeiden.
  • Lüften Sie nachts und in den frühen Morgenstunden. Wenn die Temperaturen ansteigen, halten Sie die Fenster geschlossen.
  • Lassen Sie Kinder und Tiere nicht im geparkten Auto zurück, da es sich stark aufheizen kann.

Unter www.aachen.de/hitze oder auf der Seite des Gesundheitsamtes www.staedteregion-aachen.de/hitze sind alle Infos und Tipps noch einmal zusammengefasst. Dort sind auch weitere hilfreiche Links zu finden.

Kostenlose Trinkwasserabgabe in Aachen

Bei Hitze ist es besonders wichtig, ausreichend Trinkwasser zu sich zu nehmen, auch wenn man keinen Durst verspürt. Vier Verwaltungsgebäude der Stadt Aachen und eines der StädteRegion sowie die Stadtbibliothek bieten während der Öffnungszeiten kostenloses Trinkwasser. Einfach ein Gefäß mitbringen und auffüllen.

Stadtbibliothek, Couvenstraße 15, 1. Etage

Di, Mi und Fr, 10 – 18 Uhr, Do 12 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz, Hackländerstraße 1

Mo – Do, 8 – 18 Uhr und Fr, 8 – 16 Uhr

Verwaltungsgebäude Katschhof, Johannes-Paul-II.-Straße 1

Mo – Do, 8 – 18 Uhr und Fr, 8 – 16 Uhr

Verwaltungsgebäude Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20

Mo – Do, 6 – 18 Uhr und Fr 6 – 16 Uhr

Verwaltungsgebäude Mozartstraße 2-10

Mo – Do, 6 – 18 Uhr und Fr 6 – 16 Uhr

Haus der StädteRegion, Zollernstraße 10

Mo, Di und Do, 9 –16 Uhr, Mi, 9 – 16 Uhr, Fr 9 – 14 Uhr

Rund um die Uhr bietet die Stadt Aachen vier netzgebundene Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum an:

  • am Eingang des Elisengartens in der Ursulinerstraße
  • auf dem Münsterplatz (der sogenannte Möschebrunnen)
  • in der Alexanderstraße am Hotmannspiefbrunnen
  • in der Heinrich-Hollands-Straße in Aachen-Nord

Erläuterungen zu den Warnungen des DWD

Eine Warnung vor „starker Wärmebelastung“ wird ausgegeben, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen bestimmten Wert überschreitet. Dieser liegt bei ca. 32 Grad Celcius, kann aber je nach Situation etwas niedriger oder höher sein. Zusätzlich wird für diese 1. Warnstufe auch eine verringerte nächtliche Abkühlung mit einbezogen.

Bleibt es nachts zu warm (mehr als 20 Grad Celsius = Tropennacht), verschlechtert sich die Schlafqualität. Durch diese zusätzliche Belastung wird die Hitze tagsüber schlechter ertragen.

Überschreitet die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen Wert von 38 Grad Celcius, wird vor einer „extremen Wärmebelastung“ (2. Warnstufe) gewarnt.

Auf der Seite www.hitzewarnungen.de kann man den Newsletter „Hitzewarnungen“ für sein Bundesland oder Wohnort abonnieren.


Hitzeschutzempfehlungen: Mit Tipps vom Gesundheitsamt gut durch die heißen Tage kommen.

StädteRegion Aachen. Viel Trinken, luftige Kleidung und leichtes Essen – das sind nur ein paar der Hitzeschutzempfehlungen des Gesundheitsamtes der StädteRegion Aachen. Der Deutsche Wetterdienst hat für weite Teile der StädteRegion für heute (Mittwoch, 24.06.) und die nächsten Tage eine amtliche Warnung vor „extremer Hitze“ ausgesprochen. Es werden Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad erwartet. Hinzu kommen tropische Nächte, in denen es nicht kühler als 20 Grad werden soll. Solch hohe Temperaturen belasten die Gesundheit. Das Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen bietet deshalb unter www.staedteregion-aachen.de/hitze konkrete Hilfestellungen und viele Beispiele für Maßnahmen im privaten oder beruflichen Umfeld.

Viel trinken und leichte Kost

Besonders wichtig ist es, ausreichend und regelmäßig über den Tag verteilt etwas zu trinken. Gute Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser.

Damit der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser möglich ist, nimmt die StädteRegion seit mehreren Jahren am Projekt „Refill Deutschland“ teil. Im Hauptverwaltungsgebäude an der Zollernstraße 10 befindet sich ein barrierefrei erreichbarer Wasserspender, wo jeder Mensch Trinkwasser in eine selbst mitgebrachte Flasche füllen kann. Empfohlen wird außerdem wasser- und mineralstoffreiche sowie leichte Kost wie Obst- und Gemüsesalate.

Clever lüften

Damit sich Wohnräume nicht zu stark aufheizen ist es wichtig, am frühen Morgen oder während der Nachtzeit zu lüften. Tagsüber sollte man die Wohnräume frühzeitig abdunkeln und unnötige Elektrogeräte ausschalten.

Richtiges Eincremen und angepasste Kleidung

Einen guten Schutz bieten Sonnencremes am besten mit Lichtschutzfaktor (LSF) 50. Wichtig ist regelmäßiges Eincremen, um Hautschäden zu vermeiden. Eine Alternative zum ständigen Eincremen kann, insbesondere für Kinder, UV-Kleidung sein. „Am besten eignet sich luftige, langärmelige Kleidung, diese bietet nicht nur Sonnen- sondern auch Mückenschutz. Mücken fühlen sich, gerade bei feuchter Hitze, wie wir sie derzeit erleben, besonders wohl“, erklärt Julia Körmendy, Leiterin der Arbeitsgruppe Kommunales Gesundheitsmanagement und Prävention im Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen. Sie rät zudem, eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und Kopfbedeckung zu tragen und insbesondere in der Mittagshitze, wenn möglich, Schatten und kühle Räume aufzusuchen.

Hilfe anbieten

Besonders hitzebetroffen sind Menschen, deren Selbsthilfe eingeschränkt ist, wie Kinder, Ältere, gesundheitlich Beeinträchtigte und wohnungslose Menschen, aber auch Menschen, die im Freien arbeiten. So ist etwa das Hitzerisiko älterer Menschen im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen deutlich erhöht. Die Regulierung der Körpertemperatur verlangsamt sich und mit steigenden Temperaturen steigt auch die Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Manche vergessen auch etwas zu trinken. „Wir hoffen da auf Mithilfe der Bevölkerung. Achten Sie auf sich und andere. Vielleicht bieten Sie älteren Nachbarinnen und Nachbarn an, für sie einkaufen zu gehen oder stellen einem wohnungslosen Menschen eine Flasche Wasser zur Verfügung“, ruft die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes der StädteRegion Aachen, Dr. Corinna Bank, auf.

Medikamente prüfen

Manche Medikamente können bei Hitze ihre Wirksamkeit verlieren. Deshalb ist es wichtig, die Hitzeverträglichkeit seiner Medikamente zu überprüfen und mit seinem Arzt oder Ärztin gegebenenfalls zu besprechen, ob sie anders dosiert werden müssen.

Mehr Hitzeschutztipps (auch für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Einrichtungen) und weitere Informationen über die Gefahren hoher Temperaturen für die Gesundheit gibt es hier: www.staedteregion-aachen.de/hitze.


Hitzeaktionsplan für Herzogenrath fertiggestellt: Maßnahmenplanung startet

17.6.2026: Die Stadt Herzogenrath hat ihren Hitzeaktionsplan erfolgreich fertiggestellt und schafft damit die Grundlage für einen noch besseren Schutz der Bevölkerung vor den Folgen zunehmender Hitzeereignisse. Nach einer intensiven Analysephase beginnt nun die konkrete Planung der erarbeiteten Maßnahmen. Bereits Anfang 2025 hatte die Stadt mit der Erstellung des Hitzeaktionsplans begonnen. Neben der Auswertung umfangreicher Verwaltungsdaten wurden auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden. Eine Befragung im Sommer 2025 lieferte wichtige Erkenntnisse darüber, wie Hitze in Herzogenrath wahrgenommen wird und welche Unterstützungsbedarfe bestehen.

Auf dieser Grundlage wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der die Stadtverwaltung, verschiedene Fachakteure und die Bevölkerung dabei unterstützen soll, sich auf Hitzewellen vorzubereiten und im Ereignisfall schnell und gezielt zu handeln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen wie älteren Menschen, Kindern, Schwangeren, chronisch Erkrankten, wohnungslosen Menschen sowie Personen, die im Freien körperlich arbeiten. Ein weiterer Baustein des Hitzeaktionsplans ist eine speziell für Herzogenrath entwickelte Kommunikationsstruktur. Sie soll sicherstellen, dass Informationen bei bevorstehenden Hitzeereignissen schnell und zielgerichtet weitergegeben werden können. Gleichzeitig setzt die Stadt auf Aufklärung und Sensibilisierung, damit Bürgerinnen und Bürger sich selbst und andere besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze schützen können.

Die nun entwickelten Maßnahmen des Konzeptes sind bewusst praxisnah gestaltet und können mit geringem finanziellen Aufwand umgesetzt werden. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf kurzfristig realisierbaren Schritten, beispielsweise bei der Einrichtung von Websites, der Erstellung von Informationsunterlagen oder der Etablierung von Hitzewarnsystemen. Langfristige Maßnahmen werden künftig im Rahmen des Klimaanpassungskonzepts der Stadt weiterentwickelt, um Synergien zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden.

Mit der Fertigstellung des Hitzeaktionsplans setzt die Stadt Herzogenrath einen weiteren wichtigen Baustein ihrer Klima- und Umweltstrategie um. Der Fokus liegt nun darauf, die geplanten Maßnahmen schrittweise in die Praxis zu überführen und die Stadt noch widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Die Vorstellung und Beschlussfassung des Hitzeaktionsplans sowie des Klimaanpassungskonzepts sind für die Sitzung des zuständigen Fachausschusses am 8. Oktober 2026 vorgesehen. Bis dahin wird die Verwaltung die weitere Maßnahmenplanung und die Vorbereitung erster Umsetzungsschritte vorantreiben.


Hitzevorsorge: Aachen ist in vielen Bereichen bereits aktiv

  • Bundesweiter Hitzeaktionstag: Die Initiatoren fordern, Hitzeschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrzunehmen.
  • Die Stadt arbeitet seit vier Jahren systematisch an einem „Aachener Hitzeaktionsplan“, setzt kontinuierlich Maßnahmen um und entwickelt den Plan stetig fort.
  • Bürgerinnen und Bürger können mithelfen, zum Beispiel durch eigene Hitzevorsorge und die Entsiegelung von Flächen.

10.6.2026: Der Klimawandel und seine teils massiven Auswirkungen werden auch in Deutschland immer deutlicher sicht- und spürbar. Dabei sind „Hitzetage“ mit über 30 Grad am Tag oder „Tropennächte“ mit nachts über 20 Grad und die damit verbundenen gesundheitlichen Belastungen das größte singuläre Risiko, dem Menschen schon heute ausgesetzt sind und in Zukunft noch stärker sein werden: Jährlich sterben Tausende an den Folgen – auch in Deutschland. Dies zeigen entsprechende Studien wie zum Beispiel die des Umweltbundesamtes von 2025 oder die laufend erhobenen Daten des Robert Koch Instituts (RKI).

Wissen über Gefahren der Hitze oft nicht ausreichend

Während der immer häufigeren und längeren Hitzeperioden wird das Gesundheitssystem und damit die gesamte Gesellschaft durch erhöhte Gesundheitsbelastungen, steigende Krankenhauseinweisungen und vermehrte Rettungseinsätze zusätzlich belastet. Menschen werden in ihrer Produktivität und ihrem Wohlbefinden eingeschränkt. Trotz dieser massiven Gesundheitsrisiken ist Deutschland, speziell das deutsche Gesundheits- und Sozialsystem, noch nicht ausreichend auf Hitzeperioden vorbereitet. Auch das Bewusstsein und das Wissen über die Gefahren der Hitze und wie besonders gefährdete Personen am besten zu schützen sind, ist oft nicht ausreichend.

Um den Hitze- und Gesundheitsschutz stärker in den Fokus zu rücken und das Wissen in der Bevölkerung zu stärken, wurde der bundesweite Hitzeaktionstag ins Leben gerufen, der in diesem Jahr morgen, am Donnerstag, 11. Juni, stattfindet (https://hitzeaktionstag.de). Eine der Forderungen der Initiatoren: Den Hitzeschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen.

Hitzeschutz als kommunale Daseinsvorsorge und Fürsorgepflicht

Die Stadt Aachen hat diese Verantwortung als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und der Fürsorgepflicht – zum Beispiel bei Kindern und Jugendlichen in KiTas und Schulen und für Mitarbeitende – früh erkannt. Im gesamtstädtischen „Klimafolgenanpassungskonzept Aachen“ von 2018 (KAK) wurden bereits wichtige Hitzevorsorgemaßnahmen wie der Erhalt von Kaltluftschneisen, die Entsiegelung und Begrünung von Flächen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Baumpflanzungen, das Offenlegen von Bächen, Trinkwasserbrunnen und die Kommunale Hitzeaktionsplanung verankert. Der Fachbereich Klima und Umwelt hat deshalb 2022 begonnen, systematisch einen „Aachener Hitzeaktionsplan“ (AHAP) zu erarbeiten und schrittweise konkrete Maßnahmen zum Hitzeschutz und zur Vorsorge mit den jeweils zuständigen Fachbereichen abzustimmen.

So wurden in den letzten Jahren in den Fachbereichen Jugend und Schule, KiTa und Kindertagespflege, Sicherheit und Ordnung und dem Stadtbetrieb die Mitarbeitenden im Frühjahr und unmittelbar vor Hitzetagen aktiv zur Hitze- und UV-Vorsorge informiert: Wie schütze und sorge ich für Kinder und Jugendliche, wie schütze ich mich selbst? Für die Mitarbeitenden, die überwiegend im Freien tätig sind, wie beispielsweise die Teams des Ordnungsamtes, der Müllabfuhr, der Stadtreinigung und der Grünunterhaltung, wurde geeignete Arbeits- und UV-Schutzkleidung beschafft und der Hitze- und UV-Schutz im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz integriert.

Seit Anfang 2025 koordinieren Dipl.-Ing. Jens Hasse, Klimavorsorgemanager der Stadt, und Dr. Daniel Kelterbaum, Abteilungsleiter für Immissions- und Klimaschutz, gemeinsam die weitere Ausarbeitung und Entwicklung des AHAP. Dabei werden alle relevanten Fachbereiche und Eigenbetriebe in den gesamtstädtischen Prozess eingebunden. Gemeinsam mit dem Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing, der auch die Hitzevorsorge-Seiten unter www.aachen.de/hitze betreut, haben die beiden AHAP-Koordinatoren ein System zur frühzeitigen Hitzewarnung aufgebaut, das die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aufgreift. Zielgruppen sind die Bevölkerung und die Öffentlichkeit, aber auch die städtischen Mitarbeitenden.

Eine weitere wichtige Maßnahme im Rahmen des AHAP ist das Fachbereichs übergreifende Projekt „Hitzeschutz auf Außenflächen von Schulen und Kindergärten“, das die zuständigen Fachbereiche und Eigenbetriebe gemeinsam seit Anfang 2025 bearbeiten – koordiniert vom Dezernat Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude. Zur Vorbereitung wurde ein Maßnahmenkatalog mit Standard-Hitzeschutzmaßnahmen wie Begrünung, Entsiegelung, Verschattung, ein Leitfaden zur Erfassung und Analyse der einzelnen Standorte erarbeitet. Bei Pilot-Begehungen in mehreren Schulen und KiTas wurden damit wichtige Erkenntnisse gesammelt. Insgesamt wurden bisher bereits 25 Standorte erfasst und für vier Objekte Förderanträge bei der „Zukunftsregion Rheinisches Revier“ eingereicht.

Die „Karte der Kühlen Orte“

Bereits im Sommer 2025 konnte der der Fachbereich Klima und Umwelt in Kooperation mit dem Fachbereich Geodaten eine „Karte der Kühlen Orte“ auf www.aachen.de/hitze veröffentlichen. Hier finden die Menschen in Aachen kühle Orte – in Parks, unter großen Bäumen, in Museen oder auch Kirchen – und haben auch die Möglichkeit, eigene „Kühle Orte“ zu benennen. Durch diese Zusammenarbeit und Beteiligung entsteht gemeinsam mit der Stadtgesellschaft eine Karte, die auch zur Verbreitung von Wissen über Hitze und das richtige Verhalten in diesen Extremsituationen beiträgt.

Eine wichtige Rolle im Hitzeschutz spielt auch die sogenannte „Bodenkühlleistung“ und das Entsiegeln und Begrünen von Flächen, gerade in dicht besiedelten Stadtteilen: Offene Böden und begrünte Flächen speichern weniger Wärme als Asphalt oder Beton und sorgen durch die Verdunstung von Wasser aus Boden und Pflanzen für natürliche Abkühlung. So verbessern sie das Mikroklima und wirken der Aufheizung verdichteter Räume entgegen.

„abpflastern“

Der bundesweite Wettbewerb „abpflastern“ der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz setzt genau hier an: Er ruft dazu auf, versiegelte Flächen zu entfernen und anschließend zu begrünen – grün statt grau. Vorbild ist die niederländische Initiative „Tegelwippen“, die sich seit Jahren für mehr entsiegelte und bepflanzte Flächen in Städten einsetzt. Ziel des Wettbewerbs ist es, gemeinsam einen Beitrag zur Klimaanpassung und zu lebenswerteren Städten zu leisten. Teilnehmen können Einzelpersonen, Nachbarschaften, Schulen, Kommunen, Unternehmen und Vereine. Entsiegelte Flächen können online registriert werden und werden der jeweiligen Kommune zugeordnet. Die Gewinnerinnen und Gewinner der jeweiligen Liga werden zum Saisonabschluss am 31. Oktober 2026 bekanntgegeben. Weiterführende Infos zum Wettbewerb unter www.abpflastern.de.

Praxisnahes Beispiel für Entsiegelung

Die Stadt Aachen, in Zusammenarbeit mit der StädteRegion Aachen, begrüßt das Engagement in diesem Wettbewerb ausdrücklich. Die Verwaltung sieht in Initiativen wie „abpflastern“ einen wichtigen Beitrag zum vorsorgenden Bodenschutz und zu einer klimavorsorgenden Stadtentwicklung. Bereits seit Jahren verfolgt die Stadt Aachen daher Maßnahmen zur Reduzierung von Flächenversiegelung und zur Entsiegelung bestehender Flächen. Dazu zählen unter anderem städtebauliche Projekte, das Brachflächen-Entsiegelungskataster sowie gezielte Maßnahmen an kommunalen Einrichtungen. Das wohl prominenteste Beispiel in der Aachener Innenstadt ist der Büchel: Dort wurde in den letzten Jahren bereits gezeigt, welchen Mehrwert die Umwandlung von einem Parkhaus zu einer Grünfläche bietet. Weitere Maßnahmen, wie das Brachflächen-Entsiegelungskataster, sind eher unbemerkt und struktureller Natur. Praxisnäher geht es der Aachener Stadtbetrieb an: In einer Kooperation mit Schülerinnen und Schülern der 4. Aachener Gesamtschule haben Auszubildende des Stadtbetriebs im Herbst 2025 Teile des Schulhofs entsiegelt und bepflanzt. Aber auch private Grundstücke spielen eine wichtige Rolle, da ihre Begrünung das Stadtklima nachhaltig verbessern kann.

Die Stadt befürwortet daher alle Aktivitäten, die auf eine Entsiegelung und nachhaltige Begrünung abzielen. Zur Unterstützung interessierter Bürgerinnen und Bürger gibt es praktische Hinweise und fachliche Empfehlungen der Verwaltung für die kleinflächige private Entsiegelungen unter: www.aachen.de/entsiegeln.

Neben der städtischen Klimaanalyse, der umfassenden Kommunikation zur Klimavorsorge, den Aktivitäten der Stadt zur Hochwasservorsorge, dem kommunalen Starkregenmanagement und der Grün- und Gestaltungssatzung stellt die Aachener Hitzeaktionsplanung einen wesentlichen Teil eines neuen Klimavorsorgekonzepts der Stadt Aachen dar.

Der aktuelle Stand des städtischen Hitzeaktionsplanungsprozesses (AHAP) wurde, wie jedes Jahr im Frühsommer, in der letzten Sitzung des Ausschusses für Klima und Umwelt am Dienstag, 9. Juni, vorgestellt.


Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor starker Wärmebelastung

11.8.2025: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die kommenden zwei Tage, Dienstag, 12. August, und Mittwoch, 14. August, eine Warnung vor starker Wärmebelastung herausgegeben. Viel Trinken, luftige Kleidung, leichtes Essen: Gesundheitsamt der StädteRegion gibt coole Tipps für heiße Tage.

Eine hohe Wärmebelastung oder auch Hitze genannt ist eine ernstzunehmende gesundheitliche Gefahr für jeden Menschen. Deshalb ist das richtige Verhalten bei Hitze entscheidend. Im „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes und auf der Webseite der Stadt Aachen unter www.aachen.de/hitze sind viele Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze sowie nützliche Tipps oder eine „Kühle Orte“-Karte zu finden.

Einige konkrete Verhaltensregeln können helfen, die heißen Tage besser zu überstehen:

  • Achten Sie vor allem auf ältere Personen und Kinder, die durch die Hitze besonders belastet sind. Sie brauchen gezielte Aufmerksamkeit.
  • Trinken Sie viel an heißen Tagen, mindestens zwei Liter. Besonders geeignet sind mineralstoffhaltige Getränke, wie Wasser oder Tee. Koffein, Getränke mit viel Zucker und Alkohol sind besser zu vermeiden. Sie trocknen den Körper aus. Sehr kalte Getränke belasten den Magen und damit den Kreislauf.
  • Nehmen Sie leichte Kost zu sich, viel Gemüse, Salat und wasserreiches Obst. Vermeiden Sie schwer bekömmliche Speisen wie Wurstplatten.
  • Sport an heißen Tagen sollte besser in den frühen Morgen- oder späteren Nachmittags- und Abendstunden ausgeübt werden. Vermeiden Sie während der Mittagshitze starke körperliche Anstrengungen.
  • Achten Sie auf einen angemessenen Schutz gegen ultraviolette Strahlung. Den besten Sonnenschutz bieten geeignete Kleidung, ein Sonnenhut und Sonnenbrille. Haut, die nicht mit Kleidung bedeckt ist, muss gut mit einem Sonnenschutzmittel eingerieben werden.
  • Schützen Sie Räume frühzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung. Am besten abdunkeln mit Sonnenschutz von außen, um eine Aufheizung zu vermeiden.
  • Lüften Sie nachts und in den frühen Morgenstunden. Wenn die Temperaturen ansteigen, halten Sie die Fenster geschlossen.
  • Lassen Sie Kinder und Tiere nicht im geparkten Auto zurück, da es sich stark aufheizen kann.

Unter www.aachen.de/hitze oder auf der Seite des Gesundheitsamtes www.staedteregion-aachen.de/hitze sind alle Infos und Tipps noch einmal zusammengefasst. Dort sind auch weitere hilfreiche Links zu finden.

Kostenlose Trinkwasserabgabe in Aachen

Bei Hitze ist es besonders wichtig, ausreichend Trinkwasser zu sich zu nehmen, auch wenn man keinen Durst verspürt. Vier Verwaltungsgebäude der Stadt Aachen und eines der StädteRegion bieten während der Öffnungszeiten kostenloses Trinkwasser. Einfach ein Gefäß mitbringen und auffüllen.

Stadtbibliothek, Couvenstraße 15, 1. Etage
Di, Mi und Fr, 10 – 18 Uhr, Do 12 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz, Hackländerstraße 1
Mo – Do, 8 – 18 Uhr und Fr, 8 – 16 Uhr

Verwaltungsgebäude Katschhof, Johannes-Paul-II.-Straße 1
Mo – Do, 8 – 18 Uhr und Fr, 8 – 16 Uhr

Verwaltungsgebäude Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20
Mo – Do, 6 – 18 Uhr und Fr 6 – 16 Uhr

Verwaltungsgebäude Mozartstraße 2-10
Mo – Do, 6 – 18 Uhr und Fr 6 – 16 Uhr

Haus der StädteRegion, Zollernstraße 10
Mo, Di und Do, 9 –16 Uhr, Mi, 9 – 16 Uhr, Fr 9 – 14 Uhr

Rund um die Uhr bietet die Stadt Aachen vier netzgebundene Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum an:

  • am Eingang des Elisengartens in der Ursulinerstraße
  • auf dem Münsterplatz (der sogenannte Möschebrunnen)
  • in der Alexanderstraße am Hotmannspiefbrunnen
  • in der Heinrich-Hollands-Straße in Aachen-Nord

Erläuterungen zu den Warnungen des DWD

Eine Warnung vor „starker Wärmebelastung“ wird ausgegeben, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen bestimmten Wert überschreitet. Dieser liegt bei ca. 32 Grad Celcius, kann aber je nach Situation etwas niedriger oder höher sein. Zusätzlich wird für diese 1. Warnstufe auch eine geringe nächtliche Abkühlung mit einbezogen.

Bleibt es nachts zu warm (mehr als 20 Grad Celsius), verschlechtert sich die Schlafqualität. Durch diese zusätzliche Belastung wird die Hitze tagsüber schlechter ertragen.

Überschreitet die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen Wert von 38 Grad Celcius, wird vor einer „extremen Wärmebelastung“ (2. Warnstufe) gewarnt.

Auf der Seite www.hitzewarnungen.de kann man den Newsletter „Hitzewarnungen“ für sein Bundesland oder Wohnort abonnieren.


Kühler Kulturgenuss: Freier Eintritt in die städtischen Museen bei starker Hitze

1.7.2025: Wer angesichts der aktuellen Temperaturen Schutz vor der Hitze sucht und sich außerdem kulturell erfrischen möchte, kann dies in den städtischen Museen tun: Bei Außentemperaturen über 30 Grad können die Bürger*innen alle städtischen Museen und Einrichtungen der Route Charlemange im Rahmen der Öffnungszeiten kostenlos zum Abkühlen besuchen.

Ganz vorn dabei empfehlen sich die Museen Centre Charlemagne, Suermondt-Ludwig-Museum und das Ludwig Forum. Alle drei verfügen über Klimaanlagen, wenn auch im Falle des Ludwig Forums nicht in allen Räumen.

Viel Trinken, luftige Kleidung, leichtes Essen: Gesundheitsamt der StädteRegion gibt coole Tipps für heiße Tage.

1.7.2025: Der Deutsche Wetterdienst hat für heute und morgen (01. und 02. Juli) für weite Teile der StädteRegion (unter 400 Höhenmeter) eine amtliche Warnung vor „extremer Hitze“ ausgesprochen. Es werden Temperaturen von weit über 30 Grad im Schatten erwartet. Für Gebiete in der Eifel über 400 Höhenmeter gilt eine amtliche Warnung vor „Hitze“. Solch hohe Temperaturen belasten die Gesundheit der Menschen stark. Die StädteRegion Aachen gibt aus diesem Grund zahlreiche Gesundheitstipps für heiße Tage.

Der erste Hinweis liegt auf der Hand: Mit der Hitze verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Es ist darum wichtig, vor allem ausreichend und regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken. Gute Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser. Damit der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser möglich ist, nimmt die StädteRegion seit zwei Jahren am Projekt „Refill Deutschland“ teil. Im Hauptverwaltungsgebäude an der Zollernstraße 10 in Aachen befindet sich ein barrierefrei erreichbarer Wasserspender, wo jeder Mensch Trinkwasser in eine selbst mitgebrachte Flasche füllen kann. Bei Veranstaltungen im Sommer sollte generell auch kostenfreies Trinkwasser angeboten werden.

Während der heißen Temperaturen sollte man auf leichtverdauliche Kost achten. Wasser- und mineralstoffreiche Lebensmittel wir Obst- oder Gemüsesalat sind besonders empfehlenswert. Aber auch das Tragen von luftiger, langärmeliger Kleidung inklusive Sonnenbrille mit UV-Schutz und Kopfbedeckung oder auch das Aufsuchen von Schatten und kühlen Räumen, insbesondere in der Mittagshitze wird empfohlen. „Zu beachten ist die Schattenregel: je kürzer der Schatten, den der eigene Körper wirft, desto mehr muss er vor der Sonneneinstrahlung geschützt werden“, sagt Julia Körmendy, die die Arbeitsgruppe Kommunales Gesundheitsmanagement und Prävention im Gesundheitsamt der StädteRegion leitet.

Darüber hinaus sollte man konsequent Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 auftragen, um Hautschäden zu vermeiden. Damit die Wohnräume nicht zu sehr aufheizen, sollten die am frühen Morgen oder während der Nachtzeit gelüftet und tagsüber abgedunkelt werden.

„Denken Sie auch an die Menschen, deren Selbsthilfe eingeschränkt ist, wie Kinder, Ältere und gesundheitlich Beeinträchtigte und wohnungslose Menschen“, empfiehlt Julia Körmendy zudem.

Wer mehr über Hitzeschutz und die Gefahren hoher Temperaturen für die Gesundheit erfahren möchte – auf der Internetseite des Gesundheitsamts der StädteRegion Aachen sind der Hitzeknigge und zahlreiche coole Tipps für heiße Tage zu finden: www.staedteregion-aachen.de/hitze.


Gesundheitsamt der StädteRegion gibt coole Tipps für heiße Tage: Viel Trinken, luftige Kleidung, leichtes Essen

28.6.2024: Der Klimawandel macht sich auf verschiedene Weise bemerkbar. Besonders spürbar ist er jetzt, im Sommer, denn die Zahl der Tage im Jahr, die Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr erreichen, hat in den vergangenen Jahren im Schnitt zugenommen. Solch hohe Temperaturen belasten die Gesundheit der Menschen besonders.

Die StädteRegion Aachen gibt aus diesem Grund zahlreiche Gesundheitstipps für heiße Tage. Der erste Hinweis liegt auf der Hand: Mit der Hitze verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Es ist darum wichtig, vor allem ausreichend und regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken. Gute Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser.

Damit der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser möglich ist, nimmt die StädteRegion seit zwei Jahren am Projekt „Refill Deutschland“ teil. Im Hauptverwaltungsgebäude an der Zollernstraße befindet sich ein barrierefrei erreichbarer Wasserspender, wo jeder Mensch Trinkwasser in eine selbst mitgebrachte Flasche füllen kann.

Ein weiterer Beitrag zum Gesundheits- und Hitzeschutz könnte in Zukunft auch das Anbieten von kostenfreiem Trinkwasser bei größeren Veranstaltungen sein. Dies sollte bei der Planung von Veranstaltungen im Sommer bereits mitgedacht werden. „Gerade bei großen Festivals und Freiluftveranstaltungen im Sommer kommen die Besucher oft von außerhalb und sind stundenlang der Sonne ausgesetzt. Dann sind mitgebrachte Trinkflaschen schnell leer. Es kann nicht sein, dass etwa Kinder bei großer Hitze nicht genug trinken, bloß weil Wasser nur kommerziell angeboten wird und zu teuer ist“, sagt Dr. Corinna Bank, Leiterin der Arbeitsgruppe Infektionsschutz, Hygiene und Umweltmedizin beim Gesundheitsamt.

Grundsätzlich gelten bei Sommerhitze besondere Hinweise. Diese reichen von der Empfehlung wasser- und mineralstoffreicher sowie leichter Kost wie Obst- und Gemüsesalat bis hin zu luftiger langärmeliger Kleidung inklusive Sonnenbrille und Kopfbedeckung oder dem Aufsuchen von Schatten und kühlen Räumen, insbesondere in der Mittagshitze. „Zu beachten ist die Schattenregel: je kürzer der Schatten, den der eigene Körper wirft, desto mehr muss er vor der Sonneneinstrahlung geschützt werden“, sagt Julia Körmendy, die die Arbeitsgruppe Kommunales Gesundheitsmanagement und Prävention im Gesundheitsamt leitet.

Darüber hinaus sollte man konsequent Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 auftragen, um Hautschäden zu vermeiden. Damit die Wohnräume nicht zu sehr aufheizen, sollten die am frühen Morgen oder während der Nachtzeit gelüftet und tagsüber abgedunkelt werden. „Man soll auch an die Menschen denken, deren Selbsthilfe eingeschränkt ist, wie Kinder, Ältere und gesundheitlich Beeinträchtigte und wohnungslose Menschen“, empfiehlt Julia Körmendy zudem.

Wer mehr über Hitzeschutz und die Gefahren hoher Temperaturen für die Gesundheit erfahren möchte – auf der Internetseite des Gesundheitsamts der StädteRegion Aachen sind der Hitzeknigge und zahlreiche coole Tipps für heiße Tage zu finden: www.staedteregion-aachen.de/hitze.


Hitzewelle: Stadt Aachen bietet Unterstützung zur Abkühlung an

4.8.2022: Wer angesichts des aktuellen Wetters mehr als kühles Wasser aus den vier Aachener Trinkbrunnen benötigt, dem bietet die Stadt Aachen Orte, an denen sich der Hitze entkommen lässt. Bei Außentemperaturen über 30 Grad können Menschen ab sofort alle städtischen Museen und Einrichtungen der Route Charlemange im Rahmen der Öffnungszeiten kostenlos zum Abkühlen besuchen. Ganz vorn dabei empfehlen sich die Museen Centre Charlemagne, Suermondt-Ludwig-Museum und das Ludwig Forum. Alle drei verfügen über Klimaanlagen, wenn auch im Falle des Ludwig Forums nicht in allen Räumen.

Darüber hinaus sollen Bürger*innen und Besucher*innen die Möglichkeit bekommen, in den Verwaltungsgebäuden Wasser zu erhalten. Wer eine Trinkflasche mitbringt, bekommt diese kostenlos aufgefüllt. Das städtische Gebäudemanagement prüft derzeit, ob das an allen Pforten der Verwaltungsgebäude problemlos möglich ist. Damit möchte die Verwaltung Vorreiter sein und geht mit der Idee auch auf Gastronomen und Einzelhändler zu.

Angenehmere Temperaturen als in Straßen und Häuserfluchten findet jeder natürlich auch in den Aachener Parks. Die Stadt Aachen bittet allerdings sehr darum, die Interessen der Anwohner*innen zu beachten und ab 22 Uhr Ruhe zu wahren. Wer Abwechslung zu den Parks sucht und die Anwohner*innen schonen will, den laden neben dem Aachener Wald auch die Aachener Friedhöfe zum besinnlichen Verweilen ein. Sie machen rund 30% des innerstädtischen öffentlichen Grünflächenanteils aus und haben im Vergleich zu anderen Kommunen in NRW mit die höchste Baumanzahl.

Übrigens: Wussten Sie, dass es zwischen Bäumen und an Bächen drei Grad weniger sind als in baum- und wasserlosen Bereichen? Dass es in Aachen entlang der Bachläufe Kaltluftschneisen gibt, die kontinuierlich Frischluft in die Stadt schicken? Grünfinger werden sie auch genannt und systematisch in Bebauungsplänen und im Flächennutzungsplan beachtet und geschützt. Um zukünftig noch mehr Kühlung in die Innenstadt zu bringen, ist zudem auch ein Konzept zur Freilegung der Aachener Bäche in Arbeit.

Wer dennoch lieber in der Innenstadt bleibt, der kann den Aachener Einzelhandel unterstützen und die kühlen Ladenlokale zum Shopping nutzen. Auch in Kirchen ist es meist angenehm kühl, daher laden sie ebenfalls zum Verweilen ein.


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Foto: aachenerkinder.de


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