Bitte beachten: Mittlerweile werden wieder viele Veranstaltungen angeboten, die wir veröffentlichen. In vielen FÀllen werden bestimmte Auflagen (Corona) genannt. Bleibt gesund!

EuropÀischer Filmsonntag im CAPITOL Aachen

 

  • EuropĂ€ischer Filmsonntag zeigt drei sehr gute europĂ€ische Produktionen.
  • LUX-Filmpreis soll die Vielfalt Europas hervorheben.
  • EuropĂ€ische Parlament entscheidet Ende November, welcher Film den Preis 2019 erhĂ€lt.

 

Die Stadt Aachen, die Karlspreisstiftung und das CAPITOL Aachen laden am Sonntag, 17. November, von 10.30 bis 18 Uhr, zum „EuropĂ€ischen Filmsonntag – LUX-Filmpreis 2019“ in das CAPITOL in Aachen ein. In Zusammenarbeit mit dem EuropĂ€ischen Parlament und unter der Schirmherrschaft der Aachener Europaabgeordneten und Vorsitzenden des Ausschusses fĂŒr Kultur und Bildung des EuropĂ€ischen Parlaments, Sabine Verheyen, freuen sich die Veranstalter, in diesem Jahr – bereits zum vierten Mal – mit dem EuropĂ€ischen Filmsonntag ein besonderes Veranstaltungsformat in Aachen prĂ€sentieren zu können. Gezeigt werden dort die drei Finalfilme fĂŒr den LUX-Filmpreis 2019: „Wer tötete Dag Hammarskjöld?“, „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ und „The Realm“.

 

„Das CAPITOL unterstĂŒtzt schon seit Jahren europĂ€ische und kleinere Filmproduktionen, weil diese sehr interessant sind“, so GeschĂ€ftsfĂŒhrer Moritz StĂŒrtz. Dabei ist es wichtig diese Formate so frĂŒh wie möglich zu unterstĂŒtzen, was sich der GeschĂ€ftsfĂŒhrer zur Aufgabe gemacht hat.

 

Vielfalt Europas muss auch im europÀischen Film gezeigt werden

Das Ziel des LUX-Filmpreises ist, die Vielfalt der europĂ€ischen Filmkunst unter anderem einem breiten Aachener Publikum, aber auch einem Publikum in 40 verschiedenen StĂ€dten der EuropĂ€ischen Union zu prĂ€sentieren. Anhand der drei Finalisten Filme des Preises soll die UniversalitĂ€t der europĂ€ischen Werte, die kulturelle Vielfalt und der Prozess der europĂ€ischen Integration veranschaulicht werden. FĂŒr Sabine Verheyen ist es nicht nur wichtig, dass die Vielfalt Europas auch in europĂ€ischen Filmen gezeigt wird, sondern auch, „dass diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit gerade in der Kultur erhalten bleibt“.

 

Informationen zum LUX-Filmpreis

Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das EuropĂ€ische Parlament seit 2007 jĂ€hrlich einen Film aus, der auf besondere Weise das europĂ€ische Publikum berĂŒhrt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregt. Eine 21-köpfige Fachjury wĂ€hlt unter allen Teilnehmern zehn Filme fĂŒr die offizielle Auswahl und schließlich drei Filme ins Finale des Wettbewerbs. Die drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der „LUX Film Days“ in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt. Die Abgeordneten des EuropĂ€ischen Parlaments wĂ€hlen schließlich am Mittwoch, 27. November, den Gewinner des LUX-Filmpreises und zeichnen diesen im Rahmen einer Plenartagung in Straßburg aus. Der Film, der die Auszeichnung erhĂ€lt, wird auch fĂŒr hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstĂŒtzt.

 

Besonderheit in Aachen

In Aachen werden die Filme nacheinander in Originalfassung mit deutschem Untertitel gezeigt. Vor jedem Film gibt es eine EinfĂŒhrung und wĂ€hrend der Pausen kleine Snacks. Im Anschluss an die FilmvorfĂŒhrungen haben die Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, ihren Favoriten unter den drei Finalisten zu wĂ€hlen. Sabine Verheyen nimmt dieses Votum mit ins EuropĂ€ische Parlament und wird es bei der Abstimmung ĂŒber den Gewinner berĂŒcksichtigen.

 

Informationen zum EuropÀischen Filmsonntag in Aachen

Wer Interesse am EuropĂ€ischen Filmsonntag hat ist herzlich eingeladen, am Sonntag, 17. November, im CAPITOL teilzunehmen. Karten sind an den Kassen des CAPITOL, Cineplex, Eden Palast und online fĂŒr 15 Euro erhĂ€ltlich. In dem Preis sind nicht nur die drei Filme enthalten, sondern auch die Verpflegung in den Pausen.

 

Finalisten 2019

 

WER TÖTETE DAG HAMMARSKJÖLD?

Der Film wirft die Frage nach dem ungeklĂ€rten Tod von UN-GeneralsekretĂ€r Dag Hammarskjöld am 18. September 1961 auf: Hammarskjölds Flugzeug stĂŒrzte unter mysteriösen UmstĂ€nden ab, kurz bevor ein Treffen mit Moise Tsinhombe, dem FĂŒhrer der Rebellenprovinz Katanga, anstand, die gerade ihre UnabhĂ€ngigkeit vom Kongo erklĂ€rt hatte. Hammarskjöld hoffte, dort einen Konflikt zu lösen, indem er Katanga – damals unterstĂŒtzt von einem mĂ€chtigen belgischen Unternehmen mit wirtschaftlichen Interessen in Afrika – davon ĂŒberzeugen wĂŒrde, wieder dem unabhĂ€ngigen Kongo beizutreten. Mehr als ein halbes Jahrhundert spĂ€ter beschloss der dĂ€nische Journalist und Regisseur Mads BrĂŒgger, den Fall mit Hilfe des schwedischen Privatdetektivs Göran Björkdahl zu untersuchen. Mads BrĂŒggers Film deckt alle Phasen der Untersuchung ab – von der Identifizierung der Beteiligten ĂŒber Interviews mit Zeugen bis hin zur Durchsuchung der Absturzstelle –, die die beiden MĂ€nner schließlich auf die Spur einer geheimen weißen, paramilitĂ€rischen Suprematistenorganisation mit Sitz in SĂŒdafrika bringt, die möglicherweise an der Ermordung des UN-GeneralsekretĂ€rs beteiligt war. Wir folgen den Ermittlern, wĂ€hrend sie andere, fast unvorstellbare Verbrechen aufdecken.

 

GOTT EXISTIERT, IHR NAME IST PETRUNYA

Petrunya, 32 Jahre alt und arbeitslos, lebt mit ihren Eltern in Stip, Nordmazedonien. Auf dem RĂŒckweg von einem erfolglosen VorstellungsgesprĂ€ch gerĂ€t sie in ein religiöses Fest, bei dem junge MĂ€nner aus dem ganzen Land darum wetteifern, als erste ein von einem Priester in einen Fluss geworfenes Kreuz zu bergen. Die Belohnung ist ein Jahr voller GlĂŒck und Wohlstand. Petrunya taucht spontan ins Wasser und greift zuerst das Kreuz. Ihr unbestreitbarer Erfolg fĂŒhrt jedoch in ihrer Gemeinschaft zu Verwirrung, da der Wettbewerb nur MĂ€nnern offen steht: Wie werden die Kirche und die Gesellschaft als Ganzes diesen Konflikt lösen?

 

THE REALM

Der Lokalpolitiker Manuel LĂłpez Vidal ist ein aufgehender Stern am Himmel. Adrett und forsch scheint er kurz davor zu stehen, das Zepter eines regionalen Potentaten zu erben, aber als sich die Nachricht von einem Korruptionsskandal, in den er verwickelt ist, verbreitet, kommt sein Aufstieg abrupt zum Stillstand. Als die EnthĂŒllungen zunehmen, schickt sich Manuels Partei (von der nie gesagt wird, wie sie heißt oder wo auf dem politischen Spektrum sie angesiedelt ist) an, die „schwarzen Schafe“ zu eliminieren. Manuel wird in die Enge getrieben: Er hatte zumindest stillschweigende UnterstĂŒtzung von seinen Parteikollegen erwartet, aber er muss stattdessen feststellen, dass er isoliert ist, und er versucht, sich zu schĂŒtzen, indem er droht, das volle Ausmaß der schmutzigen GeschĂ€fte aufzudecken, in die die Partei verstrickt ist. „The Realm“ ist ein politischer Thriller, ein ExposĂ© ĂŒber die Korruption, die die Welt der Politik zersetzt. Antonio de la Torre ist meisterhaft in der Rolle eines verzweifelten Mannes, der entschlossen ist, den Preis fĂŒr seine eigene Eitelkeit nicht zu zahlen.


Mehr auf der Veranstalterseite

Foto: pixabay.com


Lesen Sie mehr - Kategorie: Film