Engagement: „Aachen bewegt sich“

Aachen bewegt sich: Offene Angebote

Petra Mahr (links)vom Team Stadt der Zukunft und Bürger*innendialog, Engagierte und kooperative Stadt und Vera Schröder Jugendpflege und Streetwork, Stadt Aachen (Mitte rechts) bedanken sich bei den Engagierten: Alexandra Schlachetzki, Björn Schum, Uschi Brammertz, Murad Abu-Tair und Philipp Nawrocki. Foto: Stadt Aachen/Lena Hoof

  • Das Ziel der diesjährigen Engagementkampagne „Aachen bewegt sich“ ist es freiwilligen Engagierten aus dem Bereich Sport „Danke“ zu sagen.
  • Neben Vereinsangeboten hat Aachen auch zahlreiche „Offene Angebote“ für Menschen, die sich nicht an einen Verein binden möchten.
  • Wichtig ist bei diesen Projekten, dass jeder willkommen ist.

12.10.2022: „Im Sport ist ohne Ehrenamt nichts möglich. Vielen Dank an alle, die sich engagieren. Dank dieser Menschen können viele andere Sport treiben“, sagt Petra Mahr, vom Team Stadt der Zukunft und Bürger*innendialog, Engagierte und kooperative Stadt. Genau das ist auch das Ziel der diesjährigen Engagementkampagne „Aachen bewegt sich“: Freiwilligen Engagierten aus dem Bereich Sport „Danke“ zu sagen.

Diese Mal galt der Dank den Projekten „Tag-Nacht-aktiv in Aachen“, „Fit im Quartier“ und „Open Sunday“. Es handelt sich bei diesen Projekten um offene Sportangebote, die unabhängig von Sportvereinen, Lust auf Bewegung machen sollen. „Ehrenamt mit Sport ist vielfältig“, erklärte Philipp Nawrocki, vom Stadtsportverbund Aachen e.V.. Das niederschwellige Angebot sei für die Öffentlichkeit ohne Anmeldung zugänglich. Auch für diejenigen, die keine Zeit für den Vereinssport haben. Vera Schröder, zuständig für Jugendpflege und Streetwork bei der Stadt Aachen, freute sich vor allem über den Nutzen der Projekte für Kinder und Jugendliche: „Durch Sport werden die Kinder aufgefangen und ausgeglichen. Auch die Eltern werden dadurch entlastet.“

Tag-Nacht-Aktiv in Aachen

Für die Nachtaktiven ist mit dem Programm „Tag-Nacht-Aktiv in Aachen“ der Sportjugend im Stadtsportbund Aachen e.V. gesorgt. Hier haben Jugendliche die Möglichkeit sich von 21 bis 1 Uhr auszupowern. Egal ob Fußball oder Basketball, die ausgewählten Hallen sind für alle geöffnet.

Auch Turniere und ein Weihnachtsspecial mit kleinen Wettbewerben finden im Rahmen des Projektes statt. Das Angebot ist in verschiedenen Stadtbezirken verfügbar.

Aber nicht nur der Sport steht im Vordergrund, sondern auch Fairplay, Gemeinschaft und Loyalität werden vermittelt. Wichtig ist, dass jeder willkommen ist. „Wir wollen Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht im Verein mitmachen können unterstützen“, betont Björn Schum, Übungsleiter für Tag-Nacht-Aktiv in Aachen. Murad Abu-Tair, ebenfalls für das Projekt tätig, fügt hinzu: „Wir wollen der gesellschaftlichen Spaltung entgegenkommen und ein Angebot schaffen, wo man sich begegnen und Spaß haben kann.“

Fit im Quartier

„Sport ist mehr als nur Bewegung, das möchten wir weitergeben“, sagt Dr. Alexandra Schlachetzki. Sie betreut zusammen mit Birgitt Lahaye-Reiß das Projekt „Fit im Quartier“. Das Projekt erstellt Broschüren, die in Bewegungsparcours durch die einzelnen Quartiere begleiten. „Durch die Broschüren kann jeder sein Quartier noch einmal neu kennenlernen und dabei durch einfache Übungen seine Fitness stärken“, erklärt Schlachetzki. Bisher haben die Engagierten zehn Broschüren zu verschiedenen Quartieren erstellt. Das Angebot, das neben Fitnessmöglichkeiten auch interessante Infos und Freizeitangebote bereithält, wird stetig erweitert.

Die Broschüren liegen an verschiedenen Stellen in den Quartieren aus, solange der Vorrat reicht. Auch im Internet findet man die Broschüren als PDF Dateien. Die Übungen, die man an verschiedenen Orten im jeweiligen Quartier ausführen kann, sind anschaulich bildlich dargestellt. „Die Eigenkompetenz ist für uns ein wichtiges Thema. Damit man auch ohne Trainer*in einfach losgehen und Sport machen kann“, sagt Schlachetzki.

Open Sunday

Ähnlich wie bei „Tag-Nacht-Aktiv in Aachen“ sind auch bei dem „Open Sunday“ die Hallen offen. In dem Projekt des Vereins Integration durch Sport können Kinder sich sonntags an drei Grundschulen austoben. Hierbei ist es egal woher die Kinder kommen und wer sie sind, alle sind willkommen.

Ein Team aus Übungsleiterinnen ist vor Ort, um die Kinder zu beaufsichtigen und zu unterstützen. Ein großer Pool aus Engagierten, darunter Studierende, Berufstätige und Schülerinnen, setzen sich für das Projekt ein. „Die Kinder sind begeistert. Die Trainerinnen sind für sie echte Vorbilder und motivieren sie auch für ihren weiteren Werdegang“, erklärt Uschi Brammertz, Geschäftsführerin des Aachener Fördervereins Integration durch Sport e.V.. Viele der Ehrenamtlerinnen haben selbst als Kinder Angebote des Vereins wahrgenommen. Das Projekt bespaßt die Kinder nicht nur, sondern fördert auch Eigeninitiative und den weiteren Werdegang. „Es ist der schönste Lohn in glückliche Kinderaugen zu schauen, die glückliche Erwachsene werden“, freut sich Brammertz. Gemein haben die drei Angebote, dass sie das gleiche Ziel verfolgen: Gemeinschaft zu fördern.

Aachen bewegt sich

In diesem Jahr werden mit der Engagementkampagne die Ehrenamtlerinnen im Sport in den Fokus gerückt, um ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen. Unter der Überschrift „Aachen …“ wird in vier aufeinanderfolgenden Jahren – beginnend mit 2021 – ein dynamisch und kooperativ zu entwickelndes Format angeboten, das den Dialog und die Engagementbereitschaft aller Akteurinnen der Stadtgesellschaft bündelt und sichtbar macht. Durchgehendes Zentralthema ist Engagement in und für Aachen, gesehen jeweils durch die Brille des Jahresmottos.


Engagement: „Aachen bewegt sich“ rückt Ehrenamtler*innen im Sport in den Fokus

Mit den Worten „Sport fördert den Zusammenhalt!“, hat Sportdezernent Dr. Markus Kremer gestern (Montag, 25. April) die Auftaktveranstaltung zur Engagementkampagne „Aachen bewegt sich“ eröffnet. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Stadtsportbund Aachen e.V., Nadine Frey, und Petra Mahr vom Team Stadt der Zukunft und Bürger*innendialog, Engagierte und kooperative Stadt, stellte er die diesjährige Kampagne vor.

„Ich freue mich, mit der diesjährigen Kampagne gleich zwei wichtige gesellschaftliche Themen in den Blick zu nehmen“, so Kremer. „Einerseits rücken wir die für den Sport- und Bewegungsbereich so bedeutende Säule des ehrenamtlichen Engagements ins Rampenlicht, in dem wir all diejenigen freiwilligen Helfer*innen in den Mittelpunkt stellen, die sonst eher im Hintergrund arbeiten. Andererseits machen wir auch die gesellschaftspolitische wie gesundheitsfördernde Bedeutung des Sports an sich deutlich und sorgen somit dafür, noch mehr Menschen in Bewegung zu bringen – vielleicht sogar so weit, dass sie perspektivisch selbst eine Aufgabe im Bereich des sportlichen Ehrenamts – zum Beispiel als Übungsleiter*in – übernehmen.“

Sportvereine erfüllen wichtige Rolle in der Gesellschaft

Frey unterstreicht dabei die Rolle der Sportvereine in der Gesellschaft: „Das Sportsystem in Deutschland und Aachen ist einzigartig und dabei spielen die Ehrenamtler*innen eine zentrale Rolle. Sie tun mit ihrer Arbeit viel für die Gesellschaft und das Zusammenleben. Das ist auch während der Pandemie nicht anders gewesen.“ Aus der Perspektive des Stadtsportbundes weiß sie, dass die Mitglieder*innen ihren Vereinen auch in dieser schweren Zeit treu geblieben sind. „Die Sportvereine sind nicht kaputtzukriegen“, so Frey weiter.
„Es ist wichtig, allen ehrenamtlich Engagierten einmal ‚Danke‘ zu sagen“, so Mahr. In diesem Jahr werden mit der Engagementkampagne die Ehrenamtler*innen im Sport in den Fokus gerückt, um ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen. Teil der Kampagne wird, neben vielen weiteren Aktionen und Veranstaltungen, auch der Aufruf sein, unter dem Hashtag #aachenbewegtsich persönlich „Danke“ zu sagen. Mahr betont: „Auf die Engagierten können wir uns verlassen.“ Deshalb soll es für alle die Möglichkeit geben, die eigene Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. In einer Aktion im Rahmen der Kampagne werden alle Bürger*innen dazu aufgerufen, einer ehrenamtlich tätigen Person ihrer Wahl in einer persönlichen Botschaft „Danke!“ zu sagen. Ausgewählte Beiträge werden im Herbst im Rahmen einer Plakatierungskampagne in der Stadt zu sehen sein.

Unter der Überschrift „Aachen …“ wird in vier aufeinanderfolgenden Jahren – beginnend mit 2021 – ein dynamisch und kooperativ zu entwickelndes Format angeboten, das den Dialog und die Engagementbereitschaft aller Akteur*innen der Stadtgesellschaft bündelt und sichtbar macht. Durchgehendes Zentralthema ist Engagement in und für Aachen, gesehen jeweils durch die Brille des Jahresmottos. Weitere Informationen zur diesjährigen Kampagne sind nachzulesen unter aachen.de/aachenbewegtsich.


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Petra Mahr (links)vom Team Stadt der Zukunft und Bürger*innendialog, Engagierte und kooperative Stadt und Vera Schröder Jugendpflege und Streetwork, Stadt Aachen (Mitte rechts) bedanken sich bei den Engagierten: Alexandra Schlachetzki, Björn Schum, Uschi Brammertz, Murad Abu-Tair und Philipp Nawrocki. Foto: Stadt Aachen/Lena Hoof


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