Bitte beachten: Mittlerweile werden wieder viele Veranstaltungen angeboten, die wir veröffentlichen. In vielen FÀllen werden bestimmte Auflagen (Corona) genannt. Bleibt gesund!

Ehrenamtsbörse und Hotline unter #Gemeinsamhelfen: „Haben Sie keine Hemmungen, uns anzurufen!“

 

  • Die Stadt Aachen hat gemeinsam mit den TrĂ€gern der freien Wohlfahrtspflege unter dem Hashtag #Gemeinsamhelfen eine Ehrenamtsbörse / Hotline zur sozialen UnterstĂŒtzung aufgebaut.
  • Mit zahlreichen Flyern, Plakaten und Informationsschreiben wird im Stadtgebiet auf diese Kampagne hingewiesen.
  • Bisher haben sich viele ehrenamtliche Helfer gemeldet; BĂŒrger und BĂŒrgerinnen mit Hilfebedarf sollen nun ermutigt werden, zum Telefonhörer zu greifen und UnterstĂŒtzung zu akzeptieren.

 

Die aktuelle Corona-Krise ist fĂŒr nicht wenige Menschen eine Herausforderung. Viele Aachener und Aachenerinnen benötigen gerade jetzt in diversen Bereichen der Einzelfallhilfe – zum Beispiel Einkaufsdienste, Telefonseelsorge, Übersetzung amtlicher Informationen in niederschwellige Texte, finanzielle Nöte – einen erhöhten individuellen UnterstĂŒtzungsbedarf. Eine Situation, die zu durchaus existenziellen Ängsten, Sorgen und Herausforderungen fĂŒhren kann.

 

#Gemeinsamhelfen

Gleichzeitig gibt es eine beeindruckende Hilfsbereitschaft in der Aachener Bevölkerung. Um Menschen mit Hilfebedarf wirksam zu erreichen und die bereits existierende Vielzahl an ehrenamtlichen Initiativen und Angeboten in der niederschwelligen Einzelfallhilfe zu kommunizieren, zu koordinieren und die QualitÀt der Hilfen sicherzustellen, hat die Stadt Aachen jetzt gemeinsam mit den TrÀgern der freien Wohlfahrtspflege unter dem Hashtag #Gemeinsamhelfen eine Ehrenamtsbörse und Hotline aufgebaut.

 

Die Kampagne #Gemeinsamhelfen startete heute (9. April) mit einem PressegesprĂ€ch im Haus Löwenstein. Professor Dr. Manfred Sicking, Aachener Beigeordneter fĂŒr Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen, betonte dabei, dass die Stadt Aachen insgesamt im Bereich der sozialen UnterstĂŒtzung gut aufgestellt sei: „Allerdings stellt das Kontaktverbot fĂŒr uns eine besondere Erschwernis dar. Einzelfallhilfe und Ansprache setzen im Regelfall einen persönlichen Kontakt voraus. Hier mussten wir nun komplett umdenken, ohne die bedĂŒrftigen Menschen aus den Augen zu verlieren.“ Er betonte, dass es in Aachen fĂŒr alle BedĂŒrfnisse Hilfsangebote gĂ€be. Und weiter: „Wir haben in Aachen eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Freien Wohlfahrtspflege, die sich gerade in Krisenzeiten bewĂ€hrt hat. DafĂŒr möchte ich heute explizit meinen Dank aussprechen.“

 

Angebote mĂŒssen noch ankommen

Rolf Frankenberger, stĂ€dtischer Fachbereichsleiter Wohnen, Soziales und Integration, machte noch einmal deutlich, dass es momentan eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen ĂŒberhaupt sei, mit den vorhandenen Hilfsangeboten Menschen mit UnterstĂŒtzungsbedarf zu erreichen. Stadt und SozialverbĂ€nde hĂ€tten inzwischen jedoch ein gut an die neue Situation angepasstes UnterstĂŒtzungssystem aufgebaut, dessen Angebote aber noch beim den BĂŒrgern ankommen mĂŒssten. Frankenberger: „Zentral in diesem System steht die Telefonhotline fĂŒr Menschen mit UnterstĂŒtzungsbedarf. Hier wird den Anrufenden schnell und professionell geholfen. Egal, ob es sich um Hilfe bei EinkĂ€ufen, bei ApothekengĂ€ngen, um das Gassi-Gehen oder die Vermittlung von Aseag-Tickets dreht. Egal auch, wenn jemand einfach einsam ist und seine Sorgen teilen möchte.“

 

Nach den Ostertagen werden rund 3.000 Flyer der Kampagne #Gemeinsamhelfen ĂŒber das stĂ€dtische Quartiersmanagement in den Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen verteilt sowie zahlreiche Plakate an zentralen Orten in den Quartieren ausgehangen. Zudem erhalten im Stadtgebiet alle Menschen, die im Rentenalter oder erwerbsunfĂ€hig sind, ein entsprechendes Informationsschreiben. ZusĂ€tzlich wurden die Stadtteilkonferenzen, der „Dialog der Religionen“ sowie die verschiedenen Migrantenorganisationen angeschrieben, um die Plakate und Flyer in ihren Netzwerken zu verteilen.

 

Viele Ehrenamtliche haben sich gemeldet

Seit die zentrale Hotline vor zwei Wochen an den Start gegangen ist, haben sich ĂŒber 60 Ehrenamtliche gemeldet, um die BĂŒrger und BĂŒrgerinnen, die zu den besonderen Risikogruppen zĂ€hlen, vor allem mit den nötigen Besorgungen außerhalb der eigenen HĂ€uslichkeit zu unterstĂŒtzen. „Menschen, die mit einem Hilfegesuch bei uns anklopfen, sind leider noch sehr zurĂŒckhaltend“, sagt Bernhard Verholen, Sprecher der AG der VerbĂ€nde der Freien Wohlfahrtspflege. „Wir können die betroffenen BĂŒrger und BĂŒrgerinnen nur ermutigen und einladen, keine Scheu zu haben, zum Telefonhörer zu greifen und anzurufen. Keiner sollte hier eine falsche ZurĂŒckhaltung an den Tag legen und aus diesen GrĂŒnden Not leiden.“

 

Verholen erklĂ€rte weiter, dass die Hotline noch einige Wochen frei geschaltet sei, weil er davon ausgehe, dass die Risikogruppen noch lĂ€ngere Zeit Schutz und UnterstĂŒtzung benötige.

 

Rolf Frankenberger appellierte eindrĂŒcklich an die Aachener und Aachenerinnen, ihre Nachbarn im Blick zu haben und auf die angebotenen Hilfsangebote hinzuweisen. „Und wenn Sie selbst Hilfe benötigen, haben Sie keine Hemmungen, uns anzurufen. An der Hotline sitzen Menschen, die Ihre Anrufe vertraulich entgegen nehmen. Egal, was Sie belastet, wir sind fĂŒr Sie da!“

 

Informationen

Die Hotline ist montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer

0241–94 927 180 zu erreichen.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet und auf der folgenden Webseite

 

Entsprechende Flyer und Plakate stehen auf der Homepage der Stadt Aachen zum Download zur VerfĂŒgung.

Sie können ebenfalls unter der Mail-Adresse GemeinsamHelfen@mail.aachen.de angefordert werden.

 


Mehr auf der Veranstalterseite

Copyright © Stadt Aachen / Andreas Herrmann


Lesen Sie mehr - Kategorie: Gesundheit und Soziales

Lesen Sie mehr auf dieser Webseite