Solidarität mit der Ukraine

Ukraine-Flüchtlinge: Keine Notwendigkeit, sich im Ausländeramt registrieren zu lassen!

10.3.2022: Derzeit kursierende Meldungen, dass Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, sich ab Montag bei dem Ausländeramt der StädteRegion Aachen melden sollen, sind falsch! Das hat die StädteRegion Aachen jetzt klargestellt.

Vertriebene Menschen aus der Ukraine sind aufgrund der Ministerialverordnung, die am 09.03.2022 in Kraft getreten ist, zunächst bis zum 23.05.2022 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit. Das bedeutet konkret: Sie müssen nicht schnellstmöglich und schon gar nicht in der kommenden Woche bei der Ausländerbehörde vorsprechen. Es ist zudem davon auszugehen, dass diese Frist auch über den 23.05.2022 hinaus verlängert wird.

Das Verfahren unterscheidet sich damit deutlich vom bisher üblichen Verfahren der Flüchtlingsaufnahme. Die Leistungserbringung für die ukrainischen Menschen und die Unterbringung wird in den Kommunen vor Ort bearbeitet, nicht im Ausländeramt! Es ist nicht zielführend und notwendig sich ab Montag in Schlangen vor dem Ausländeramt anzustellen. Dort herrscht derzeit aufgrund von auch coronabedingten Personalausfällen und (noch) nicht besetzten Stellen ohnehin schon eine angespannte Situation.

Natürlich werden Menschen aus der Ukraine, die beim Ausländeramt der StädteRegion vorsprechen möchten, auch kurzfristig bedient. Es besteht derzeit aber keineswegs die Notwendigkeit, zum Ausländeramt zu kommen!


Ukrainische Bürgerinnen und Bürger sammeln in Jülich

Jülich. „Wir werden Ihnen helfen, wie wir nur können“, so Bürgermeister Axel Fuchs, der im Jülicher Rathaus ukrainische Mitbürgerinnen und Mitbürger empfing, um Solidarität zu bekunden und Unterstützung der Stadt Jülich zuzusichern.

1.3.2022: Rayisa Fits lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Jülich. Gemeinsam mit 15 hier lebenden ukrainischen Familien, ukrainischen Studierenden und Doktoranden will sie den vom Krieg bedrohten Menschen in der Ukraine helfen. „Wir alle sind traumatisiert von den schrecklichen Ereignissen in unserem Heimatland“, sagt Rayisa Fits, „die Nachrichten und Bilder vom Angriffskrieg Putins gegen unser Volk, unsere Familien und Freunde, lassen uns nicht schlafen. Wir müssen etwas tun, wir wollen helfen.“

Darum organisiert Rayisa Fits nun eine Sammlung von Sachspenden in Jülich. Sie ist per E-Mail erreichbar unter juelich.fuer.ukraine@gmail.com. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben ihre Hilfe angeboten. „Natürlich unterstützen wir unsere ukrainischen Mitbürgerinnen und Mitbürger bei ihrem Vorhaben, das ist selbstverständlich“, sagt Dezernent Richard Schumacher. Die städtischen Mitarbeitenden Beatrix Lenzen und Mohamed Khomassi helfen bei der Koordinierung der Spendensammlung und aktivieren ihre Netzwerke. Auch Doina Rück, gebürtig aus Moldawien und in Jülich lebend, will sich engagieren. In ihrer Heimat sind bereits viele Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen worden, auch hier werden Hilfsgüter benötigt für die Versorgung der geflüchteten Ukrainer. Doina Rück engagiert sich seit Jahren in der Flüchtlingshilfe in Jülich und ist stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates.

Vor dem Rathaus und im Großen Sitzungssaal empfing Bürgermeister Axel Fuchs die ukrainischen Familien aus Jülich, die eine Hilfsaktion für ihre Landsleute organisieren. Foto: Stadt Jülich/Gisa Stein
Vor dem Rathaus und im Großen Sitzungssaal empfing Bürgermeister Axel Fuchs die ukrainischen Familien aus Jülich, die eine Hilfsaktion für ihre Landsleute organisieren.
Foto: Stadt Jülich/Gisa Stein

Bürgermeister Axel Fuchs empfing vor dem Rathaus ukrainische Familien, um ihnen die Solidarität der Jülicher Bevölkerung zuzusichern. „Jetzt ist die Solidargemeinschaft der Menschen gefragt, die für demokratische Werte eintritt. Es ist selbstverständlich, dass wir helfen und an Ihrer Seite stehen – und wir werden uns noch lange Zeit kümmern.“

Gesammelt werden die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs für das Überleben: haltbare Lebensmittel, Babyartikel, Hygieneartikel, aber auch Gaskocher mit Gaskartuschen, Isomatten, Schlafsäcke, Taschenlampen mit Batterien und vieles andere. Bürgerinnen und Bürger, die Sachspenden abgeben wollen, sollten sich bitte vorher unbedingt mit den vorbereiteten Checklisten und Packhinweisen informieren, welche Sachen gebraucht werden.

Zur Versorgung der Verwundeten werden dringend Verbandsmaterial, Medikamente und medizinische Materialien benötigt. Auch hierzu wurden Checklisten vorbereitet. „Wir bitten insbesondere die Apotheken in Jülich, die Krankenhäuser in der Region und medizinisches Personal um Unterstützung mit entsprechenden medizinischen Sachspenden,“ erklärt Beatrix Lenzen. „Die Not ist groß, wir können uns hier nicht vorstellen, was die Menschen in der Ukraine gerade durchmachen.“

Die in Jülich ansässige ukrainische Spedition Agilis Jettenders GmbH, Familie Starchenko, wird die Hilfsgüter direkt nach Lemberg in die Ukraine transportieren, von dort wird die Verteilung zentral erfolgen. Die Stadt Jülich stellt einen Lagerraum und Verpackungsmaterial zur Verfügung. Die Sachspenden können ab Donnerstag, 3. März in der Rurauenstr. 10 am Sportstadion in Jülich abgegeben werden: Donnerstag von 10-12 und 17-19 Uhr, Freitag 10-12 und 16-19 Uhr, Samstag und Sonntag 12-16 Uhr sowie Montag von 10-12 und 17-19 Uhr. Die Übersicht über die Annahmezeiten, Checklisten und Packhinweise sind erhältlich an der Infotheke des Neuen Rathauses zu den Öffnungszeiten oder können angefordert werden bei der Hotline der Stadt Jülich, Telefon: 02461-63605oder bei Beatrix Lenzen, Stadt Jülich, E-Mail: BLenzen@juelich.de. In Kürze werden diese Informationen auch auf der städtischen Homepage www.juelich.de zu finden sein.

Wer kein Auto zur Verfügung hat, kann eine Abholung der Sachspenden unter den oben genannten Telefonnummern vereinbaren. Unterstützung durch Jülicher Spediteure ist erwünscht. Auch weitere praktische Hilfe ist jederzeit willkommen.

Auch wird derzeit eine Liste erstellt von Bürgerinnen und Bürgern, die kurzfristig vorübergehend Schlafplätze für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung stellen können. Schon jetzt gibt es viele Angebote, die zeigen, dass die Hilfsbereitschaft der Jülicher Bevölkerung groß ist. Geldspenden können auf das Spendenkonto bei der Stadt Jülich (IBAN DE44 3955 0110 0000 0254 11) mit Verwendungszweck „Spende Ukraine“ überwiesen werden.


Aachen demonstriert Solidarität mit Ukraine

24.2.2022: Die Stadt Aachen ruft in einem breiten Bündnis mit dem Aachener Friedenspreis e. V., den politischen Parteien und dem DGB NRW Südwest dazu auf, Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen. Am Freitag, den 25.02.2022, um 17 Uhr wird dazu am Markt vor dem Rathaus eine Solidaritätskundgebung für die Ukraine stattfinden. Im Anschluss organisieren Aachener Friedenspreis und Pax Christi um 18 Uhr in der Citykirche eine Mahnwache mit Friedensgebet.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen lädt alle Aachenerinnen und Aachener ein, teilzunehmen und erklärte dazu: „Der erste Angriffskrieg nach 1939 auf ein Land in Europa ist ein massiver Verstoß gegen das Völkerrecht und das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine mit ihrer demokratisch gewählten Regierung. Durch die Kundgebung möchten wir zeigen, dass wir für den Frieden in Europa eintreten und eng an der Seite der Menschen in der Ukraine stehen.“

Seit dem heutigen Vormittag hängen als Zeichen der Verbundenheit Fahnen der Mayors for Peace, der EU und der Ukraine an der Rathaus-Fassade.

Noch am vergangenen Wochenende hatte Keupen beim Treffen mit der designierten Karlspreisträgerin Swetlana Tichanowskaja auf der Münchener Sicherheitskonferenz an die Verantwortlichen appelliert, weiter gemeinsam am wertvollen Gut des Friedens in Europa zu arbeiten.


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